Samstag, 28. April 2012

Neckarweg von S-Obertürkheim nach S-Rotenberg


Der vom Schwäbischen Albverein vor einigen Jahren eingerichtete 330 Kilometer lange Neckarweg folgt dem Verlauf des Neckars von der Quelle im Schwenninger Moos bis nach Gundelsheim. Im Jahr 2012 haben der Naturpark Neckartal-Odenwald sowie der Odenwaldklub den Neckarsteig eingerichtet. Dieser Weg bildet die Fortsetzung des Neckarwegs und verläuft weiter im oder in der Nähe des Neckartals bis zum Heidelberger Schloss.

Der Neckarsteig wurde vom Deutschen Wanderverband Anfang 2012 mit dem Label "Qualitätsweg Wanderbares Deutschland" ausgezeichnet. Der Neckarweg des Schwäbischen Albvereins kann diese Auszeichnung wahrscheinlich nicht bekommen. Denn dazu verläuft er auf einem zu großen Anteil auf asphaltierten Wegen. Aber es ist ja nun wirklich nicht einfach, zum Beispiel in der Region Stuttgart einen Weg in der Nähe des Neckars festzulegen, der nicht über Asphaltwege führt.

Im heutigen Post geht es um einen kurzen Abschnitt des Neckarwegs von Stuttgart-Obertürkheim hinauf nach Stuttgart-Rotenberg. Gerade in der Region Stuttgart kann man den Neckarweg in relativ kurze Etappen einteilen. Denn immer wieder trifft man auf ein öffentliches Verkehrsmittel, mit dem man wieder zurückfahren kann.

Wie kommt man hin?
Ausgangspunkt ist der S-Bahnhaltepunkt Obertürkheim (Linie S1, von Stuttgart aus Fahrtrichtung Esslingen-Plochingen-Kirchheim/Teck). Über die Fußgängerunterführung verlässt man den Bahnhof in Richtung Osten. Auf dem Vorplatz vor dem Bahnhofsgebäude findet man bereits ein erstes Markierungszeichen des Neckarwegs. Vom Vorplatz geht man wenige Meter nach Osten bis zur querenden Augsburger Straße. Dort verläuft der Neckarweg.

Auf dem Weg unterwegs
Man biegt nach links in die Augsburger Straße ab. Nach kurzer Zeit biegt man nach rechts in die Uhlbacher Straße ab und steigt langsam an. Nach einiger Zeit biegt man nach links in die Kirchsteige ab. Dann geht es auf Treppen nach rechts zur evangelischen Petruskirche hinauf. Hinter der Kirche verlässt man die Bebauung von Obertürkheim. Nun folgt man stets dem Bergrücken des Höhenzugs, der vom Württemberg über den Höchst nach Obertürkheim herabstreicht. Man kommt durch Weinberge und durch Gärten. Der Anstieg ist stetig und teilweise steil. 

Schließlich erreicht man den Höchst, einen Nachbargipfel des Württembergs. Von dort sieht man bereits die Grabkapelle auf dem Württemberg. Nun geht man auf den Württemberg zu. Man kann nun noch einen Abstecher auf den Württemberg mit der Grabkapelle machen. Ansonsten geht man auf der Württemberger Straße zum Stadtteil Rotenberg. Von dort fährt die Buslinie 61 zum S-Bahnhaltepunkt Untertürkheim (S1). 

Die Weglänge vom S-Bahnhof Obertürkheim bis Rotenberg ist ca. 2,5 Kilometer, der zu bewältigende Höhenunterschied ist ca. 170 Meter.   

Hier gibt es eine Übersicht über den Neckarweg. Von dort werden alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Etappen des Neckarwegs beschäftigen, verlinkt.

Hier gibt es eine Übersicht über den Stadtbezirk Stuttgart-Untertürkheim. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dem Stadtbezirk Stuttgart-Untertürkheim befassen, verlinkt.
Das Markierungszeichen des Neckarwegs ist in kurzen Abständen vorhanden. Richtungsänderungen werden mit einem schwarzen Dreieck im Zeichen angedeutet.
Blick auf die Petruskirche in S-Obertürkheim und auf das Neckartal
Die Landschaft in der Region Stuttgart gehört zum sogenannten südwestdeutschen Schichtstufenland. Hänge wechseln hier stets mit Verebnungsflächen ab. Die Hänge werden hierbei von weichen Gesteinen gebildet, die Verebnungsflächen von harten Gesteinen. Hier blickt man vom Hangbereich unterhalb des Höchst-Gipfels auf eine kleine Verebnungsfläche im Mittelgrund. Dahinter befindet sich wieder ein Hangbereich, der dann vollends zum Neckartal abfällt. 
Blick vom Gipfel des Höchst hinüber zum Württemberg mit der Grabkapelle
Blick vom Gipfel des Höchst auf den Mönchberg im Vordergrund sowie das Neckartal und den Stuttgarter Talkessel dahinter
Blick vom Sattel zwischen dem Höchst und dem Württemberg hinab auf S-Uhlbach
Blick vom Sattel zwischen dem Höchst und dem Württemberg auf S-Rotenberg, das Ziel der kleinen Wanderung
Wenige Meter unterhalb der Bushaltestelle in S-Rotenberg befindet sich der Josua- und Kaleb-Brunnen. Der im Jahr 1927 erbaute Brunnen bezieht sich einerseits auf die Weinbautradition in S-Rotenberg. Andererseits weist er auf die biblische Geschichte von Josua und Kaleb hin.
   

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