Freitag, 20. Januar 2012

Zur ehemaligen Burg Frauenberg bei Stuttgart-Feuerbach


Von der ehemaligen Burg Frauenberg bei Stuttgart-Feuerbach würde heute niemand mehr etwas wissen, wenn nicht im Jahr 1973 die spärlichen Reste vor Ort gesichert worden wären und wenn heute dort nicht eine gut gelungene Informationstafel aufgestellt wäre. 

Gemäß den Angaben auf der Informationstafel wurde die Burg Frauenberg von 1220 bis 1250 erbaut und im Jahr 1251 erstmals urkundlich erwähnt. Ende des 15. Jahrhunderts ist die Burg bereits zerfallen. Im Jahr 1520 wurden Mauersteine der Burg zum Bau der Stuttgarter Stadtmauer im Bereich des Bollwerk, am Oberen See und um die nördliche Vorstadt verwendet (das ist das Gebiet um den heutigen Berliner Platz). Von dieser Stuttgarter Stadtmauer ist ebenfalls schon lange nichts mehr zu sehen.

Im Jahr 1973 wurden Reste des Bergfrieds der Burg Frauenberg - staufisches Buckelquadermauerwerk und Steinmetzzeichen - gesichert. Um diese Mauerreste herum hat man ein kleine Anlage gebaut. Die Burgstelle befindet sich am Ende der Stichstraße "An der Burg" auf den Höhen südlich des Stuttgarter Stadtbezirks Feuerbach in der Nähe des Killesbergs. Früher muss man von der Burg eine wunderbare Aussicht auf das Feuerbacher Tal gehabt haben. Leider ist heute um die Burgstelle herum alles mit neuen Wohngebäuden zugebaut.

Man kann die Burgstelle Frauenberg aus verschiedenen Richtungen erreichen. Ein möglicher Ausgangspunkt ist die Stadtbahnhaltestelle Killesberg. Man verlässt die Haltestelle auf der stadtauswärtigen Seite und folgt der Straße Am Kochenhof auf einem nördlich der Straße verlaufenden und durch einen Wall von der Straße getrennten Fußweg. Man biegt nach rechts in die Straße Feuerbacher Weg ab und folgt ihr, bis nach links die Straße An der Burg abzweigt. Dieser Straße folgt man bis zum Ende. Die Weglänge von der Stadtbahnhaltestelle Killesberg bis zur Burgstelle Frauenberg ist ca. 1,1 Kilometer.

Eine weitere Möglichkeit ist, aus dem Feuerbacher Tal über die Grünewaldstraße zur Burgstelle zu gelangen. Mit der Buslinie 91 fährt man bis zur Haltestelle Heimberg. Dort verlässt man die Feuerbacher Talstraße in Richtung Südosten, überquert den Feuerbach und biegt nach links aufwärts in einen Pflasterweg ein, der die Verlängerung der Grünewaldstraße darstellt. Die Grünewaldstraße führt schließlich zur Kreuzung mit dem Feuerbacher Weg. Dort wendet man sich nach links. Kurz darauf biegt man noch einmal nach links in die Straße An der Burg ab. Die Weglänge von der Bushaltestelle Heimberg bis zur Burgstelle Frauenberg ist ca. 1,2 Kilometer.

Es lohnt sich, das Wohngebiet, in dem sich die Burgstelle Frauenberg befindet, noch etwas näher zu erkunden (Grünewaldstraße, Spitzwegstraße, Fleckenweinberg usw.). In diesem Wohngebiet befinden sich viele neu errichtete Wohngebäude gehobenen Standards. Die Bebauung des Gebiets ist noch längst nicht abgeschlossen, was die zahlreichen Baustellen beweisen. Die vorherrschende Gebäudefarbe ist weiß. Ob es einem gefällt, muss jeder oder jede selbst entscheiden.

Hier gibt es eine Übersicht über den Stadtbezirk Stuttgart-Feuerbach. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dem Stadtbezirk Stuttgart-Feuerbach befassen, verlinkt.     
Die Burgstelle der ehemaligen Burg Frauenberg am Ende der Sackgasse "An der Burg" bei S-Feuerbach: im Vordergrund sind die neu angelegte Umrandung der Burgstelle und die Informationstafel.
Die Überreste der Burg Frauenberg muss man fast mit der Lupe suchen.
Überreste des Bergfrieds der ehemaligen Burg Frauenberg
 

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