Donnerstag, 29. Oktober 2009

Sillenbucher Rundwanderweg von Haltestelle Silberwald bis Haltestelle Schemppstraße



Den Sillenbucher Rundwanderweg sollte man in Etappen gehen. Denn an mehreren Stellen gibt es die Möglichkeit, mit öffentlichen Verkehrsmitteln wieder zum Ausgangspunkt zurückzukommen. Die hier beschriebene Teilstrecke führt im Westen um den Stadtteil Sillenbuch herum.

Den Ausgangspunkt der Stadtbahnhaltestelle Silberwald erreicht man mit der Stadtbahnlinie U7 und zu bestimmten Zeiten auch mit den Stadtbahnlinien U8 und U15. Hier eine stichwortartige Beschreibung des Streckenverlaufs:

Montag, 26. Oktober 2009

Durch den Weißenburgpark



Man kann die zahlreichen Parkanlagen Stuttgarts in drei Gruppen einteilen, die Parks im Talkessel, die Parks an den Hängen des Kessels und die Höhenparks am Kesselrand oder auf den Hochflächen. Der Weißenburgpark gehört zur mittleren der drei Gruppen. Dies bedeutet zweierlei: man muss zu Fuß, mit der Bahn oder mit dem Auto von der Innenstadt aus erst einmal einige Höhenmeter bewältigen, um zum Park zu kommen. Und man darf sich auch nicht vor Steigungen scheuen, wenn man im Park unterwegs ist. Denn kaum ein Wegstück im Park verläuft eben.

Der Weißenburgpark hat fünf Eingänge. Nur zwei dieser Eingänge sind jedoch von größerer Bedeutung. Mit der Stadtbahn fährt man bis zur Haltestelle Bopser (Linien U5, U6 und U7). Von dort verlässt man über die Treppen die Haltestelle und quert die stadteinwärtsführende Fahrbahn der Hohenheimer Straße. Dahinter nimmt man die Straße Am Bopserweg, eine Anliegerstraße. Bald sieht man rechts die Fußgängerbrücke, die die Bopserwaldstraße überquert. Über diese Brücke gelangt man direkt in den Weißenburgpark. Mit dem Auto biegt man von der Hohenheimer Straße (aus Richtung Innenstadt) bzw. von der Neuen Weinsteige (von Degerloch) in die Bopserwaldstraße ab. Nur 50 Meter dahinter befinden sich auf der rechten Straßenseite einige Parkplätze. Von dort gelangt man über eine Treppe in den Park.

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Stuttgarter Fernsehturm, Blick nach Osten



Dieser Post über den Stuttgarter Fernsehturm soll nicht der Einzige bleiben. Denn die Sicht von diesem höchsten erreichbaren Punkt auf dem Stuttgarter Stadtgebiet ist so umfassend und so detailreich, dass hierfür mehrere Posts erforderlich sind. Zudem ist die Sicht je nach Sonnenstand und je nach Wetterlage immer wieder vollkommen anders.

Als ich am frühen Abend im Herbst auf dem Fernsehturm war, stand die Sonne im Westen bereits sehr tief. Fotographieren war somit nur in Richtung Osten möglich. Die Luft war leicht dunstig, die Mauer der Schwäbischen Alb im Süden trat nicht besonders deutlich hervor. 150 Meter über dem Boden wehte ein steifer Südostwind.

Der Stuttgarter Fernsehturm wurde von 1954 bis 1956 erbaut. Bis dato kannte man nur Stahltürme. Der erste Stahlbetonturm der Welt markierte den Beginn einer neuen Epoche, bis heute gibt es weltweit ca. 70 Nachfolgertürme. In 36 Sekunden ist man mit dem Aufzug 150 Meter über dem Boden. Der Turm hat jeden Tag bis 22 Uhr geöffnet, man muss also keine Eile an den Tag legen und kann bei passendem Wetter sogar den Sonnenuntergang beobachten.

Samstag, 17. Oktober 2009

Die Willy-Reichert-Staffel in S-Süd


Der Begriff "Staffel" wird im Schwäbischen für eine Treppe verwendet, die an einem Berghang hinaufführt. Der Berghang ist hierbei so steil. dass die Anlage einer Straße nicht möglich war. Obwohl die Staffel eine offizielle Bezeichnung eines öffentlichen Wegs ist und sogar die eine oder andere Hausadresse an Stelle einer Straße eine Staffel aufweist, ist der Begriff der Staffel in der Bedeutung als Treppe im Duden nicht zu finden. Vielleicht wird das in einer der nächsten Ausgaben einmal geändert.

Die Willy-Reichert-Staffel in Stuttgart-Süd weist zwei Besonderheiten auf. Diese Staffel führt in einer Geraden vom Talgrund bei der Tübinger Straße hinauf auf den Gipfel der Karlshöhe. Und diese Staffel ist zusammen mit der Karlshöhe, dem dort oben sich befindenden Bogenbrückchen und dem an der Nordseite der Karlshöhe gelegenen Pallas-Athene-Brunnen in die Liste der Kulturdenkmale aufgenommen worden. Die Willy-Reichert-Staffel ist seit langer Zeit unverändert geblieben. So sieht man zum Beispiel zwischen der Hohenstaufen- und der Mörikestraße ein historisches Geländer und talseitig der Mörikstraße eine kunstvolle Balustrade.

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Neckarweg von ES-Mettingen nach S-Obertürkheim



Der 445 Kilometer lange Neckarweg ist einer der zahlreichen Weitwanderwege, die der Schwäbische Albverein markiert hat. Den unteren Abschnitt des Neckarwegs betreut der Odenwaldclub. Der Weg führt von der Quelle des Neckars im Schwenninger Moos bis zur Mündung in den Rhein.

Auf einer längeren Teilstrecke führt der Neckarweg auch durch die Region Stuttgart. Die Wegführung variiert beträchtlich. Teilweise verläuft der Weg direkt am Fluss entlang, teilweise geht es über die Höhen beidseits des Neckartals.

Der im heutigen Post in diesem Blog beschriebene Abschnitt des Neckarwegs von Esslingen-Mettingen bis Stuttgart-Obertürkheim hat einen Wegverlauf auf halber Höhe zwischen dem Fluss und den angrenzenden Bergen. Die Markierung ist ein stilisiertes N für Neckar, das mit blauer Farbe gemalt ist. Der Neckarweg verläuft stets zusammen mit anderen örtlichen Wanderwegen des Schwäbischen Albvereins. Das heißt, es ist stets zusammen mit dem Zeichen für den Neckarweg ein anderes Wegzeichen vorhanden. Das heißt aber auch, dass das Zeichen für den Neckarweg nicht an jeder Stelle vorhanden ist. Man folgt in diesem Fall einfach den anderen Wegzeichen. Auf der hervorragenden Freizeitkarte des Landesvermessungsamts Baden-Württemberg ist der Verlauf des Neckarwegs genau eingezeichnet. Einen Buchführer über diesen Weg gibt es zur Zeit noch nicht, weder vom Schwäbischen Albverein noch von einem der zahlreichen Verlage, die Wanderliteratur herausgeben.

Freitag, 9. Oktober 2009

Entlang der Königsallee in Ludwigsburg


Die Königsallee ist eine von 23 denkmalgeschützten Alleen in Ludwigsburg.

Ludwigsburg ist eine Stadt der Alleen. Diese Hinterlassenschaft der Feudalzeit ist in Ludwigsburg wie in keiner anderen Stadt Deutschlands vorhanden. Heute ist man froh darüber. Es gibt in Ludwigsburg 23 historische und denkmalgeschützte Alleen. Die Alleenbäume sind teilweise bereits mehr als 200 Jahre alt und bedürfen in der nächsten Zeit der Verjüngung.

Es gibt einen Rahmenplan für die Sanierung der Alleen, der bis ins Jahr 2040 reicht. Die Gesamtkosten werden voraussichtlich 14 Millionen Euro betragen. Die Sanierung umfasst nicht nur den Ersatz der alten Alleebäume, sondern teilweise auch eine Neuordnung des Straßenraums der Alleen.

Die Königsallee war die erste Allee, die von den württembergischen Herzögen angelegt wurde. Die Königsallee verläuft von Nord nach Süd durch Ludwigsburg. Sie hat eine Länge von ca. 1000 Meter und eine Breite von über 13 Meter. Deshalb wird die Königsallee auch die "Dicke Allee" genannt. Über 300 Lindenbäume befinden sich im Verlauf der Allee. Im Süden beginnt bzw. endet die Königsallee an der Grünen Bettlade, ein ebenfalls von den Herzögen angelegter Platz. Im Norden stößt die Königsallee an das Blühende Barock beim großen Barockschloss von Ludwigsburg.

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Stuttgarter Rundwanderweg von der Geroksruhe nach Hedelfingen


Der vom Verschönerungsverein Stuttgart e.V. und vom Schwäbischen Albverein angelegte Stuttgarter Rundwanderweg führt mit einer Länge von 54 Kilometern um Stuttgart herum. Es bietet sich an, den Weg in Etappen zu gehen. Dies ist problemlos möglich, denn an vielen Stellen stößt man auf Haltestellen der Stadtbahn, S-Bahn oder von Buslinien, mit denen man zum Ausgangspunkt zurückfahren kann.

Der Abschnitt von der Geroksruhe bis nach Hedelfingen hat eine Länge von 5,8 Kilometern. Die Vorzüge dieses Abschnitts sind die weitgehend ebene Wegführung bis vor Hedelfingen und der Abwechslungsreichtum mit Waldstrecken und offenen Strecken durch Gartengelände und durch Weinberge.

Dienstag, 6. Oktober 2009

Aussicht vom Turm des Stuttgarter Hauptbahnhofs



Der Stuttgarter Hauptbahnhof wurde in den Jahren 1914 bis 1928 von Paul Bonatz erbaut. Die lange Bauzeit ist einerseits durch den Ersten Weltkrieg bedingt und andererseits durch die stufenweise Inbetriebnahme. Denn nach der Inbetriebnahme der Hälfte der Gleisanlagen musste erst einmal der alte Bahnhof mit seinen Gleisen abgerissen werden.

Paul Bonatz hat als Besonderheit den Turm des Bahnhofs nicht mittig zur Gebäudefront platziert, sondern seitlich in der Sichtachse der Königstraße. Das führt dazu, dass der Hauptbahnhof in der Stuttgarter Innenstadt allgegenwärtig ist. Umgekehrt garantiert dies natürlich auch interessante Blicke vom Turm.

Die Aussichtsplattform auf dem Turm ist seit einigen Jahren wieder geöffnet, nachdem sie jahrzehntelang nicht zugänglich war. Der Eintritt ist frei. Die Öffnungszeiten sind von April bis September täglich von 10 bis 21 Uhr und von Oktober bis März täglich von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis 21 Uhr. Zwei Aufzüge stehen zur Verfügung. Jedoch muss man vom obersten Punkt der Aufzüge noch zwei weitere Stockwerke auf Treppen zur Plattform hinaufsteigen. Wenn einem nicht schwindelig wird und man eine gewisse Kondition hat, kann man auch den gesamten Weg hinauf und hinab über eine schmale Wendeltreppe zurücklegen. Im Turm befinden sich auch ein Restaurant sowie eine über mehrere Stockwerke verteilte Ausstellung zum Projekt Stuttgart 21. 


Sonntag, 4. Oktober 2009

Rund um den Bärensee im Glemswald



Der Bärensee ist einer der drei Parkseen im großen Glemswald westlich von Stuttgart. Die Parkseen wurden zur Verbesserung der Wasserversorgung im Nesenbachtal angelegt. Noch bis vor wenigen Jahrzehnten dienten sie auch der Trinkwasserversorgung Stuttgarts.

Der Rundgang um den Bärensee, den am weitesten westlich gelegenen der drei Parkseen ist ca. 1,7 Kilometer lang und verläuft eben auf bequemen gekiesten Wegen. Immer wieder kommt man an Bänken vorbei, die zur Rast und zum Genießen einladen. An schönen Wochenenden ist allerdings kaum mehr ein freies Plätzchen zu bekommen, weder auf den Bänken, noch auf den Wiesen beim benachbarten Bärenschlössle noch auf den Sitzplätzen im und um das Bärenschlössle.

Vor dem Seerundgang heißt es jedoch erst einmal, zum See bzw. zum über dem See thronenden Bärenschlössle zu kommen. Zugangsmöglichkeiten gibt es von Norden her über das Bärensträßle. Der Anmarschweg von den Parkplätzen an der Wildparkstraße beim Forsthaus II (auch Bushaltestelle) beträgt 2 Kilometer. Eine weitere Zugangsmöglichkeit ist von Süden her, vom Schattengrund (ebenfalls Bushaltestelle) mit einer Länge von 750 Metern.

Freitag, 2. Oktober 2009

Aussicht von der Staibhöhe in S-Ost



Die Aussicht von der Staibhöhe ist durch Bewuchs vergleichsweise eingeschränkt. Man müsste hier einmal wieder freischneiden. Freilich ist das einfacher gesagt als getan.

Um zur Staibhöhe zu gelangen, fährt man mit den Stadtbahnlinien U4 und U9 bis zur Haltestelle Wangener-/ Landhausstraße. Von dort biegt man in die schmale Nähterstraße ab, die am Fuß der Wangener Höhe entlangführt. Am Beginn der Nähterstraße ist an einer großen Platane ein Wegweiser des Schwäbischen Albvereins angebracht, der die Staibhöhe mit 1,5 Kilometern ausweist. Das Wegzeichen ist der rote Punkt.

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Naturlehrpfad Rohrachtal bei Geislingen / Steige



Millionen Menschen haben das Rohrachtal bereits vom Zugfenster aus gesehen - ohne freilich seinen Namen zu kennen. Das Tal befindet sich südlich von Geislingen an der Steige im Landkreis Göppingen am Fuß der Schwäbischen Alb. Durch das Rohrachtal verläuft die berühmte Geislinger Steige, eine Steigungsstrecke der Eisenbahn im Verlauf der Strecke von Stuttgart nach Ulm.

Das Naturschutzgebiet Rohrachtal mit einer Fläche von 12,8 Hektar wurde im Jahr 1982 verordnet. Hier wird eines der wenigen Feuchtgebiete der Schwäbischen Alb geschützt. Umso wichtiger ist dieses Gebiet für die Zugvögel zwischen dem Neckarland und den Feuchtgebieten an der Donau.

Am 25.09.2009 wurde im Naturschutzgebiet Rohrachtal der zwölfte Naturlehrpfad des Regierungspräsidiums Stuttgart eröffnet. Die Agenda-Gruppe "Soziales, Kultur, Freizeit", der Naturschutzbund Deutschland (NABU) Ortsgruppe Geislingen, der Bund Naturschutz Alb-Neckar (BNAN), der Stadtbehindertenring, das Forstamt und die Stadt Geislingen haben gemeinsam die Initiative zum Bau des Lehrpfads ergriffen. Das Regierungspräsidium Stuttgart hat den größten Teil des Lehrpfads finanziert.