Freitag, 22. Dezember 2017

Das Göppinger Museum im Storchen - ein Ankerpunkt an der Route der Industriekultur im Filstal

Das Museum im Storchen in Göppingen ist einer von zur Zeit 19 Ankerpunkten an der Route der Industriekultur im Filstal.

Ankerpunkte der Route der Industriekultur im Filstal sind bedeutende Zeugnisse der Industriekultur im Filstal, bei denen Führungen, Ausstellungen und Werksverkäufe angeboten werden sowie häufig ein gastronomisches Angebot vorhanden ist. Bei jedem Ankerpunkt befinden sich Informationsstelen. Neben den Ankerpunkten umfasst die Route der Industriekultur im Filstal auch vier Info-Stationen sowie 121 Orte der Industriekultur. Die Route ist konkret vor Ort als Radweg ausgeschildert. Man kann jeden einzelnen Ort der Route jedoch auch zu Fuß erreichen.

Die Route der Industriekultur im Filstal soll das industrielle Erbe und die heutige Firmenlandschaft im Filstal einem breiteren Publikum näher bringen. Die Route der Industriekultur im Filstal ist Teil des vom Verband Region Stuttgart geförderten Landschaftsparks Region Stuttgart. Die Route der Industriekultur wurde auch vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Rahmen des Programms Interreg IV B gefördert.

Das Gebäude "Der Storchen" wurde um 1536 erbaut und ist das älteste noch erhaltene Wohnhaus in Göppingen. Dies war das ehemalige Liebensteinsche Schlösschen. Später diente das Gebäude als Schule. Im Jahr 1938 erwarb die Stadt Göppingen das Gebäude.   


Der kleine Platz östlich des Gebäudes heißt Klosterneuburgplatz. Göppingen und die österreichische Stadt Klosterneuburg pflegen seit dem Jahr 1971 eine Städtepartnerschaft.

Das 1949 eröffnete Museum im Storchen thematisiert auf 500 m² die Göppinger Industriekultur. Um das Jahr 1900 zählte Göppingen zu den bedeutendsten Industriezentren Württembergs. In Göppingen gab es zahlreiche Textilfabriken, Maschinenbau und metallverarbeitende Betriebe. Göppingen hatte auch einen Ruf als Produktionsstandort von Spielwaren (genannt sei nur die Firma Märklin).

Das Museum im Storchen wurde vom Arbeitskreis "Heimatpflege im Regierungsbezirk Stuttgart" im Jahr 2017 als "vorbildliches Heimatmuseum" ausgezeichnet. Alle zwei Jahre wird dieser Wettbewerb veranstaltet. Außer dem Museum im Storchen erhielten im Jahr 2017 auch noch das Ludwigsburg Museum sowie das Stadtmuseum Bad Cannstatt eine entsprechende Auszeichnung.

Das Museum im Storchen hat die Adresse Wühlestraße 36, 73033 Göppingen. Es ist Dienstag bis Samstag von 13 bis 17 Uhr geöffnet, an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 17 Uhr. Vom 3. Dezember 2017 bis zum 8. April 2018 ist im Museum im Storchen eine Weihnachtsausstellung geöffnet, die die schönsten Spielzeuge der A. Schoenhut Company präsentiert.    

Wie kommt man hin?
Der Storchen befindet sich am südwestlichen Rand der historischen Kernstadt von Göppingen. Das Gebäude befand sich direkt an der ehemaligen Stadtmauer.

Vor dem Bahnhofsgebäude in Göppingen überquert man die Bahnhofstraße/Gartenstraße und folgt der Marktstraße, die als Fußgängerzone gestaltet ist. Von der Marktstraße biegt man nach links in die Spitalstraße ab. An deren Ende geht die Wühlestraße geradeaus weiter. Am Ende der Wühlestraße befindet sich auf der linken Seite das Museum Im Storchen.

Die Entfernung vom Bahnhof bis zum Museum ist ca. 500 Meter.     

Hier gibt es eine Übersicht über die Kreisstadt Göppingen. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit Göppingen befassen, verlinkt.
Blick von Norden auf das Gebäude Im Storchen in Göppingen: Links im Bild sieht man die Infostele des Ankerpunkts der Route der Industriekultur im Filstal.
Blick von Nordwesten auf das Gebäude Im Storchen in Göppingen: Das Gebäude wurde direkt an die Stadtmauer gebaut. Im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss besitzt das Gebäude massiv aus Bruchsteinen gemauerte Außenwände.
Blick aus Richtung Osten, vom Klosterneuburg-Platz, auf das Gebäude Im Storchen in Göppingen: Das zweite Obergeschoss sowie die Giebeldreiecke des Gebäudes bestehen aus einer Fachwerkkonstruktion.

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