Mittwoch, 19. Oktober 2016

Aussicht vom Daimlerturm im Kurpark von Stuttgart-Bad Cannstatt

Der Daimlerturm ist möglicherweise der am wenigsten bekannte Aussichtsturm Stuttgarts. Das ist nicht weiter verwunderlich. Denn dieser Turm ist normalerweise für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Sein Standort ist zudem etwas versteckt im Kurpark von Bad Cannstatt, dem größten Stuttgarter Stadtbezirk.

Am 11.09.2016, dem Tag des offenen Denkmals, konnte man im Rahmen einer Führung den Daimlerturm besteigen, dabei das interessante Treppenhaus mit den Wandmalereien kennenlernen und die Aussicht vom Turm begutachten. Vor dem Eingang zum Turm bildete sich zeitweise eine längere Schlange. Von daher muss der Daimlerturm doch ein wenig bekannt sein.

Die Turmführungen wurden von Mitgliedern des Vereins Pro Alt Cannstatt übernommen. Dabei erfuhr man manch Interessantes über den Turm. Der Turm stand auf dem Grundstück von Gottlieb Daimler, das 1974 in den Cannstatter Kurpark integriert wurde. Das Grundstück war relativ weitläufig und reichte nach hinten bis zu den heutigen Tennisplätzen. Zur Zeit der Erbauung des Turms 1884 war es Mode, solche Aussichtstürme auf Privatgrund zu errichten. Im Inneren des Turms führt nur eine schmale Treppe und weiter oben eine Stiege zur Aussichtsplattform. Das mag auch ein Grund dafür sein, dass der Turm nur mit Führung zugänglich ist. Die ehemalige Werkstatt von Gottlieb Daimler befindet sich nur wenige Meter entfernt.

Der aus Cannstatter Travertin erbaute und 15 Meter hohe Turm wurde in den Dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts aufgestockt. Teile des Turms wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört und später in veränderter Form wieder aufgebaut. Auf halber Turmhöhe gab es früher eine weitere Aussichtsplattform. Der Turm ist aus Cannstatter Travertin erbaut. 

Wie kommt man hin?
Mit der Stadtbahnlinie U2 fährt man bis zur Haltestelle Kursaal. Man geht nun auf dem Fußweg an der Schaufront des Kursaals entlang und biegt dann nach links in die Taubenheimstraße ein. Bei erster Gelegenheit geht man nach halblinks in den Kurpark hinein, dessen Gelände sofort ansteigt. Man kommt an der ehemaligen Werkstatt von Gottlieb Daimler vorbei, die heute ein Museum (Gottlieb-Daimler-Gedächtnisstätte) ist. Man geht dahinter weiter aufwärts und sieht bald den Daimlerturm. Die Entfernung von der Stadtbahnhaltestelle Kursaal bis zum Daimlerturm ist ca. 400 Meter.

Website des Vereins Pro Alt Cannstatt e.V.: http://www.proaltcannstatt.de       

Hier gibt es eine Übersicht über die Aussichtstürme in der Region Stuttgart. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Aussichtstürmen befassen, verlinkt.

Hier gibt es eine Übersicht über den Stadtbezirk Stuttgart-Bad Cannstatt. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dem Stadtbezirk Stuttgart-Bad Cannstatt befassen, verlinkt.

Der Daimlerturm befindet sich im Kurpark von Bad Cannstatt.
Blick von der Aussichtsplattform des Daimlerturms in Richtung Südosten: Im Hintergrund links erhebt sich der Kappelberg bei Fellbach. Im Hintergrund rechts ist der Württemberg mit der Grabkapelle. 
Blick von der Aussichtsplattform des Daimlerturms in Richtung Südsüdosten: Man blickt hier das Neckartal aufwärts. Rechts im Mittelgrund ist die Mercedes-Benz Arena. Am Horizont in der Bildmitte konnte man sogar einen kleinen Teil der Schwäbischen Alb sehen. Im Bild sind die Konturen jedoch kaum zu sehen.
Blick von der Aussichtsplattform des Daimlerturms in Richtung Süden: Der Schornstein im Mittelgrund links der Bildmitte gehört zum Kohlekraftwerk Gaisburg. Beherrschend ist die Uffkirche in Bad Cannstatt. Am rechten Bildrand sieht man den Gaskessel bei S-Gaisburg.
Blick von der Aussichtsplattform des Daimlerturms in Richtung Südsüdwesten: Am Horizont erstreckt sich der Höhenzug von der Wangener Höhe (links) über den Frauenkopf zum Hohen Bopser mit dem Fernmeldeturm in der Bildmitte und dem Fernsehturm rechts. Der Turm rechts im Bild gehört zur Lutherkirche.
Der Blick von der Aussichtsplattform des Daimlerturms in Richtung Norden fällt auf die Bäume des Cannstatter Kurparks.

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