Dienstag, 29. Januar 2013

Zur Bauerloch-Höhle bei Neuffen auf der Schwäbischen Alb

Für diese Wanderung am Steilhang des Albtraufs bei Neuffen sind gute Wanderschuhe erforderlich. Man sollte auch in der Lage sein, einen Bach ohne besondere Querungshilfe zu überqueren. Hin und wieder könnte es sein, dass man über den einen oder anderen umgefallenen Baumstamm klettern muss. Die 142 Meter lange Bauerloch-Höhle ist zudem mit einem Eisentor verschlossen.

Lohnt sich unter diesen Umständen die Wanderung zur Bauerloch-Höhle überhaupt? Von meiner Seite kann da nur ein klares Ja kommen. Denn die Bauerloch-Höhle ist nur der Endpunkt der kleinen Wanderung. Der Hauptzweck der Wanderung ist ein anderer. Man lernt hier eine bereits recht wilde Kernzone des Biosphärengebiets Schwäbische Alb kennen. Die 12,2 Hektar große Kernzone Bauerlochberg rund um die Bauerloch-Höhle bei Neuffen gehört zu den 27 Kernzonen des Unesco-Biosphärengebiets Schwäbische Alb. 

Und man lernt auch noch etwas anderes kennen, sofern man seit längerer Zeit keine Kernzone des Biosphärengebiets mehr aufgesucht hat. Die Kernzonen sind jetzt beschildert. An den Außengrenzen der Kernzonen befinden sich Tafeln mit Informationen und einem Plan zur Kernzone mit den zugelassenen Wegen. Innerhalb der Kernzone sind diejenigen Wege, die nicht mehr betreten werden dürfen, nun ebenfalls gekennzeichnet.

Donnerstag, 24. Januar 2013

Blümchenweg im Glemswald beim Schloss Solitude

Die Forstbehörde hat in den ausgedehnten Wäldern auf dem Stuttgarter Stadtgebiet zahlreiche Informationstafeln "Hinweise für Wanderer" aufgestellt. Von einigen dieser Standorte führen beschilderte Rundwanderwege durch den Wald.

Einer dieser Rundwanderwege ist der mit dem Blümchensymbol markierte Rundweg beim Schloss Solitude. Dieser Weg ist 2,8 Kilometer lang und überwindet einen Höhenunterschied von 40 Metern abwärts und aufwärts. 

Im Wegverlauf kommt man auch am Schloss Solitude vorbei. Weitere wichtige Wegpunkte sind der Soldatenfriedhof beim Schloss Solitude, die Ludwigsburger Allee und die ehemaligen Solitudegärten.

Freitag, 18. Januar 2013

Durch die Goldbachanlage in Sindelfingen

Die Goldbachanlage ist eine von mehreren Parkanlagen der Stadt Sindelfingen. Der Goldbach fließt durch den langen und relativ schmalen Park. Man kann dem Goldbach auf Wegen durch die gesamte Parkanlage hindurch folgen.

Ansonsten ist die Goldbachanlage durch die vielen Kleingärten gekennzeichnet, die sich unmittelbar an die Parkanlagen anschließen. In der Goldbachanlage befinden sich auch ein kleiner See, eine Geflügel- und Vogelzuchtanlage mit Volieren und ein Spielplatz.

Der Goldbach kommt aus dem großen Glemswald zwischen Stuttgart und Böblingen/Sindelfingen. Hinter der Goldbachanlage verschwindet der Goldbach unter dem großen Werksgelände von Daimler in Sindelfingen. Dahinter heißt er plötzlich Schwippe und mündet schließlich in die Würm (----> Enz, Neckar, Rhein).   

Die Umgebung der Golbachanlage muss man als suburban bezeichnen. Ein Einkaufszentrum schließt sich an das andere an. Dazu gibt es große Wohnanlagen und ausgedehnte Schulgebäude. Das Ganze macht ein wenig einen amerikanischen Eindruck. Der Eindruck verstärkt sich noch, wenn man vom Bahnhof Sindelfingen zur Goldbachanlage geht.

Mittwoch, 9. Januar 2013

Durch die Kolonie Ostheim in Stuttgart-Ost

Die Kolonie Ostheim gilt als das bemerkenswerteste Beispiel einer Arbeitersiedlung in Stuttgart vor dem Ersten Weltkrieg.

Diese in einem Rechteck zwischen der Rotenbergstraße, der Alfredstraße, der Haußmannstraße und der Lichtensteinstraße gelegene Siedlung wurde im Zweiten Weltkrieg zum Glück nur wenig zerstört. Heute steht sie als Gesamtanlage unter Denkmalschutz.

Die Kolonie Ostheim wurde in den Jahren von 1891 bis 1903 errichtet. Zuvor war dieses Gebiet zwischen dem damaligen Stuttgart und den Orten Gaisburg und Berg unbebaut. Bauherr war Eduard Pfeiffer, ein wohlhabender Mensch, dem das Wohl der Arbeiter sehr am Herzen lag. Pfeiffer gründete den Verein für das "Wohl der arbeitenden Klassen". Seit dem Jahr 1933 heißt der Verein "Gemeinnütziger Bau- und Wohlfahrtsverein". Im Jahr 2005 wurde der zentrale Platz der Siedlung, der bisher Teckplatz hieß, in Eduard-Pfeiffer-Platz umbenannt.

Mittwoch, 2. Januar 2013

Zur Aussichtsplatte Schillereiche in Stuttgart-Süd

Der Aussichtspunkt bei der im Jahr 1865 gepflanzten Schillereiche in Stuttgart-Süd ist eine der ersten Anlagen, die der Verschönerungsverein Stuttgart errichtet hat. Die Schillereiche soll an den großen Dichter Friedrich Schiller erinnern, der im angrenzenden Bopserwald seinen Mitschülern aus seinem ersten Werk "Die Räuber" vorgelesen hat.

Durch den Bewuchs ist die Sicht vom Aussichtspunkt Schillereiche etwas eingeschränkt. Es empfiehlt sich, den Aussichtspunkt winters aufzusuchen, wenn die Bäume und Sträucher kahl sind. Als Ergänzung zum Aussichtspunkt Schillereiche empfiehlt es sich zudem, einem benachbarten, namenlosen Aussichtspunkt an der Wernhaldenstraße einen Besuch abzustatten.