Samstag, 19. Mai 2012

Von Ludwigsburg-Oßweil zum Neckarrenaturierungsprojekt Zugwiesen


In den Zugwiesen bei Ludwigsburg-Oßweil fand im vergangenen Jahr das größte Flussrenaturierungsprojekt der Region Stuttgart statt. 

Es wurde ein neuer, ca. 1,5 Kilometer langer Bachlauf angelegt, der den Neckar oberhalb der Staustufe Poppenweiler mit dem Neckar unterhalb der Staustufe verbindet. Zwischen dem Neckarkanal und dem neuen Bach wurden verschiedene Seen angelegt. Im Februar 2012 wurde das neue Feuchtgebiet geflutet. Landschaftsgärtnerische Restarbeiten dauern aktuell noch an.

Bereits im Post vom 04.06.2011 in diesem Blog haben wir die Zugwiesen besucht, mit einem Spaziergang von Remseck aus. Damals war der neue Beobachtungsturm bereits in Betrieb. Das Wiesengelände in den Zugwiesen zeigte sich jedoch noch im alten Zustand. Somit ist es jetzt an der Zeit, das Gebiet wieder aufzusuchen und den ungeheuren Kontrast zum Zustand von vor einem Jahr zu erleben. Den erneuten Besuch der Zugwiesen teilen wir in diesem Blog in drei hintereinander folgende Posts auf. Im heutigen Post spazieren wir von Ludwigsburg-Oßweil hinab zu den Zugwiesen und sehen uns das Gebiet bereits ein wenig an. Im folgenden Post ist dann die Seenplatte in den Zugwiesen mit der Aussicht vom Beobachtungsturm das Thema. Und im dritten Post geht es weiter neckaraufwärts zu der Stelle, wo der neue Bach vom Neckarkanal abzweigt. Von dort kann man dann zur Stadtbahnhaltestelle der U14 in Remseck weitergehen.


Wie kommt man hin?
Vom Bahnhof in Ludwigsburg fährt man mit der städtischen Buslinie 425 in den Stadtteil Oßweil bis zur Haltestelle Westfalenstraße. Man folgt der Westfalenstraße nach Norden und geht geradeaus im Verlauf der Neckarweihinger Straße weiter. Dann biegt man nach rechts ab in den Häusinger Weg. Nun folgt man dem Wanderzeichen Roter Punkt des Schwäbischen Albvereins. Bei allen Wegverzweigungen sollte man genau auf das Zeichen achten. Man kommt aus dem Ort hinaus, durch eine Felder-, Wiesen- und Gartenlandschaft und steigt ganz allmählich in einem bewaldeten Tal hinab zum Neckar. Man trifft an der Stelle auf den Neckar, wo der neuangelegte Bach des Renaturierungsprojekts Zugwiesen in den Neckar mündet. Die Entfernung von der Bushaltestelle Westfalenstraße bis zum Neckar ist ca. 2,9 Kilometer.

Im Gebiet unterwegs
Man kann nun dem gesamten Verlauf des neu angelegten Bachs bis zu seiner Abzweigung aus dem Neckar auf einem neuen Wegenetz folgen. Hierbei kommt man auch an der Seenplatte und am Aussichtsturm (das Thema des folgenden Posts in diesem Blog) vorbei. Der alte Geh- und Radweg entlang des Neckars ist nicht mehr begehbar. Man kann später auf demselben Weg nach Ludwigsburg-Oßweil zurückgehen oder entlang des Neckars weiter bis nach Remseck zur Stadtbahnhaltestelle der U14 wandern.        

Hier gibt es eine Übersicht über die Stadt Ludwigsburg. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit Ludwigsburg befassen, verlinkt.

Den Weg von Ludwigsburg-Oßweil hinab zu den Zugwiesen am Neckar begleitet zuverlässig der rote Punkt des Schwäbischen Albvereins. 
Mündungsbereich des neu geschaffenen Baches in den Neckar unterhalb der Staustufe Poppenweiler
Auf den letzten Metern fällt der neu geschaffene "Neckarbach" relativ stark ab. Dadurch wird im Mündungsbereich in den Neckarkanal eine Strömung erzeugt, die die Fische anlockt.
Blick vom Mündungsbereich des neuen Bachs neckaraufwärts zur Staustufe Poppenweiler
Noch ist das Ufer des neuen Bachs nicht richtig begrünt. Das wird sich aber schnell ändern. Im Hintergrund sieht man den Neckarprallhang bei Poppenweiler mit seinen Muschelkalkfelsen.
Blick vom neuen Bach in den Ludwigsburger Zugwiesen über den (im Bild nicht sichtbaren) Neckar hinweg auf Ludwigsburg-Poppenweiler. Rechts im Bild sieht man einen Teil des in den Zugwiesen neu entstandenen Wegenetzes.
    

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