Donnerstag, 7. April 2011

Jakobsweg von Wernau nach Kirchheim unter Teck - Ötlingen


Es gibt verschiedene Varianten, den Jakobsweg bzw. die Jakobswege zu begehen. Man kann es machen wie Hape Kerkeling und sich eine mehrmonatige Auszeit für den Jakobsweg nehmen. Oder man kann das andere Extrem wählen, sich in der heimatlichen Umgebung einen ganz kleinen Abschnitt eines Jakobswegs heraussuchen und diesen Abschnitt mit An- und Abreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln begehen. Wiederholt man dies immer mal wieder, kommt mit der Zeit auch ein schönes Stück Jakobsweg zusammen.

Durch die Region Stuttgart führen mehrere Jakobswege, so dass hier ideale Voraussetzungen bestehen, immer mal wieder ein Stück Jakobsweg zu gehen. Dies ist nun bereits der dritte Post in diesem Blog über den Jakobsweg. Heute geht es um den Abschnitt von Wernau bis nach Kirchheim unter Teck - Ötlingen. Dies ist ein Teilabschnitt des Jakobswegs von Rothenburg ob der Tauber nach Rottenburg am Neckar. Und dieser Teilabschnitt schließt an den Abschnitt im Post vom 16.12.2009 unmittelbar an.

Immer wieder sei es gesagt: die Jakobswege sind nur in einer Richtung markiert, in die Richtung Santiago de Compostela. Und die Beschilderung unterscheidet sich wesentlich von der Beschilderung anderer Wanderwege. Denn das Zeichen des Jakobswegs, die gelbe Jakobsmuschel auf blauem Grund, zeigt auch die Richtung des Wegs an. Da heißt es aufpassen. Die Richtung des Wegs geht stets dorthin, wohin das Strahlenbündel der stilisierten Jakobsmuschel zeigt.

Hier gibt es eine Übersicht über die Jakobswege in der Region Stuttgart. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog verlinkt, die sich mit einzelnen Abschnitten der Jakobswege befassen.
Das Zeichen des Jakobswegs beinhaltet stets auch die Wegrichtung: hier auf dem Bild geht es nach links.
Die hier beschriebene Etappe des Jakobswegs beginnt direkt beim Bahnhof Wernau (S1 in Richtung Kirchheim/Teck). Vom Bahnhof geht man ganz wenige Meter an der Mauer der Hochstraße Kirchheimer Straße entlang, bis ein Fußgängerdurchlass nach rechts unter der Straße durchführt. Dahinter folgt man der Neckarstraße, die nach wenigen Metern in die Lange Straße mündet. Hier steht man vor der Erasmuskirche von Wernau und dem Schloss der Freiherren von Palm.

Der historische Turm der Erasmuskirche in Wernau
Man folgt nun der Lange Straße nach rechts und biegt bald darauf halblinks in den Haldenweg ab. Der Haldenweg kreuzt die Lindenstraße. Hinter der Kreuzung folgt man noch wenige Meter dem Haldenweg und verlässt ihn dann auf der linken Seite. Dort führt ein Fußweg am Hang aufwärts bis zur Brunnenstraße.

Feldkreuz an der Brunnenstraße am Ortsrand von Wernau mit Blick auf das Neckartal, im Hintergrund hinter dem Baum ist ein Teil von Plochingen zu sehen.
Man folgt nun der Brunnenstraße nach rechts. Sie führt aus dem Ort hinaus und auf die Hochfläche. Bald kommt man zu den Aussiedlerhöfen Berghof.

Feldkreuz bei den Aussiedlerhöfen Berghof
Man folgt stets dem Hauptweg mehr oder weniger geradeaus. Der Weg heißt inzwischen Bodelshofer Weg, ein Hinweis darauf, dass es direkt zum Wendlinger Ortsteil Bodelshofen geht.   

Zwischen dem Neckartal und dem Tal der Lenninger Lauter kommt man durch eine mit Strommasten verstellte Landschaft, im Hintergrund erhebt sich die Schwäbische Alb, rechts hinten erkennt man die Burgruine Hohenneuffen. 
Die Sicht von der Hochfläche nach Süden auf die Schwäbische Alb ist wunderbar, leider schieben sich teilweise Hochspannungsmasten ins Blickfeld. Bald fällt der Weg in Richtung des Tals der Lenninger Lauter. Links des Wegs befindet sich ein Golfplatz.

Misthaufen, Hahn und Henne bei einem Aussiedlerhof
Bald erreicht der Weg den Wendlinger Ortsteil Bodelshofen. Dort befindet sich eine Jakobskirche mit angeschlossenem kleinem Friedhof.

Jakobskirche in Wendlingen-Bodelshofen
Schnell ist man durch den kleinen Ort Bodelshofen hindurchgegangen. Am Ortsende leitet die Ötlinger Straße vor zur Ulmer Straße (Hauptstraße) und der unmittelbar dahinter verlaufenden S-Bahnlinie nach Kirchheim unter Teck. An der Einmündung Ulmer Straße / Ötlinger Straße geht es nach links und ca. 320 Meter auf einem Fußweg entlang der Ulmer Straße. Dann wendet man sich nach rechts, überquert die Ulmer Straße und unterquert die dahinterliegende Bahnstrecke.

Hinter der Bahnstrecke wendet sich der Jakobsweg nach rechts. Um zum S-Bahnhaltepunkt Ötlingen zu kommen, muss man hier den Jakobsweg verlassen und nach links abbiegen. Es geht nun parallel zur Bahnstrecke ca. 580 Meter lang, dann ist der Haltepunkt Ötlingen erreicht. Nun muss man nur noch durch die Unterführung auf die andere Seite der Bahnstrecke, dann kann man in die halbstündlich verkehrende S1 einsteigen.

Die Gesamtlänge der kleinen Wanderung auf dem Jakobsweg von Wernau nach Ötlingen beträgt 4,8 Kilometer. 

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