Montag, 22. März 2010

Hinauf zum Schloss Solitude über die Solitudeallee


Das Schloss Solitude zählt zu den bekanntesten Ausflugszielen Stuttgarts. Im Stil des Spätbarock unter Herzog Carl Eugen von Württemberg 1764-67 erbaut, befindet es sich an einer Hangkante des Keuperberglands mit weitem Blick nach Norden. Zum Schloss Solitude gehört auch die Solitudeallee hinzu, die das Schloss Solitude auf einer Länge von 13 Kilometern schnurgerade mit Ludwigsburg verbindet. Denn zum Zeitpunkt des Baus von Schloss Solitude war nicht Stuttgart, sondern das nördlich davon gelegene Ludwigsburg Sitz der Herzöge von Württemberg. 

Beim hier vorgestellten Spaziergang folgt man den letzten zwei Kilometern der ehemaligen Solitudeallee hinauf zum Schloss Solitude. Der Ausgangspunkt ist die  Stadtbahnhaltestelle Bergheimer Hof in Stuttgart-Weilimdorf (Stadtbahnlinie U6). Vom Endpunkt Schloss Solitude kann man denselben Weg zurückgehen oder direkt vom Schloss aus mit der Buslinie 92 (fährt jede Stunde) in die Stuttgarter Innenstadt oder nach Leonberg zurückfahren.
Hier gibt es eine Übersicht über den Stadtbezirk Stuttgart-West. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dem Stadtbezirk Stuttgart-West befassen, verlinkt.

Blickt man vom Schloss Solitude in Richtung Nordnordosten, kann man die Solitudeallee auf einer langen Strecke verfolgen. Ludwigsburg befindet sich im Hintergrund bei den Hochhäusern. Die Solitudeallee ist heute noch fast durchgehend erhalten, wenngleich sie an der einen oder anderen Stelle von modernen Verkehrswegen zerschnitten wird. Man kann der Solitudeallee auch heute noch über weite Teilstrecken folgen. Teilweise befinden sich heute jedoch Hauptverkehrsstraßen auf der Achse der Solitudeallee, so dass das zu Fuß gehen nicht überall besonders reizvoll ist.


Von der Stadtbahnhaltestelle Bergheimer Hof folgt man der leicht berganführenden Solitudestraße immer geradeaus. Die Straße ist relativ stark befahren. Das sollte man durchhalten, denn der Weg wird bald besser.

Nach ca. 600 Metern kommt man bereits in den Wald und der Weg entfernt sich etwas von der Straße. Ab hier kann man bereits den Charakter der ehemaligen Solitudeallee erahnen. Im Hintergrund oben sieht man das Schloss Solitude.

Man kommt bei dieser Informationstafel vorbei. Sie informiert ausführlich über die Solitudeallee und ihren Bau. Dies ist eine hervorragende Information, davon sollte es auch in Stuttgarts Wäldern mehr geben.
Man kommt bald zu einem Parkplatz. Hier entfernt sich die Straße von der Achse der Solitudeallee, der Verkehrslärm tritt zurück. Mit dem Auto könnte man auch an diesem Parkplatz parken und nur den allerletzten autofreien Anstieg zum Schloss Solitude unternehmen.

Zum Schluss hin wird der Anstieg immer steiler. Als Herzog Carl Eugen einmal im Sommer plötzlich Lust zum Schlittenfahren verspürte, ließ er den Hang mit Salz eindecken und fuhr darauf zu Tal.

Der Blick auf die Gäuebenen nördlich von Stuttgart wird immer besser.

Dann steht man vor dem Schloss Solitude. Hier ist viel los, denn man kann mit dem Auto auch fast bis zum Schloss fahren. Eine Besichtigung der barocken Räume des Schlosses ist lohnend. 

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