Montag, 14. Mai 2018

Stauferstele in Besigheim

Die Stauferstele in Besigheim befindet sich an der höchsten Stelle der Altstadt beim Schochenturm.

Stauferstelen sind Gedenksteine, die vom Komitee der Stauferfreunde aufgestellt werden. Mit Stand Mai 2018 gibt es in der Region Stuttgart bereits elf Stauferstelen.

Stauferstelen werden an den wichtigsten Stauferstätten Europas aufgestellt. Die erste Stauferstele wurde im Jahr 2000 aufgestellt. Die Stauferstele in Besigheim wurde am 7. Mai 2012 eingeweiht. Es ist die insgesamt 13. Stauferstele.

Die Stauferstelen besitzen einen achteckigen Grundriss. Auf vier der acht Seitenflächen der Stele befinden sich Inschriften. Über den vier Inschriften ist jeweils ein Wappen eingemeißelt. Thema der Inschriften ist der Bezug des jeweiligen Ortes zu den Staufern. Den oberen Abschluss der Stele bildet ein die Reichskrone symbolisierendes goldenes Band. 

Dies sind die vier Wappen auf der Stauferstele in Besigheim: Wappen des Reichs, Wappen von Besigheim, Wappen von Baden, Wappen des Herzogtums Schwaben.


Die Bezüge von Besigheim zu den Staufern sind gemäß der Stauferstele wie folgt:
  • Friedrich I. Barbarossa schenkt am 12. Juli 1153 dem Markgrafen Hermann III. von Baden aus dem Hause Zähringen den Herrenhof Besigheim.
  • Gründung und Ausbau der Stadt durch Markgraf Hermann V. von Baden unter Friedrich I. Barabarossa.
  • Markgraf V. von Baden war familiaris enger Vertrauter von Kaiser Friedrichs II. Sohn König Heinrich VII.
  • Friedrich Sohn von Hermann VI. Markgraf von Baden und Herzog von Österreich hingerichtet gemeinsam mit dem letzten Staufer Konradin König von Jerusalem und Sizilien Herzog von Schwaben auf dem Marktplatz von Neapel.
An der Besigheimer Stauferstele wird immer wieder Kritik geübt, weil Besigheim mit den Staufern nur sehr wenig zu tun hat und weil auf der Stele nicht auf das Gesamtwerk mit den anderen Stauferstelen hingewiesen wird. 

Wie kommt man hin?
Vom Bahnhof Besigheim kann man einen Spaziergang hinauf zur Stauferstele machen. Hierbei durchquert man einen Teil der Altstadt.

Auf dem Bahnhofsvorplatz folgt man der rechtwinklig vom Bahngelände wegführenden Steinbachstraße. Sie führt zur Enz. Man hält sich rechts und überquert die Enz im Verlauf der alten Enzbrücke. Auf der anderen Seite der Brücke erreicht man die Altstadt von Besigheim.

Die Hauptstraße macht einen Bogen nach links. Nach wenigen Metern geht rechts von der Hauptstraße eine Treppe weg, die hinaufführt zum Marktplatz. Vom Marktplatzbrunnen folgt man der Kirchstraße weiter aufwärts. Am Ende der Kirchstraße erreicht man die Stauferstele.

Die Entfernung vom Bahnhof bis zur Stauferstele ist ca. 800 Meter.
Die Besigheimer Stauferstele mit der evangelischen Stadtkirche im Hintergrund
Die Besigheimer Stauferstele mit dem Schochenturm (Oberer Turm) dahinter
Blick auf das Steinhaus (Wohnhaus der Oberen Burg) in Besigheim: Davor steht die Stauferstele.

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