Donnerstag, 26. Oktober 2017

Stauferstele bei der Burgruine Hohenneuffen

Die Stauferstele bei der Burgruine Neuffen am Albtrauf der Esslinger Alb befindet sich direkt am Hauptzugang zur Festungsruine und unmittelbar vor dem Tunnel unter der Friedrich-Bastion.

Stauferstelen sind Gedenksteine, die vom Komitee der Stauferfreunde aufgestellt werden. Mit Stand Oktober 2017 gibt es in der Region Stuttgart bereits elf Stauferstelen.

Stauferstelen werden an den wichtigsten Stauferstätten Europas aufgestellt. Die erste Stauferstele wurde im Jahr 2000 aufgestellt. Die Stauferstele bei der Burgruine Hohenneuffen wurde am 3. Mai 2014 eingeweiht. Sie ist insgesamt die 25. Stauferstele.

Die Stauferstelen besitzen einen achteckigen Grundriss. Auf vier der acht Seitenflächen der Stele befinden sich Inschriften. Über den vier Inschriften ist jeweils ein Wappen eingemeißelt. Thema der Inschriften ist der Bezug des jeweiligen Ortes zu den Staufern. Den oberen Abschluss der Stele bildet ein die Reichskrone symbolisierendes goldenes Band.

Dies sind die vier Wappen auf der Stauferstele bei der Burgruine Hohenneuffen: Wappen von Neuffen, Wappen der Grafen von Gammertingen, Wappen des Herzogtums Schwaben und Wappen des Reichs.


Die Bezüge der Burg Hohenneuffen zu den Staufern sind gemäß der Stauferstele wie folgt:
  • Berthold von Neuffen und Weissenhorn, Gemahl der Gräfin Adelheid von Gammertingen, Erbin der Achalm, war ein Getreuer der Könige Philipp von Schwaben und Friedrich II..
  • Die Söhne Heinrich und Berthold von Neuffen wurden enge Vertraute Friedrichs II. Berthold war sein Protonotar und von 1217 bis 1224 Bischof von Brixen.
  • Heinrich von Neuffen, "einer der edelsten und und mächtigsten in Schwaben", zog 1212 mit Anselm von Justingen nach Italien, um Friedrich II., den zum König gewählten Sohn Kaiser Heinrichs VI. nach Deutschland zu holen. Dieser betraute ihn mit der Erziehung seines Sohnes Heinrich (VII.) und der Verwaltung des Herzogtums Schwaben.
  • Heinrich von Neuffen und seine Söhne Heinrich und Gottfried  "der Minnesänger" traten auf die Seite von Kaiser Friedrichs II. aufständischem Sohn König Heinrich (VII.) und mussten nach dessen Unterwerfung 1235 die Burg Achalm an den Kaiser abtreten.
Wie kommt man hin?
Die Festungsruine Hohenneuffen ist eines der wichtigsten Ausflugsziele der Esslinger Alb. An schönen Tagen und an den Wochenenden herrscht ein großer Besucherandrang. Fast alle Besucher parken ihr Fahrzeug auf dem Großparkplatz auf der Albhochfläche westlich von Erkenbrechtsweiler. Von dort ist man bis zur Stauferstele ca. 750 bis 800 Meter unterwegs.

Man kann den Hohenneuffen selbstverständlich aus den unterschiedlichsten Richtungen erwandern. Will man mit dem Zug anreisen, empfiehlt es sich, bis zum Endbahnhof Neuffen der Tälesbahn (Nürtingen-Neuffen) zu fahren. Von dort folgt man den Wanderwegen des Schwäbischen Albvereins und steigt hinauf zu der auf einem Ausliegerberg gelegenen Burgruine. Hierbei ist allerdings ein beachtlicher Höhenunterschied von ca. 350 Höhenmetern zu bewältigen.

Man wird wohl kaum alleine wegen der Stauferstele zur Burgruine Hohenneuffen gehen. Die Stauferstele ist nur ein ganz kleiner Teil des Erlebnisses Hohenneuffen, der größten und besterhaltenen Burgruine der Schwäbischen Alb mit großer und langer Geschichte. Im Burghof gibt es mehrere Restaurationsbetriebe, die allerdings außerhalb der Saison nicht an allen Tagen geöffnet sind. Der Eintritt in die dem Land Baden-Württemberg gehörende Burgruine ist frei.
Stauferstele vor der Friedrich-Bastion der Festungsruine Hohenneuffen: Der Zufahrtsweg zur Burg- bzw. Festungsruine führt in einem Tunnel durch die Friedrich-Bastion hindurch.
Stauferstele bei der Burgruine Hohenneuffen mit dem Wappen von Neuffen im Bild

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