Dienstag, 30. August 2016

Durch die Untertürkheimer Weinberge zum Naturdenkmal und Aussichtspunkt Dautenfels

Das Naturdenkmal Dautenfels in den Weinbergen rechts des Neckars zwischen Obertürkheim und Untertürkheim wurde bei der Einebnung und maschinellen Nutzbarmachung des Geländes im Rahmen der Rebflurbereinigung ausgespart. Es präsentiert sich heute wie eine Insel im gleichförmigen Meer der Weinberge.

Das Naturdenkmal heißt mit vollem Namen "Erdgeschichtlicher Aufschluss im Stubensandstein Dautenfels". Es wurde im Jahr 2003 von der Landeshauptstadt Stuttgart ausgewiesen und umfasst eine Fläche von 0,1 Hektar. Das am Hang gelegene Schutzgebiet zeigt eine schöne Felswand aus Stubensandstein. Im Gebiet gibt es Hecken und Bäume - ganz im Gegensatz zur baumfreien Umgebung. Auf zwei Ebenen oberhalb und unterhalb der Stubensandsteinwand gibt es Sitzbänke. Vom Naturdenkmal aus hat man einen schönen Blick auf die Stuttgarter Oberen Neckarvororte im Neckartal und die umgebenden Höhen.

Donnerstag, 25. August 2016

Der Sternen-Brunnen auf der Uhlandshöhe in Stuttgart-Ost

Die Uhlandshöhe ist eine Erhebung zwischen dem Stuttgarter Talkessel und der Taleinbuchtung von Stuttgart-Ost. Fast am höchsten Punkt der Uhlandshöhe befindet sich ein Brunnen, der Sternen-Brunnen. Das ist ein ungewöhnlicher Platz für einen Brunnen. Es ist deshalb anzunehmen, dass das Wasser für diesen Brunnen nicht vor Ort gewonnen wird, sondern aus einer Wasserleitung kommt. Das Wasser des Brunnens fließt nicht ständig, sondern nur für kurze Zeit nach dem Berühren einer Fläche.

Im Jahr 1893 wurde auf der Uhlandshöhe ein städtischer Trinkwasserbehälter gebaut. 1911 entstand die Sternwarte auf der Uhlandshöhe. Der Sternen-Brunnen wurde im Jahr 1920 erbaut und erhält sein Wasser von der Trinkwasserleitung. 2012/2013 wurde der Brunnen mit Unterstützung der Stiftung Stuttgarter Brünnele durch das Tiefbauamt der Landeshauptstadt Stuttgart grundlegend saniert. Am 08.06.2013 wurde der Brunnen neu eingeweiht.    

Samstag, 20. August 2016

Von Stuttgart-Rotenberg durch die Weinberge zur Kapf-Aussichtsanlage Uhlbach

Die Kapf-Aussichtsanlage befindet sich am oberen Rand der Weinberge von Stuttgart-Uhlbach. Die Anlage wurde im Rahmen der 1966-1970 vorgenommenen ersten Rebflurbereinigung in Stuttgart-Uhlbach gebaut. Heute ist die Anlage etwas in die Jahre gekommen. Ein Auffrischung wäre sinnvoll.

Die in den Sechziger und Siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts vorgenommene Rebflurbereinigung hat das Aussehen eines Großteils der Stuttgarter Weinberge vollständig verändert. Die Kleinteiligkeit mit den Trockenmauern, den Treppen und der teilweisen Steilheit der Weinberge wurde zugunsten großer, nicht mehr so steiler und durch Fahrwege bestens erschlossener Parzellen aufgegeben. Für die Spaziergänger und Besucher wurden die Weinberge im Zuge der Rebflurbereinigung durch die zahlreichen asphaltierten Wirtschaftswege und durch einige Besuchereinrichtungen besser zugänglich als zuvor.

Der Kapf ist ein Geländevorsprung des Götzenbergs. Er befindet sich nordöstlich über Uhlbach, das in einem Seitental des Neckartals liegt und zum Stadtbezirk Obertürkheim gehört. Die Aussichtsanlage hat eine Höhe von 422 m ü NN. Von der Aussichtsanlage hat man einen schönen Blick in Richtung Südwesten über den Talkessel von Uhlbach hinweg auf das Neckartal, die Wangener Höhe und einen Teil des Stuttgarter Talkessels. Bei der  Aussichtsanlage gibt es Sitzbänke. Eine rückwärtig befindliche Pergola war im Sommer 2016 wegen Baufälligkeit abgeschrankt.

Die Kapf-Aussichtsanlage ist im Eigentum des Verschönerungsvereins Stuttgart e.V.. Der Verein gestaltete die Aussichtsanlage nach Vorschlägen des damaligen Gartenbauamts und brachte 25.000 DM in die Umgestaltung ein.    

Montag, 15. August 2016

Der Stadtbezirk Stuttgart-Ost

Der Stadtbezirk Stuttgart-Ost erstreckt sich über das Gebiet zwischen dem Ostrand des Stuttgarter Talkessels und dem Neckar. Zum Stadtbezirk Stuttgart-Ost gehören auch die Waldflächen um den Frauenkopf sowie bei der sogenannten Waldebene westlich der Wangener Höhe.

Im heutigen Post in diesem Blog soll der Stadtbezirk Stuttgart-Ost kurz vorgestellt werden. Alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dem Stadtbezirk befassen, werden vom heutigen Artikel aus verlinkt. Der heutige Artikel wird auch von der rechten Spalte des Blogs direkt verlinkt.

Steckbrief
Name: Ost
Einwohner: ca. 45.800
Fläche: 903,5 Hektar  

Stadtteile
Der Stadtbezirk Stuttgart-Ost besteht aus den acht Stadtteilen: Berg, Frauenkopf, Gablenberg, Gaisburg, Gänsheide, Ostheim, Stöckach, Uhlandshöhe.

Angrenzende Stadtbezirke
Acht Stadtbezirke Stuttgarts grenzen an den Stadtbezirk Stuttgart-Ost:
Bad Cannstatt (im Nordosten)
Untertürkheim (im Osten)
Wangen (im Südosten)
Hedelfingen (im Südosten)
Sillenbuch (im Süden)
Süd (im Südwesten)
Mitte (im Westen)
Nord (im Nordwesten)     

Haltestellen der Stadtbahn
Bergfriedhof, Brendle (Großmarkt), Bubenbad, Gaisburg, Geroksruhe, Heidehofstraße, Karl-Olga-Krankenhaus, Metzstraße, Mineralbäder, Ostendplatz, Ostheim Leo Vetter Bad, Payerstraße, Raitelsberg, Schlachthof, Stafflenbergstraße, Stelle, Stöckach, Wangener-/Landhausstraße

Bisherige Artikel in diesem Blog zum Stadtbezirk Stuttgart-Ost:

Mittwoch, 10. August 2016

Auf dem Staibhöhenweg und dem Schillerlindenweg zum Aussichtspunkt Schillerlinde auf der Wangener Höhe

Die Wangener Höhe ist ein Ausläufer der Fildern. Sie erstreckt sich zwischen dem Neckartal bei Stuttgart-Wangen und dem Dürrbachtal bei Stuttgart-Hedelfingen. Die Wangener Höhe ist ein einziges großes Gartengelände, das größte Gartengelände Stuttgarts. An den Hängen sind auch einige Weinberge zu finden.

Das Wegenetz auf der Wangener Höhe ist sehr dicht. In den Jahren 2010 bis 2012 wurden Anstrengungen unternommen, die zum Teil zugewachsenen Wege auf der Wangener Höhe freizumachen und somit für die Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen.

Im heutigen Post in diesem Blog steigen wir von Stuttgart-Wangen im Verlauf des Staibhöhenwegs und des Schillerlindenwegs am Nordosthang der Wangener Höhe hinauf zum Aussichtspunkt Schillerlinde. Der Spaziergang verläuft zum größeren Teil auf asphaltierten Wegen. Im oberen Teil geht es über einen historischen Pflasterweg.

Freitag, 5. August 2016

Auf der autofreien Buowaldstraße durch den Silberwald nach Alt-Sillenbuch


Seit dem 7. Juni 2016 ist die Buowaldstraße zwischen der Jahnstraße bei der "Stelle" in Stuttgart-Ost und Stuttgart-Sillenbuch für den allgemeinen Kraftfahrzeugverkehr gesperrt. Damit kann man jetzt problemlos dieses Straßenstück als Fußgänger nutzen, um durch den Silberwald nach Alt-Sillenbuch zu spazieren.

Die Buowaldstraße ist ein asphaltierter Forstweg, der früher für den öffentlichen Verkehr zugelassen war. Begegnungsverkehr war jedoch wegen der kleinen Breite der Straße nicht möglich. Deshalb war der Kfz-Verkehr seit 1980/81 tageszeitabhängig nur während der Berufsverkehrszeiten und jeweils nur in einer Richtung zugelassen (6-9 Uhr in Richtung Jahnstraße, 16-19 Uhr in Richtung Alt-Sillenbuch). 

Im November 2012 gab es einen Grundsatzbeschluss des Gemeinderats zur Schließung der Buowaldstraße. Gründe waren der Amphibienschutz, die Beruhigung des Waldgebiets und verkehrsstrukturelle Erwägungen. Am 22. August 2013 veröffentlichte die Stadt Stuttgart die Teileinziehung der Buowaldstraße. Die Straße wurde daraufhin gesperrt. Im Juni 2014 wurde eine Klage gegen die Sperrung vor Gericht eingereicht. Die Sperrung der Straße wurde daraufhin zunächst wieder aufgehoben. Das Stuttgarter Verwaltungsgericht hat in einem Urteil vom 19. April 2016 der Klage nicht stattgegeben und die Teileinziehung der Buowaldstraße bestätigt. Nach dem Ablauf der Berufungsfrist hat die Stadt die Buowaldstraße nun am 7. Juni 2016 endgültig gesperrt. Hierzu wurden die bereits vorhandenen Schranken an beiden Enden der Straße dauerhaft geschlossen.