Dienstag, 3. November 2015

Erlebnispfad Geislinger Steige, Teil 2 - der Abstieg zum Knoll-Denkmal

Dies ist der zweite von drei hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog zum neuen Erlebnispfad Geislinger Steige. Im vorangegangenen Post gab es einige allgemeine Informationen zu diesem Lehrpfad. Zudem sind wir bereits losgewandert und bis zum Ödenturm am Albtrauf über Geislingen/Steige gekommen.

Thema des heutigen Posts ist der Abstieg zum Knoll-Denkmal. Dies ist ein Abstecher vom Erlebnispfad, dessen Wegbeschaffenheit grundlegend anders ist als beim übrigen Wegverlauf. Während der Erlebnispfad Geislinger Steige zum größten Teil auf Forstwegen und asphaltierten Wegen verläuft, besteht der Abstecher hinab zum Knoll-Denkmal aus einem Pfad, der zudem sehr steil, rutschig und auch noch abschüssig ist. Auf der Internetseite zum Erlebnispfad wird berichtet, dass es bereits Beschwerden von Wanderern über diesen Pfad gab. Der Pfad wird Stück für Stück verbessert. An einer Stelle hat man sogar zur Sicherung ein Seil gespannt. Rutschfeste Schuhe und Trittsicherheit sind ein absolutes Muss, wenn man sich an den Abstieg zum Knoll-Denkmal machen will.


Oberbaurat Michael Knoll (1805 - 1852) plante und beaufsichtigte den Bau der Geislinger Steige. Sein Denkmal stand zunächst vor dem Bahnhof von Geislingen/Steige. Beim Bau der Eisenbahn Geislingen-Wiesensteig musste es im Jahr 1903 weichen und wurde 1904 ungefähr in der Mitte der Geislinger Steige aufgestellt, an einer Stelle, wo bereits beim Bau der Geislinger Steige ein Brunnen angelegt worden war.

Vom Ödenturm oberhalb von Geislingen/Steige folgt man der Markierung des Erlebnispfads in Richtung Süden (Amstetten) immer am Albtrauf entlang. Nach einiger Zeit kommt man zu einer großen Tafel, die über Michael Knoll informiert. Dort zweigt der Pfad hinab zur Geislinger Steige ab. Unten am Knoll-Denkmal und am ehemaligen Brunnen befindet man sich direkt an der Geislinger Steige. Die Anlage um Denkmal und Brunnen wurde gegen den Bahnkörper hin mit einem stabilen Zaun versehen, damit nicht versehentlich Besucher auf den Bahnkörper geraten. Der Bahnverkehr im Verlauf der Geislinger Steige ist verhältnismäßig stark. Man hat somit große Chancen, dass nur wenige Minuten verstreichen, bis ein Zug in unmittelbarer Nähe vorbeifährt.

Im folgenden Post in diesem Blog geht es weiter im Verlauf des Erlebnispfads Geislinger Steige und zurück durch das Rohrachtal nach Geislingen. 

Ein steiler, abschüssiger Erdpfad führt vom Albtrauf über dem Rohrachtal hinunter zum Knoll-Denkmal direkt an der Geislinger Steige. An einer Stelle des Pfads hat man zur Sicherung sogar ein Seil gespannt. Sehr gute, rutschfeste Schuhe und Trittsicherheit sind die Voraussetzung für das Begehen dieses Wegabschnitts.   
Blick vom Pfad zum Knoll-Denkmal in das Rohrachtal mit dem Naturschutzgebiet Rohrachtal
Blick vom Pfad zum Knoll-Denkmal auf die Bahnstrecke Geislinger Steige sowie auf den Albaufstieg der Bundesstraße 10.
Das Knoll-Denkmal an der Bahnstrecke Geislinger Steige: Das Denkmal stand früher beim Geislinger Bahnhof. Dort musste es wegen des Baus der Bahnstrecke Geislingen-Wiesensteig weichen. Im Jahr 1904 wurde es ca. in der Mitte der Geislinger Steige aufgestellt.  
Die Tafel beim Knoll-Denkmal hat die Inschrift: "Dem Erbauer des Eisenbahn-Alb-Überganges Michael Knoll Oberbaurat aus Geislingen 1850".
Beim Knoll-Denkmal befindet sich ein Brunnen in einer parkähnlichen Anlage, der allerdings heute nicht mehr in Betrieb ist. Der Brunnen speiste sich aus Quellen, die direkt hier am Hang entspringen. Während der Bauzeit der Geislinger Steige konnten die Arbeiter hier das für den Bau benötigte Wasser entnehmen. 
Blick über den Brunnen zum Knoll-Denkmal: Aufmerksame Bahnreisende haben diesen Anblick auch während der Zugfahrt auf der Geislinger Steige. 
Ein von zwei Dieselloks gezogener Intercity fährt die Geislinger Steige hinab. Der Zug kommt aus dem Allgäu. Erst in Stuttgart erhält der Zug eine E-Lok. Der Bereich um das Knoll-Denkmal wurde mit einem stabilen Zaun versehen, damit nicht versehentlich ein Wanderer auf den Bahnkörper gerät.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen