Sonntag, 28. April 2013

Fachwerkpfad in Herrenberg, Teil 1

Die Stadt Herrenberg ist eine Fachwerkstadt an der Deutschen Fachwerkstraße. In Herrenbergs Altstadt gibt es einen Fachwerkpfad.

Die 31.000 Einwohner-Stadt Herrenberg gehört zu den schönsten Fachwerkstädten der Region Stuttgart. Die Altstadt von Herrenberg liegt am Schnittpunt der so unterschiedlichen Landschaften des Schönbuchs und des Gäus.

Die Altstadt steigt zur in erhöhter Lage am Schönbuchrand sich befindenden Stiftskirche an, die man auch als die Glucke des Gäus bezeichnet. Von der Ferne gesehen sieht es tatsächlich so aus, als ob die Stiftskirche die vielen Häuser der Altstadt von Herrenberg bewacht.

In der Altstadt von Herrenberg gibt es einen interessanten Fachwerkpfad. An 23 ausgewählten Fachwerkhäusern wurden Informationstafeln angebracht. Dort kann man viel zum Thema Fachwerk lernen. Wegen der zahlreichen Fachwerkgebäude und der interessanten Informationstafeln verteilen wir die Begehung des Herrenberger Fachwerkpfads auf drei Posts in diesem Blog. 


Wie kommt man hin?
Vom Bahnhof Herrenberg (S-Bahnlinie S1, Regionalzüge Stuttgart-Horb) folgt man der Bahnhofstraße in Richtung Altstadt und biegt an deren Ende nach links in die Horber Straße ein. Am Ende der Horber Straße unterquert man die stark befahrene Straßenkreuzung am Rand der Altstadt mit Hilfe der Fußgängerunterführung. Dahinter behält man die Richtung bei und geht im Verlauf der Bronngasse in die Altstadt hinein. Vor dem Marktplatz biegt man nach rechts in die Tübinger Straße ab und folgt ihr bis zum Haus Nr. 30. Dort beginnt der Fachwerkpfad. Die Entfernung vom Bahnhof bis zum Beginn des Fachwerkpfads ist ca. 750 Meter.

Auf dem Fachwerkpfad unterwegs
Das erste Gebäude mit Erläuterungstafel ist Tübinger Straße 30. Von dort macht man einen kleinen Abstecher in die Schuhgasse zum Gebäude Schuhgasse 24. Zurück in der Tübinger Straße besucht man das Gebäude Tübinger Straße 28. Die Tübinger Straße entlanggehend kommt man zu den Gebäuden Tübinger Straße 20 und 16. Im folgenden Post in diesem Blog geht es dann weiter im Verlauf des Fachwerkpfads Herrenberg.    
  
Herrenberg ist eine Fachwerkstadt an der Deutschen Fachwerkstraße. Hier gibt es eine Übersicht über die Deutsche Fachwerkstraße. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Fachwerkstädten befassen, verlinkt.

Der Plan zeigt die Altstadt von Herrenberg. Grün umrandet sind die Fachwerkhäuser mit Informationstafel im Verlauf des Fachwerkpfads. Der Pfad ist mit der gepunkteten Linie eingetragen.
An 23 Fachwerkhäusern in der Innenstadt von Herrenberg befinden sich diese Informationstafeln. Auf den Schemazeichnungen ist jeweils mit schwarzer Farbe das Fachwerkthema hervorgehoben, um das es gerade geht.
Gebäude Tübinger Straße 30: in einigen Holzbalken des Fachwerks sieht man Ornamentvertiefungen, die mit dem Mörtel der Ausfachung bündig ausgefüllt sind. Das nennt man Putzintarsien. 
Gebäude  Tübinger Straße 28: Die genaste Raute ist ein besonderes Schmuckelement der Fachwerks.
Gebäude Schuhgasse 24: K-Streben charakterisieren das Fachwerk ab der Mitte des 18. Jahrhunderts.
Gebäude Tübinger Straße 20: die Balken, die jedes Stockwerk etwas weiter vorkragen lassen, sind geschmückt. Dies nennt man den Konsölchenfries. Bau um 1650.
Gebäude Tübinger Straße 16: Fachwerkstil mit 2/3-hohen Streben. Der Renaissance-Baumeister Heinrich Schickardt hat diesen Stil entwickelt. Das Haus wurde um 1650 erbaut.
      

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