Donnerstag, 9. August 2012

Ludwigsburg`s Favoritepark seit 75 Jahren Naturschutzgebiet

In einer Pressemitteilung vom 13.07.2012 hat das Regierungspräsidium Stuttgart darauf hingewiesen, dass das Naturschutzgebiet Favoritepark in Ludwigsburg im Jahr 2012 75 Jahre alt wird.

Der Favoritepark war schon einmal das Thema in diesem Blog, im Post vom 30.07.2010. Damals war ein Spaziergang vom S-Bahnhaltepunkt Favoritepark zum nordöstlichen Parkeingang und dann in Richtung Süden durch den Park das Thema. Das 75jährige Bestehen des NSG Favoritepark nehmen wir jetzt zum Anlass, den Park erneut aufzusuchen. Diesmal geht es von Süden nach Norden durch den Park. 

Und das ist noch nicht alles. Wir sehen uns auch neue Dinge an, die im Post vom 30.07.10 noch nicht das Thema waren. Es gibt zwei Nebenwege, die in kurzem Abstand vom Hauptweg in Richtung Osten abzweigen. Diese beiden Weg sehen wir uns heute an. Und als zweites verlassen wir den Favoritepark für wenige Minuten über den dritten Ausgang im Osten des Parks, um das unmittelbar angrenzende Landschaftsschutzgebiet zu sehen. Bei einer Neufassung der Naturschutzgebietsverordnung im Jahr 1990 wurde dieses Landschaftsschutzgebiet als Pufferzone zum Naturschutzgebiet mit ausgewiesen. Ziel war es, dass der sich immer weiter ausbreitende Siedlungsbrei nicht eines Tages unmittelbar an den Favoritepark angrenzt.


Wie kommt man hin?
Vom Bahnhof in Ludwigsburg fahren einige Linien des städtischen Busverkehrs zur Haltestelle "Schloss Favorite" unmittelbar südlich des Parks und nördlich des Blühenden Barock. Man überquert nun die Marbacher Straße mit einer Fußgängerbrücke und kommt unmittelbar dahinter in den umzäunten Favoritepark (Eintritt frei).

Im Gebiet unterwegs
Auf dem asphaltierten Hauptweg kommt man zum Schloss Favorite. Dort macht der Hauptweg einen Knick nach links (Nordwesten). Nun gilt es, beide vom Hauptweg (er heißt jetzt Wilhelmsallee) in Richtung Osten abzweigenden Wege zu finden. Um diese Wege gut zu finden, sollte man sich am Parkeingang die Informationstafel genau ansehen.

Der erste der beiden Wege ist relativ schwer zu finden. Es ist nur ein schmaler Erdweg und es ist möglicherweise zunächst gar nicht klar, ob dieser Weg öffentlich ist. Sollte man Schwierigkeiten mit dem ersten abzweigenden Weg haben, ist dies nicht weiter schlimm. Dann geht man als erstes den zweiten abzweigenden Weg. Dieser Weg ist deutlich und breit. Sogar Wegweiser befinden sich bei dieser Abzweigung. Man erreicht über ihn den Ostausgang des Parks. Geht man hier aus dem Park hinaus, steht man vor dem im Jahr 1990 ausgewiesenen Landschaftsschutzgebiet.

Jetzt aber zurück zum ersten abzweigenden Weg. Diesen schmalen Erdweg sollte man unbedingt gehen. Er führt zum sogenannten Hirschbrunnen, einer angelegten Wasserstelle für das Wild. Hat man Glück, kann man hier sogar im angrenzenden Wäldchen einige Tiere sehen. Auch der Blick zum Schloss Favorite ist vom Hirschbrunnen aus interessant. Der Weiterweg ab dem Hirschbrunnen ist gesperrt. Es geht nun wieder zurück zum Hauptweg. Auf dem Hauptweg geht man in Richtung Nordwesten zum Nordwestausgang des Parks. Dort geht man nach links an der Bahnstrecke entlang bis zum S-Bahnhaltepunkt Favoritepark (S4). Die Weglänge von der Bushaltestelle Schloss Favorite bis zum S-Bahnhaltepunkt Favoritepark einschließlich der beiden Abstecher ist ca. 2,7 Kilometer.        
Hier gibt es eine Übersicht über die Naturschutzgebiete im Landkreis Ludwigsburg. Von dort werden alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Naturschutzgebieten im Landkreis Ludwigsburg beschäftigen, verlinkt.

Hier gibt es eine Übersicht über die Stadt Ludwigsburg. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit Ludwigsburg befassen, verlinkt.

An den Eingängen des Favoriteparks befinden sich Übersichtstafeln. Sie zeigen neben dem Hauptweg auch zwei zugelassene Wege, die in kurzem Abstand vom Hauptweg nach Osten abzweigen. Ansonsten dürfen nur noch die mit hellgrüner Farbe markierten Wiesen um das Schloss Favorite betreten werden. 
Der Favoritepark ist ein ehemaliger Hutewald, ein Wald, in dem Nutztiere und später Wildtiere gehalten wurden und noch werden. In diesen Wäldern haben junge Bäume nur dann eine Chance, wenn sie eingezäunt werden (Baum im Vordergrund).
Im Favoritepark finden sich prächtige alte Eichen.
Totholz wird im Favoritepark stehengelassen, solange es keine Gefahr für die Fußgänger und Radfahrer auf den zugelassenen Wegen darstellt.
Blick aus einer etwas ungewöhnlichen Perspektive auf das Schloss Favorite: aus Richtung Norden, vom sogenannten Hirschbrunnen aus.  
Der Hirschbrunnen: eine gestaute und hergerichtete Wasserstelle für das Wild
Muffelwild, eine von drei im Favoritepark gehaltenen Wildtierarten, beim Hirschbrunnen
Beim Osteingang des Favoriteparks: rechts im Bild beginnt das im Jahr 1990 ausgewiesene Landschaftsschutzgebiet. Ohne dieses Schutzgebiet wäre die Bebauung von Ludwigsburg schon längst bis an den Favoritepark herangewachsen.
     

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