Dienstag, 26. April 2011

Von Hohenhaslach im Stromberg rund um die Hohe Reut


Der Naturpark Stromberg-Heuchelberg befindet sich im Nordwesten der Region Stuttgart. Dies ist einer der drei Naturparks, an denen die Region Stuttgart Anteil hat. Der insgesamt 32.891 Hektar große Naturpark Stromberg-Heuchelberg umfasst Teile des Landkreises Ludwigsburg sowie Teile der außerhalb der Region Stuttgart gelegenen Landkreise Enzkreis, Heilbronn und Karlsruhe.

Das Gebiet des Strombergs und Heuchelbergs wird oft auch als die Toskana Baden-Württembergs bezeichnet. Die insgesamt fünf Höhenrücken des Gebiets sehen auf einem Satellitenbild aus wie eine gespreizte Hand mit ihren fünf Fingern. In den Tallagen finden sich Dörfer, Wiesen und Äcker. An den Südhängen der Höhenrücken wird Weinbau betrieben. Die Kuppen, Hochflächen und die Nordhänge werden vom Wald eingenommen. Bei einer Wanderung im Gebiet ist somit ein steter Wechsel der Landschaft garantiert. Geologisch gesehen ist der Stromberg-Heuchelberg eine Keuperinsel innerhalb des Südwestdeutschen Schichtstufenlands. Die Schichtstufe des Keupers, die eigentlich erst weiter südlich (z.B. im Stuttgarter Talkessel) anliegt, hat sich im Stromberg-Heuchelberg erhalten, weil hier die Gesteinsschichten gegenüber der Umgebung abgesunken sind. Der Fachbegriff hierfür ist Reliefumkehr.

Dies ist der erste Post in diesem Blog über den Naturpark Stromberg-Heuchelberg. Den Anfang macht eine kleine Weinberg- und Waldwanderung bei Sachsenheim Hohenhaslach. Der Ortsteil Hohenhaslach befindet sich nordnordwestlich von Sachsenheim am Südhang der dritten Strombergkette. Ist man mit dem Auto unterwegs, fährt man im Ort über die Straße An der Steige hinauf in das auf einem Bergvorsprung gelegene Zentrum von Hohenhaslach. Parkmöglichkeiten gibt es am oberen Ortsende bei der Kelter.

Montag, 18. April 2011

Durch die Fußgängerzone Bohnenviertel in Stuttgart-Mitte


Das Stuttgarter Bohnenviertel gehört zum Stadtbezirk Mitte. Von der Stuttgarter Innenstadt ist das Gebiet jedoch durch eine breite, hässliche Autoschneise getrennt. In den Sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts plante man, die Häuser des Bohnenviertels abzureisen und dort das neue Technische Rathaus von Stuttgart zu bauen.

Es war dann eine der ersten Amtshandlungen des im Jahr 1974 ins Amt gekommenen Oberbürgermeisters Manfred Rommel, die Abrissplanungen zu stoppen und das Bohnenviertel als zukünftiges Gebiet für zentrumsnahes Wohnen in Verbindung mit Kleingewerbe und Läden zu entwickeln. Für eine Beseitigung des Autoschneise der Hauptstädter Straße (B14) hat sich Rommel jedoch leider nicht ausgesprochen.

In den Siebziger und Achziger Jahren wurden dann die noch vorhandenen historischen Gebäude im Bohnenviertel saniert. Die durch die Kriegsschäden entstandenen Lücken wurden durch eine angepasste kleinteilige Neubebauung gefüllt. Das Bohnenviertel war ursprünglich der Wohnort der Handwerker und Weinbauern. Die noch vorhandenen historischen Gebäude sind durchaus sehenswert. Sie erreichen jedoch nicht die Pracht der Gründerzeitwohnviertel etwa in Stuttgart-West und Stuttgart-Süd.

Mittwoch, 13. April 2011

Neuer "Jubiläumsweg" des Verschönerungsvereins Stuttgart


Aus Anlass seines 150jährigen Bestehens hat der Verschönerungsverein Stuttgart Anfang April 2011 einen dritten markierten Wanderweg in Stuttgart eingerichtet, den Jubiläumsweg.

Der Jubiläumsweg heißt mit vollem Namen "Tal Stadt Berg Jubiläumsweg 2011". Er führt auf einer Länge von 15,9 Kilometern vom tiefsten Punkt Stuttgarts bei S-Mühlhausen bis zu einem der höchsten Punkte Stuttgarts, dem Birkenkopf. Der Weg ist mit Ausnahme eines Abschnitts in der Innenstadt durchgehend bezeichnet.

Donnerstag, 7. April 2011

Jakobsweg von Wernau nach Kirchheim unter Teck - Ötlingen


Es gibt verschiedene Varianten, den Jakobsweg bzw. die Jakobswege zu begehen. Man kann es machen wie Hape Kerkeling und sich eine mehrmonatige Auszeit für den Jakobsweg nehmen. Oder man kann das andere Extrem wählen, sich in der heimatlichen Umgebung einen ganz kleinen Abschnitt eines Jakobswegs heraussuchen und diesen Abschnitt mit An- und Abreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln begehen. Wiederholt man dies immer mal wieder, kommt mit der Zeit auch ein schönes Stück Jakobsweg zusammen.

Durch die Region Stuttgart führen mehrere Jakobswege, so dass hier ideale Voraussetzungen bestehen, immer mal wieder ein Stück Jakobsweg zu gehen. Dies ist nun bereits der dritte Post in diesem Blog über den Jakobsweg. Heute geht es um den Abschnitt von Wernau bis nach Kirchheim unter Teck - Ötlingen. Dies ist ein Teilabschnitt des Jakobswegs von Rothenburg ob der Tauber nach Rottenburg am Neckar. Und dieser Teilabschnitt schließt an den Abschnitt im Post vom 16.12.2009 unmittelbar an.

Samstag, 2. April 2011

Aibachgrund-Park in Sindelfingen-Darmsheim


Noch vor einigen Jahrzehnten befand sich mitten im Sindelfinger Teilort Darmsheim ein riesiger Steinbruch. Dort wurde der Muschelkalk abgebaut, ein in der Region Stuttgart begehrter Rohstoff für Zement, Kies und auch Natursteine. Was die Bewohner von Darmsheim früher erleiden mussten, können sie und ihre Besucher heute genießen. Denn der Steinbruch wurde in den Siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts rekulitiviert und zu einer ungewöhnlich schönen Parkanlage umgestaltet. Man nennt sie heute Aichbachgrund-Park.

Eine Tafel am Haupteingang Olgastraße in der Nordwestecke des Parks informiert näher über die Geschichte des Steinbruchs und über den heutigen Park. Danach wurde das Gelände seit dem Jahr 1905 als Steinbruch genutzt. Im Jahr 1973 kaufte die Stadt Sindelfingen das 5 Hektar große Gelände. Im Jahr 1975 endete die Abbaugenehmigung. Im Jahr 1976 begann die Rekultivierung.

Nach der Aufgabe des Steinbruchs hatte das Gelände eine Tiefe von 55 Metern. Im Rahmen der Rekultivierung wurde viel Aushubmaterial von anderswo her in den Steinbruch geschüttet. Mit dem Material wurden Hügel und Mulden geformt. Ein Teil der Wand des ehemaligen Steinbruchs aus Muschelkalk wurde stehen gelassen. Im südlichen Bereich des Geländes wurde eine Quelle gefasst - der Aibach. Der Aibach fließt innerhalb des Geländes in einem sehr naturnah gestalteten Bachbett in Richtung der tiefsten Stelle, wo sich heute ein See befindet. In der Umgebung des Sees versickert das Wasser des Aibachs.