Freitag, 14. Oktober 2011

Durch die Jägerhofallee in Ludwigsburg


Die Jägerhofallee ist eine von 23 denkmalgeschützten Alleen in Ludwigsburg. Sie verläuft ganz im Osten der Kernstadt unmittelbar neben der ehemaligen Stadtmauer. 

Ein Stadtspaziergang im Verlauf der Jägerhofallee ist somit doppelt interessant. Einerseits kann man die Allee mit ihren beiden in der Straßenmitte gelegenen Baumreihen genießen. Andererseits sieht man verschiedene Reste der ehemaligen Stadtmauer einschließlich zweier Torhäuser.

Heute begehen wir die Jägerhofallee von Süden nach Norden. Das Südende der Jägerhofallee erreicht man mit der Buslinie 427 des Ludwigsburger Stadtverkehrs. Die Buslinie 427 fährt vom ZOB beim Bahnhof Ludwigsburg ab, die Fahrtrichtung ist Grünbühl, die Ausstiegshaltestelle ist Robert-Franck-Allee. Die Busse fahren während der Berufsverkehrszeiten alle 10 Minuten, sonst alle 20 Minuten.

Steigt man bei der Haltestelle Robert-Franck-Allee aus, befindet man sich unmittelbar am Südende der Jägerhofallee. Im Süden grenzt der Salonwald an, wie so viele Elemente der Kernstadt von Ludwigsburg ein Relikt der Feudalzeit. Beim Südende der Jägerhofallee und am Rand des Salonwalds befindet sich das Aldinger Torhaus, ein ehemaliges Tor der Stadtbefestigung. Ursprünglich gab es acht dieser Torhäuser in alle Himmelsrichtungen. Sechs der Torhäuser sind bis heute erhalten. Sie wurden im Jahr 2004 vorbildlich restauriert und dienen heute unterschiedlichen Nutzungen. Mit den sechs Torhäusern, von denen fünf nahezu baugleich sind,  hat Ludwigsburg heute ein Alleinstellungsmerkmal unter den Städten Deutschlands.

Das Aldinger Torhaus am Rand des Salonwalds: charakteristisch für fünf der sechs noch erhaltenen Torhäuser in Ludwigsburg sind die fünfteiligen Arkaden und das Walmdach. Im Aldinger Torhaus ist heute das Kinderfilmhaus Ludwigsburg untergebracht. 
Am Südende der Jägerhofallee befindet sich ein Brunnen. Der Verlauf der ehemaligen Stadtmauer ist rechts hinter dem Brunnen mit den Quadersteinen nachgebildet.

Im gesamten Verlauf der Jägerhofallee in Ludwigsburg ist ein Mittelstreifen mit einer zweiteiligen Baumreihe vorhanden.
Das Gehen im Verlauf der Jägerhofallee ist angenehm. Die Straße verläuft durch eine ruhige Wohngegend. Einmal muss man eine vierspurige Straße queren - ohne Querungshilfe. Auf dem letzten nördlichen Stück der Jägerhofallee entfällt die östliche Fahrbahn. Hier stößt man auf einen Rest der ehemaligen Stadtmauer.

Rest der ehemaligen Stadtmauer in Ludwigsburg am Nordende der Jägerhofallee. Die ehemals 6 Kilometer lange Stadtmauer wurde in den Jahren 1758 bis 1760 unter Herzog Karl Eugen erbaut.
Die Jägerhofallee endet bei der Schorndorfer Straße. Rechter Hand leitet der Stadtmauerrest zum Schorndorfer Torhaus. Dort präsentiert heute das Bundesarchiv die Ausstellung "Die Ermittler von Ludwigsburg".

Das Schorndorfer Torhaus an der Einmündung der Jägerhofallee in die Schorndorfer Straße. Rechts im Bild ist ein Stück Stadtmauer zu sehen.
Vom Schorndorfer Torhaus setzen sich einige Elemente der ehemaligen Stadtmauer über die Schorndorfer Straße hinweg zum Alten Friedhof hin fort.
Die Jägerhofallee ist ziemlich genau einen Kilometer lang. Bei der Einmündung der Jägerhofallee in die Schorndorfer Straße befindet sich die Bushaltestelle Schorndorfer Tor. Von dort fahren mehrere Buslinien zum ZOB Ludwigsburg zurück. Man kann vom Schorndorfer Tor ausgehend noch weitere Sehenswürdigkeiten Ludwigsburgs ansehen. Zum Beispiel kann man den Alten Friedhof besuchen. Dort befinden sich unter anderem die Grabstätte König Wilhelms II., die Gruft von Zeppelin und ein Kriegerdenkmal. Oder man kann der Schorndorfer Straße wenige hundert Meter nach Westen folgen und kommt dann zum Haupteingang des Gartens des Ludwigsburger Barockschlosses (Blühendes Barock).

Hier gibt es eine Übersicht über die Stadt Ludwigsburg. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit Ludwigsburg befassen, verlinkt.    

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