Sonntag, 9. Oktober 2011

Durch das Naturschutzgebiet "Wiesentäler bei der Menzlesmühle"


Ganz am Ostrand der Region Stuttgart zwischen Welzheim und Gschwend im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald befinden sich zauberhafte Wiesentäler mit kleinen Bachläufen. Einige der früher dort zahlreichen Mühlen sind noch vorhanden und teilweise restauriert.

Das vielleicht schönste dieser Täler wurde unter Naturschutz gestellt. In den Jahren 1975 und 1979 wurden zunächst 6,1 Hektar ausgewiesen. Im Jahr 1993 wurde die Schutzgebietsfläche auf 62,8 Hektar vergrößert. Seit der Vergrößerung firmiert das Schutzgebiet unter dem Namen "Wiesentäler bei der Menzlesmühle". Es gibt von der Naturschutzverwaltung ein Faltblatt zu diesem Schutzgebiet. Auf dem Faltblatt ist ein Rundweg eingezeichnet, der durch die verschiedenen Seitentäler des Naturschutzgebiets führt. Vor Ort ist dieser Rundweg nicht ausgeschildert, wenngleich es im Wegverlauf immer wieder andere Wegbeschilderungen gibt. Deshalb nachfolgend eine möglichst genaue Beschreibung dieses empfehlenswerten Rundwegs.

Ausgangspunkt ist ein Wanderparkplatz an der L 1080 von Welzheim nach Gschwend. Die Entfernung von Welzheim (Kreuzung Umgehungsstraße mit der L 1150) ist ca. 6,9 Kilometer. Der ausgeschilderte Parkplatz befindet sich, von Welzheim kommend, hinter dem an der Straße liegenden Weiler Hellershof Neuwirtshaus und vor einer langgestreckten Linkskurve.

Vom Parkplatz folgt man dem landwirtschaftlichen Weg in Richtung Nordnordwesten.

Zauberhaftes Wiesental bei der Menzlesmühle im Welzheimer Wald
Ca. 250 Meter hinter dem Parkplatz biegt nach halbrechts ein Bohlenweg ab. Auf diesem Pfad geht man nun durch ein Feuchtgebiet in der Nähe des Bachs "Schwarze Rot".

Auf dem Bohlenweg geht es trockenen Fußes durch die Feuchtwiesen.
Auf dem Bohlenweg kommt man bald zur Hundsberger Sägemühle mühle. Sie besitzt ein noch funktionierendes Mühlrad. Eine Informationstafel erläutert die Geschichte der Mühle.

Mühlrad bei der Hundsberger Sägemühle
Am Ende des Rundwegs kommt man übrigens von rechts durch das Gelände der Mühle wieder hierher zurück. Nun folgt man jedoch weiter dem Bohlenpfad, der über eine Wiese zum Waldrand nach links führt. Der Pfad tritt in den Wald ein und mündet auf einen Forstweg. Man folgt dem Forstweg nach rechts. Der Forstweg macht bald eine Schleife in einem kleinen Seitental und mündet dann auf eine schmale Straße. Nach rechts hat man jetzt einen schönen Blick auf die Menzlesmühle.

Die Menzlesmühle im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald
Auf dem Rückweg kommt man direkt bei der Menzlesmühle vorbei, so dass man jetzt noch nicht zu der sehenswerten Mühle hinüberzugehen braucht. Man folgt nun geradeaus weiterhin im schmalen Wiesental einem Asphaltsträßchen. Dort wo das Sträßchen nach rechts abbiegt (hinauf zum Weiler Menzles), geht man im Tal geradeaus weiter. Es geht immer im idyllischen Tal entlang, bis man erneut auf ein Asphaltsträßchen stößt.

Feuchtwiesen, Hochstaudenfluren, Bachläufe mit Bäumen und Gebüsch, Wiesen, Wälder: die Kulturlandschaft des Schwäbisch-Fränkischen Walds strahlt Ruhe und Erhabenheit aus.
Diesem kaum befahrenen Sträßchen folgt man nun nach rechts in östlicher Richtung in den Wald hinein und leicht bergauf. Nach ca. 1,5 Kilometer im Wald kommt man wieder zum Waldrand. Man folgt nun einer Straße nach rechts wenige Meter bis zum Wanderparkplatz beim Brandhof. Nun beginnt der Rückweg. Vom Wanderparkplatz folgt man dem Forstweg, der jetzt nach Süden in Richtung Menzlesmühle führt. Zunächst kommt man am Hagensee vorbei, einem Mühlsee, der zur Brandhofer Öl- und Sägemühle gehört. Am See befindet sich ebenfalls eine Informationstafel.

Der Hagensee bei der Brandhofer Öl- und Sägemühle im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald
Weiter nach Süden geht es zunächst durch Wald und dann über Wiesen und Äcker leicht aufwärts zum Weiler Menzles. Im Weiler biegt man beim ersten Gebäude nach rechts ab und stößt dann auf den Hauptweg (Hauptstraße wagt man da kaum zu sagen). In diesen Hauptweg biegt man nach links ein und kommt wieder aus dem Weiler heraus. In Richtung Süden gehend hat man bald den Waldrand erreicht. Am Waldrand biegt man nach links ab und folgt dem Weg bis zur Menzlesmühle.

Menzlesmühle mit Mühlrad
Auch bei der Menzlesmühle befindet sich eine Informationstafel. Bei der Menzlesmühle stößt man wieder auf ein Sträßchen und folgt ihm nach links. Das Sträßchen führt durch ein Waldstück und dann auf die Häuser des Weilers Hundsberg zu. Unmittelbar vor den ersten Häusern biegt man nach rechts ab und kommt bald wieder zur Hundsberger Sägemühle. Durch das Mühlengelände hindurchgehend stößt man auf den schon bekannten Bohlenpfad und folgt ihm nach links zum Parkplatz. 

Die Gesamtlänge der Rundwanderung ist ca. 8 Kilometer. Man kann selbstverständlich auch kürzere Strecken auswählen und auf demselben Weg wieder zurück zum Parkplatz gehen. 

Hier gibt es eine Übersicht über die Naturschutzgebiete im Rems-Murr-Kreis. Von dort werden alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Naturschutzgebieten im Rems-Murr-Kreis beschäftigen, verlinkt.   
   
       

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