Dienstag, 23. August 2011

Jakobsweg von Kirchheim unter Teck-Ötlingen nach Frickenhausen


Schon mehrfach war eine Wanderung auf den die Region Stuttgart durchziehenden Jakobswegen das Thema in diesem Blog. Und heute wollen wir fortfahren mit einem Abschnitt im Verlauf des Jakobswegs von Rothenburg ob der Tauber nach Rottenburg am Neckar. Der heutige Abschnitt ab Kirchheim unter Teck-Ötlingen bis nach Frickenhausen schließt an den Abschnitt an, der Thema im Post vom 07.04.2011 war. Die Länge der heutigen Wanderung ist ca. 12 Kilometer.

Ausgangspunkt ist der S-Bahnhaltepunkt Ötlingen im Verlauf der S1 nach Kirchheim unter Teck. Vom S-Bahnhaltepunkt muss man zunächst 550 Meter gehen, bis man auf den Jakobsweg stößt. Hierzu geht man durch die Unterführung unter den Gleisen durch und kommt auf die Südwestseite der Bahntrasse. Man folgt jetzt einem asphaltierten Weg entlang der Bahntrasse in Richtung Nordwesten. Nach den genannten 550 Metern kommt der Jakobsweg von rechts aus einer Unterführung.

Hier gibt es eine Übersicht über die Jakobswege in der Region Stuttgart. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog verlinkt, die sich mit einzelnen Abschnitten der Jakobswege befassen.

Das Zeichen des Jakobswegs ist die stilisierte gelbe Jakobsmuschel auf blauem Grund. Die Wegrichtung ist stets in Richtung des Strahlenbündels, auf dem Bild somit nach rechts.

Der Jakobsweg ist über die gesamte Strecke hervorragend markiert. Sollte man doch einmal das Zeichen irgendwo vermissen, geht es entweder geradeaus oder man folgt dem besseren Weg. Nachfolgend nenne ich die wenigen Stellen, bei denen vielleicht besondere Aufmerksamkeit bei der Wegfindung erforderlich ist. 

Man folgt nun dem Jakobsweg. Er verläuft weiterhin südwestlich der Bahnlinie. Bald kommen Hochspannungsleitungen in Sicht. Unmittelbar vor dem Unterqueren der Hochspannungsleitungen biegt man nach links auf einen etwas schlechteren Feldweg ab.

Der Jakobsweg führt zunächst durch eine von Hochspannungsleitungen geprägte Landschaft.
Auf einem Geländerücken kommt man durch Streuobstwiesen und dann zum Waldrand.

Im Spätsommer hängen die Bäume der Streuobstwiesen voller Äpfel.
Am Waldrand geht es zunächst nach rechts und dann nach links in den Wald hinein. Bald kommt man zur schon von weitem hörbaren Autobahn A8, die man mittels einer Brücke überquert.

Die Autobahn A8 Stuttgart-Ulm ist fast immer stark befahren.

Hinter der Autobahn kommt man wieder zum Waldrand. Ab jetzt verläuft der Jakobsweg bis nach Frickenhausen zum größten Teil durch Wald. Diejenigen unter uns, die nicht in der Nachbarschaft wohnen, wundern sich vielleicht über diesen großen Wald, der kaum bekannt ist.

Im Sommer angenehm schattig ist es im Waldgebiet Rübholz.

Man folgt einem angenehmen schmalen Weg. Später kommt man an der Lauereiche vorbei, einem Naturdenkmal. Dann quert man das schmale Donzdorfer Tal.

Wiesen im Donzdorfer Tal
Hinter dem Donzdorfer Tal kommt man wieder durch ein Waldstück und steigt an. Oben führt der Weg durch einen Randbereich von Reudern, einem Stadtteil von Nürtingen.

Südlich von Reudern hat man einen Blick auf die Schwäbische Alb mit der Burgruine Hohenneuffen.
Die Hülenbergstraße führt aus dem Ort wieder hinaus. Jetzt heißt es aufpassen. Es folgt jetzt das schwierigste Wegstück der heutigen Jakobswegetappe. In einem Rechtsbogen führt die Straße zu einem Wegkreuz vor einigen Sportplätzen. Man folgt hier dem Kiesweg geradeaus. Achtung: unmittelbar hinter dem Zaun des letzten Sportplatzes biegt man unmittelbar nach links auf die Wiese ab und folgt dem Zaun entlang bis zum Waldrand. Dort markiert das Jakobswegzeichen eine Überquerungsmöglichkeit eines Bachs. Dahinter folgt man einige Meter einem kaum vorhandenen Pfad und stößt dann auf einen Forstweg, dem man nach rechts folgt.

So, das war es jetzt mit der Spannung. Jetzt folgt ein langes gleichmäßiges Gehen durch den Wald. Nach einiger Zeit kommt man in das Tal des Tiefenbachs. Dort folgt man der Kreisstraße K 1243 einige hundert Meter nach links. Dann quert man die Straße nach rechts sowie den Tiefenbach und kommt wieder in den Wald. Zwischen dem Tal des Tiefenbachs und dem Steinachtal (Frickenhausen) muss man noch einen Waldrücken überwinden. Mitten im Wald kommt man am neu errichteten Jakobsbrunnen vorbei.

Der im Jahr 2003 errichtete Jakobsbrunnen bietet eine willkommene Erfrischung.
Jeder Wald hat mal ein Ende. Nach einiger Zeit erreicht man die Streuobstwiesen oberhalb von Frickenhausen und bald auch den Ort selbst. Man überquert die Bahnlinie Nürtingen-Neuffen. Dahinter biegt man nach rechts ab und kommt nach wenigen hundert Metern zum Bahnhof Frickenhausen. Leider fährt die Bahn sonntags nicht, dann muss man in den Bus einsteigen. Die Bahn fährt nach Nürtingen, dort gibt es Anschluss an die Regionalzüge Tübingen-Stuttgart.
     

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