Montag, 26. Juli 2010

Aussicht vom Seilergang der Esslinger Burg


Passt das zusammen: Esslingen als stolze ehemalige Freie Reichsstadt und eine Burg? Nein, natürlich nicht. 

Bei der Esslinger Burg handelt es sich in Wirklichkeit um einen imposanten, auf einer Anhöhe am Hang über der Altstadt gelegenen Teil der ehemaligen Stadtbefestigung. Zwei sogenannte Schenkelmauern führen die Stadtbefestigung auf die Anhöhe hinauf. Sie enden bei zwei Bauwerken, der Hochwacht und dem Dicken Turm. Zwischen der Hochwacht und dem Dicken Turm verläuft horizontal der Seilergang, ein überdachter Wehrgang. 

Vom Seilergang aus bietet sich ein eindrucksvoller Blick auf die Kernstadt von Esslingen mit dem Neckartal und der Schwäbischen Alb im Hintergrund.

Man kann die Esslinger Burg von der Innenstadt von Esslingen aus erreichen. Oder man kommt vom Hang her, also von oben. Wenn man nicht ganz schlecht zu Fuß ist, empfiehlt sich ein langsamer Anstieg zur Burg von der Innenstadt von Esslingen aus.

Vom Bahnhof Esslingen aus überquert man zunächst die Neckarstraße mit Hilfe der Fußgänger-Lichtsignalanlage. Dann hält man sich wenige Meter rechts und biegt nach links in die Bahnhofstraße ein, die als Fußgängerzone gestaltet ist. Man überquert dann den Rossneckar, einen Seitenarm des Neckars und erreicht über die Abt-Fulrad-Straße den Marktplatz. Zwischen dem Marktplatz und dem östlich angrenzenden Rathausplatz führt nach Norden die Mittlere Beutau weg, eine als Fußgängerbereich gestaltete Straße. Durch eine großzügige Unterführung kommt man unter der Berliner Straße hindurch. Dahinter steigt man die Treppen hinauf. 

Nun gibt es zwei Varianten, um zur Burg zu gelangen. Man kann die Burgsteige nehmen, einen steilen gepflasterten Weg, der durch Weinberge hindurchführt. Winters kann dieser Weg bei Vereisung Probleme bereiten. Oder man steigt die Burgstaffeln im Verlauf der westlichen Schenkelmauer hinauf zur Hochwacht. Dort schließt sich der Seilergang unmittelbar an. Ist man über die Burgsteige hinaufgestiegen, geht man oben zuerst einmal unter dem Seilergang durch, hält sich dahinter auf dem Burgplatz nach links und steigt auf einer Holztreppe vollends zum Seilergang hinauf.

Hier gibt es eine Übersicht über die Kreisstadt Esslingen am Neckar. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit Esslingen befassen, verlinkt.  

Blick vom Marktplatz in Esslingen auf das Neue Rathaus. Über dem Dach des Rathauses schauen Teile der Esslinger Burg hervor, links die Hochwacht, rechts der Dicke Turm.
 Die Burgsteige führt steil zwischen Weinbergen hinauf zur Esslinger Burg.
Im Seilergang zwischen Hochwacht und Dickem Turm kann man die Aussicht auf Esslingen genießen, sogar bei Regen.

Bei Bedarf kann man sich eines Fernrohrs bedienen.
 Die folgenden Bilder zeigen die Aussicht vom Seilergang von rechts nach links (von Westen nach Osten). 

Ganz rechts ist die gerade in Renovierung befindliche Schenkelmauer mit den überdachten Burgstaffeln. Ansonsten sieht man auf diesem Bild zwei Kirchen der Esslinger Kirchendreiheit, die gotische Frauenkirche rechts und das Münster St. Paul links unten.
 Die doppeltürmige Stadtkirche St. Dionys ist die größte Kirche der Esslinger Kirchendreiheit. Der (nicht direkt sichtbare) Neckar fließt auf den Bildern von links nach rechts.

 Blick auf die Altstadt von Esslingen. In der rechten Bildhälfte links neben dem Kran sieht man den Renaissancegiebel des Alten Rathauses. Dies ist wohl das bekannteste Gebäude von Esslingen, es bildet auch das Titelbild des neuesten MERIAN-Hefts Esslingen.

 In der linken Bildhälfte ist die Hintere Kirche in der Franziskanergasse. Der hochragende Chorbau stammt aus der frühen Gotik.
Hier blickt man vom Seilergang der Esslinger Burg das Neckartal aufwärts. Links hinten sind die Türme des großen Kohlekraftwerks Altbach. Dahinter am Horizont erstreckt sich die "blaue Mauer" der Schwäbischen Alb.
 Der gesamte Südhang zwischen den Schenkelmauern der Esslinger Burg ist Weinberg.

1 Kommentar:

  1. man könnte natürlich auch durch den Burghof durch, hinten den Ausgang zum äußeren Burgplatz nehmen (wo die vielen Parkplätze sind) und da gleich rechts. Da geht die Landolinssteige in die Stadt hinunter, ein schöner Fussweg, auf dem man nochmals eine weitere Seite der Burg sieht.

    Gruss, Tine

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