Samstag, 27. März 2010

Wanderweg Baden-Württemberg von Esslingen nach Denkendorf


Der Schwäbische Albverein hat in seinem Vereinsgebiet von Hohenlohe im Norden bis ins Allgäu im Süden über ein Dutzend Weitwanderwege angelegt, von denen einige auch die Region Stuttgart durchqueren. Zu diesen Weitwanderwegen gehört der Wanderweg Baden-Württemberg, der gleich noch zwei andere Bezeichnungen trägt, nämlich Hauptwanderweg 3 (HW3) und Main-Neckar-Rhein-Weg. 

Dieser Weg führt von Wertheim bis nach Lörrach auf einer Länge von 540 Kilometern. Der Anlass, den Weg zu markieren, war das 25-Jahr-Jubiläum des Landes Baden-Württemberg im Jahr 1978. Der Weg führt diagonal durch Baden-Württemberg von Nordosten nach Südwesten. Der Vollständigkeit halber sei noch angemerkt, dass die Etappen des Wegs durch den Schwarzwald entlang der Markierungen des Schwarzwaldvereins verlaufen.

Im heutigen Post in diesem Blog geht es um einen 8 Kilometer langen Abschnitt des Wanderwegs Baden-Württemberg von Esslingen nach Denkendorf. Die Bezeichnung des Wegs ist wie auf den  Bildern weiter unten dargestellt.

Montag, 22. März 2010

Hinauf zum Schloss Solitude über die Solitudeallee


Das Schloss Solitude zählt zu den bekanntesten Ausflugszielen Stuttgarts. Im Stil des Spätbarock unter Herzog Carl Eugen von Württemberg 1764-67 erbaut, befindet es sich an einer Hangkante des Keuperberglands mit weitem Blick nach Norden. Zum Schloss Solitude gehört auch die Solitudeallee hinzu, die das Schloss Solitude auf einer Länge von 13 Kilometern schnurgerade mit Ludwigsburg verbindet. Denn zum Zeitpunkt des Baus von Schloss Solitude war nicht Stuttgart, sondern das nördlich davon gelegene Ludwigsburg Sitz der Herzöge von Württemberg. 

Beim hier vorgestellten Spaziergang folgt man den letzten zwei Kilometern der ehemaligen Solitudeallee hinauf zum Schloss Solitude. Der Ausgangspunkt ist die  Stadtbahnhaltestelle Bergheimer Hof in Stuttgart-Weilimdorf (Stadtbahnlinie U6). Vom Endpunkt Schloss Solitude kann man denselben Weg zurückgehen oder direkt vom Schloss aus mit der Buslinie 92 (fährt jede Stunde) in die Stuttgarter Innenstadt oder nach Leonberg zurückfahren.

Samstag, 20. März 2010

Wiesensteiger Geopfad - Anspruch und Wirklichkeit


Die Region Stuttgart ist keine Insel der Seeligen. Das gilt auch für die Wege in der Region, die Wege, die man im Alltag zurücklegt und die Wege für die Freizeit. Heute muss ich über ein Beispiel berichten, wie man es nicht machen sollte. Und dieses Beispiel befindet sich in der Stadt Wiesensteig im Landkreis Göppingen. Man könnte allenfalls noch anfügen, dass es ähnliche Beispiele bestimmt auch in anderen Kommunen und anderen Kreisen gibt.

Im Jahr 2009 wurde in Wiesensteig der Wiesensteiger Geopfad eröffnet. Ziel dieses touristischen Wegs ist es, mehr Besucher in die Stadt zu locken und den Tourismus in Wiesensteig zu fördern. Das fügt sich ein in die Bestrebungen des ganzen Landkreises Göppingen, den Tourismus zu fördern. Die verantwortlichen Stellen des Landkreises führten in der Vergangenheit immer wieder Klage darüber, dass der Landkreis und dessen schöne Landschaft vom Tourismus vernachlässigt werden. Die Touristen bevorzugen andere Regionen des Landes, zum Beispiel den Schwarzwald, den Bodensee oder das Allgäu. Die Schwäbische Alb im Landkreis Göppingen bleibt links liegen.

Samstag, 13. März 2010

Zur Vogelinsel Max-Eyth-See



Am 5. Februar 2010 hat die Landesregierung von Baden-Württemberg mit einer Sammelverordnung 90 Vogelschutzgebiete gemäß der EU-Vogelschutzrichtlinie ausgewiesen. Diese Gebiete umfassen ca. 390.000 Hektar, das entspricht fast 11 Prozent der Fläche des Bundeslandes Baden-Württemberg. Für das Gebiet der Landeshauptstadt Stuttgart wurde nur ein Vogelschutzgebiet ausgewiesen, das zudem auch noch relativ klein ist. Es ist das Vogelschutzgebiet "Vogelinsel Max-Eyth-See" mit einer Größe von knapp 3 Hektar. Das Bild oben zeigt den Blick von der Stadtbahnhaltestelle Max-Eyth-See im Stadtbezirk Mühlhausen über den Max-Eyth-See hinüber in Richtung des Vogelschutzgebiets.

Um Missverständnissen vorzubeugen, bleibt zu ergänzen, dass sich die Landeshauptstadt Stuttgart beim Flächennaturschutz keineswegs zu verstecken braucht. Stuttgart hat bei den Naturschutzgebieten einen der höchsten Flächenanteile unter allen Großstädten Deutschlands. Das gilt auch für die Landschaftsschutzgebiete sowie für die FFH-Gebiete (Flora-Fauna-Habitat) der EU. Nur bei den Vogelschutzgebieten ist die Stadt nicht so stark vertreten. Das hier sichtbare Gebiet am Nordufer des Max-Eyth-Sees ist Bestandteil des Vogelschutzgebiets.

Freitag, 12. März 2010

Die Taubenstaffel in Stuttgart-Süd



Die Taubenstaffel befindet sich im Stadtbezirk Stuttgart-Süd und dort im Stadtteil Heslach. Sie beginnt an der Böblinger Straße und führt über die Gebelsbergstraße und die Wannenstraße hoch zur Hohentwielstraße. Die nächstgelegene Stadtbahnhaltestelle ist Schreiberstraße (Linien U1 und U14). Dort hält auch die Buslinie 42. Von der Haltestelle Schreiberstraße folgt man der Böblinger Straße ca. 300 Meter stadtauswärts, bis nach rechts die Taubenstaffel abgeht. Gleich am Anfang der Staffel ("Staffel" ist im Schwäbischen eine öffentliche Treppe) befindet sich auf der rechten Seite ein Braukessel, ein Hinweis auf die gleich nebenan gelegene Brauerei "Stuttgarter Hofbräu".

In einem Buch über die Staffeln in Stuttgart wird die Taubenstaffel als die längste Staffel in Stuttgart bezeichnet. Zudem wird dort behauptet, die Staffel führe hoch bis zum bekannten Blauen Weg, einem Aussichtsweg oben am Hasenberg. Dann wird noch eine Entfernung von 350 Meter für die Staffel angegeben.

Also das ist dann doch etwas enttäuschend. Denn nichts von alldem ist zutreffend. Die Taubenstaffel führt leider nicht hoch bis zum Blauen Weg, sondern nur bis zur Hohentwielstraße. Sie ist wohl auch nicht die längste Staffel Stuttgarts. Und was kann man mit der Angabe von 350 Metern anfangen? Ist das der Höhenunterschied? Oder ist das die horizontale, aus dem Stadtplan herausgemessene Entfernung? Oder handelt es sich um die schiefe Länge?

Donnerstag, 11. März 2010

Stuttgarter Rundwanderweg von Weinsteige bis Geroksruhe



Die Haltestelle Weinsteige der Stadtbahn (Linien U5 und U6) ist ein idealer Ausgangspunkt für den Abschnitt des Stuttgarter Rundwanderwegs bis zur Geroksruhe. Im Hintergrund sieht man andeutungsweise noch den Stuttgarter Talkessel. Die Stadtbahn schafft es in wenigen Minuten, aus dem Stuttgarter Talkessel hinauf zum Kesselrand und zur Haltestelle Weinsteige zu kommen. Steigt man aus Richtung Innenstadt bei der Haltestelle Weinsteige aus, muss man über Treppen nach oben steigen und den Bahnkörper der Stadtbahn in Richtung Wald überqueren. 

Die Etappe Weinsteige - Geroksruhe des Stuttgarter Rundwanderwegs verläuft fast immer im Wald. Der Weg ist im Wald mit Holztafeln deutlich bezeichnet. Von der Weinsteige bis zur Geroksruhe ist man ca. 3 Kilometer unterwegs, fast ohne Steigungen. Somit ist dies ein angenehmer Spaziergang. Die Gesamtlänge des Stuttgarter Rundwanderwegs ist 54 Kilometer.

Hier gibt es eine Übersicht über den Stuttgarter Rundwanderweg. Von dort werden alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Abschnitten des Stuttgarter Rundwanderwegs befassen, verlinkt.

Hier gibt es eine Übersicht über den Stadtbezirk Stuttgart-Süd. Von dort werden alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dem Stadtbezirk Stuttgart-Süd befassen, verlinkt.

Montag, 8. März 2010

Durch die Urbanstraße in Stuttgart



Ziemlich genau 1.500 Meter lang ist die Urbanstraße, die am südöstlichen Rand der Stuttgarter Innenstadt verläuft. Die Straße zieht sich über die gesamte Länge gerade dahin. Trotzdem kann man nicht von einem Ende zum anderen sehen. Denn die Straße steigt und fällt ein wenig in ihrem Verlauf. Die Urbanstraße bleibt großteils am Boden des Stuttgarter Talkessels. Nur ganz andeutungsweise steigt sie ein paar Meter am Südosthang hinauf und wird hierbei Teil des großartigen Hangstraßensystems zwischen Stuttgarter Talkessel und Uhlandshöhe.

Dienstag, 2. März 2010

Aussicht von der Geroksruhe in Stuttgart-Ost



Die Geroksruhe ist eine kleine Parkanlage mit angrenzendem Spielplatz sowie Aussichtspunkt in Stuttgart-Ost. Das Grundstück befindet sich im Eigentum des Verschönerungsvereins der Stadt Stuttgart e.V., der die Aussichtsplatte im Jahr 1890 angelegt hat (Änderung 1930). Mit der Stadtbahnlinie U15 fährt man bis zur Haltestelle Geroksruhe. Die Haltestelle verlässt man auf der Talseite (Seite Innenstadt) und überquert zunächst die Straße "Waldebene Ost" (eine hier einmündende Nebenstraße) mit einer Fußgänger-Lichtsignalanlage. Dann folgt man der Pischekstraße (Hauptstraße mit Stadtbahn) wenige Meter, bis es nach rechts zur Aussichtsplatte geht. 

Die ganze von der Geroksruhe aus sichtbare Landschaft ist Bestandteil des südwestdeutschen Schichtstufenlands, in dem sich Verebnungen mit Hängen abwechseln. Die Verebnungsflächen werden hierbei von harten Gesteinsschichten, die Hänge von weichen Gesteinsschichten gebildet. Der Standpunkt Geroksruhe befindet sich am Rand der zweitobersten Verebnungsfläche des Stuttgarter Kesselrands. Er wird vom harten Stubensandstein gebildet. Der Stubensandstein bildet auch den nördlichen Kesselrand sowie die Hochflächen des Strombergs sowie der Schwäbisch-Fränkischen Waldberge. Die Gänsheide befindet sich eine Stufe tiefer. Diese Verebnungsfläche wird vom Schilfsandstein gebildet, der während der Gründerzeit ein beliebter Baustein war. Die Hänge zwischen der Stubensandstein- und der Schilfsandstein-Verebnungsfläche werden von den Oberen Bunten Mergeln gebildet. Oberhalb der Geroksruhe geht es noch einmal eine Stufe höher bis zur Verebnungsfläche des Schwarzjura alpha. Auf dieser Verebnungsfläche steht der Stuttgarter Fernsehturm.

Hier gibt es eine Übersicht über den Stadtbezirk Stuttgart-Ost. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dem Stadtbezirk Stuttgart-Ost befassen, verlinkt.

Montag, 1. März 2010

Zum Filsufer in Ebersbach an der Fils



Die ca. 15.000 Einwohner zählende Stadt Ebersbach an der Fils hat im Jahr 2008 einen kleinen Bereich ihres Filsufers umgestaltet. Die ca. 200.000 Euro kostende Umgestaltung wurde vom Verband Region Stuttgart mit 100.000 Euro bezuschusst. Die Umgestaltung ist ein Mosaikstein des großen Vorhabens "Landschaftspark Region Stuttgart". 

Vom Bahnhof Ebersbach an der Fils ist man in 10 Minuten am Filsufer. Verlässt man den Bahnhof, wird man jedoch zunächst mit einem anderen Charakteristikum der Stadt bekannt. Es gibt im Stadtzentrum auffallend viele und große Brachflächen.