Samstag, 20. Februar 2010

Durch den Hoppenlaufriedhof in Stuttgart-Mitte



Bereits seit dem Jahr 1880 finden auf dem Hoppenlaufriedhof in Stuttgart-Nord keine Beerdigungen mehr statt. Ein Gang durch den Friedhof ähnelt deshalb einem Gang durch eine Parkanlage. Der Hoppenlaufriedhof befindet sich in der Nähe der Schnittstelle zwischen den drei Stadtbezirken Stuttgart-Mitte, - West und - Nord. Somit ist es einfach, mit öffentlichen Verkehrsmittel dorthin zu kommen. 

Um zum Eingang Breitscheid-/Holzgartenstraße zu kommen, steigt man bei der Haltestelle Berliner Platz (Liederhalle) aus (Stadtbahnlinien U2, U9, U14, Buslinien 41 und 43). Man geht die wenigen Meter über den Berliner Platz hinweg zur Breitscheidstraße, die teilweise als Fußgängerzone ausgewiesen ist. Der Breitscheidstraße folgt man in Richtung Nordosten zwischen der Liederhalle (rechts) und dem Bosch-Areal sowie dem Kongresszentrum Liederhalle (links) hindurch bis zur Holzgartenstraße. Ohne die Holzgartenstraße zu überqueren wendet man sich hier nach links zum bereits sichtbaren Eingang zum Hoppenlaufriedhof.


Auf dem Hoppenlaufriedhof sind u.a. beerdigt: Johann Heinrich von Dannecker (Bildhauer 1758 - 1841), Christian Daniel Schubart (Dichter 1739 - 1791) und Wilhelm Hauff (Erzähler 1802 - 1827). Es gibt mehrere Wegmöglichkeiten im Friedhof. Hier wird vorgeschlagen, einmal auf den jeweils am Rand des Friedhofs gelegenen Wegen einen Rundgang entgegen dem Uhrzeigersinn durch den Friedhof zu machen. 

Der Hoppenlaufriedhof wird relativ stark von Passanten frequentiert. Er stellt eine direkte Wegeverbindung von S-West und S-Nord in die Innenstadt sowie zur Universität her. Auch in der werktäglichen Mittagspause wird der Friedhof von den in der Umgebung arbeitenden Menschen gerne aufgesucht. Außer dem oben genannten Eingang an der Kreuzung Breitscheid-/ Holzgartenstraße gibt es noch vier weitere Eingänge. Zwei Eingänge befinden sich an der Rosenbergstraße zwischen Seidenstraße und Hegelstraße. Ein Eingang wird über die Unterführung erreicht, die den Stadtgarten unter der Holzgartenstraße hindurch mit dem Hoppenlaufriedhof verbindet. Und den fünften Eingang erreicht man von der Seidenstraße her, indem man der Forststraße nach Osten folgt und zwischen der Alten Reithalle (links) und einem Hotelkomplex (rechts) hindurch auf einem Gehweg zum Friedhof geht. 

Hier gibt es eine Übersicht über den Stadtbezirk Stuttgart-Mitte. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dem Stadtbezirk Stuttgart-Mitte befassen, verlinkt.

Der Hoppenlaufriedhof hat fünf Eingänge, hier ist der Eingang bei der Kreuzung Breitscheid-/ Holzgartenstraße.
 

An den wichtigsten Eingängen zum Hoppenlaufriedhof sind Informationstafeln aufgestellt, die den Verlauf der Wege sowie die Stellen von Gräbern wichtiger Persönlichkeiten zeigen.


Auf der ersten Hälfte des Rundgangs durch den Hoppenlaufriedhof kommt man am Grab des Dichters Wilhelm Hauff vorbei.

Fast wichtiger als die einzelnen Gräber ist jedoch der Gesamteindruck des Friedhofs. Die Mehrzahl der Grabdenkmäler wurde in der Stilrichtung des Klassizismus errichtet. Viele Steine sind bereits verwittert, so dass das Lesen der Inschriften nicht mehr überall möglich ist.

Im Westen des Friedhofs befinden sich die relativ neuen Gebäude eines Hotelkomplexes.

Auf dem zweiten Teil des Rundwegs kommt man am israelitischen Friedhof vorbei, der durch eine Mauer vom Hauptteil der Hoppenlaufriedhofs abgegrenzt ist. Der israelitische Friedhof wurde im Jahr 1834 angelegt. Die Gräber sind hier viel dichter platziert als im Hauptteil des Friedhofs.

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