Freitag, 8. Januar 2010

Passagen in der Stuttgarter Innenstadt (Teil 1)


Ja, es gibt in der Stuttgarter Innenstadt einige Fußgängerpassagen, wenngleich sie das Stadtbild nicht richtig prägen und oft erst auf den zweiten Blick auffallen. Im heutigen sowie in den beiden folgenden Posts in diesem Blog machen wir einmal einen Spaziergang durch alle Passagen.

Natürlich ist Stuttgart nicht Toronto, wo man sich tagelang in den riesigen unterirdischen geheizten Passagen aufhalten kann, ohne dass man in die Kälte hinausgehen muss. Und leider ist Stuttgart auch nicht Mailand, wo zum Beispiel die Galleria Vittorio Emanuele die Touristen zu Tausenden anzieht. Ein Gesamturteil über die Passagen in der Stuttgarter Innenstadt hebe ich mir für den Schluss des Spaziergangs auf. Der Spaziergang beginnt am Anfang der unteren Köngsstraße.

Man geht die untere Königstraße nur wenige Meter in Richtung Schlossplatz. Dann sieht man links die Öffnung der Theaterpassage. Der Gebäudekomplex, in dem sich diese Passage befindet, wurde in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts gebaut. Die Passage macht einen etwas schmuddeligen Eindruck.


Vor zwei Jahren gab es Pläne, den gesamten Gebäudekomplex abzureisen und durch einen Neubau zu ersetzen. Diese Pläne liegen inzwischen wieder auf Eis. Als offizieller Grund wurde die Überschneidung der Baumaßnahme mit dem Großvorhaben Stuttgart 21 genannt.

Durch die Theaterpassage hindurchgehend gelangt man in den Oberen Schlossgarten. Gleich nach dem Verlassen der Passage biegt man nach rechts ab und geht zwischen dem Gebäude und dem Schlossgarten entlang bis zur nächsten Querstraße, der Marstallstraße. Über diese Straße kommt man zurück zur Königstraße und wendet sich dort nach links. Bereits nach wenigen Metern sieht man auf der rechten Seite der Königstraße den Eingang zur Gloriapassage

Die Gloriapassage verbindet die Königstraße mit der Stephanstraße.

Obwohl auch in den sechziger Jahren erbaut, macht die Gloriapassage einen recht angenehmen Eindruck. Die Beleuchtung ist interessant und die Ausgestaltung der Passage wechselt mehrfach.

Man kommt zu einem Lichthof und gelangt anschließend entweder geradeaus weiter zur Stephanstraße oder links zur Bolzstraße.

Auf der gegenüberliegenden Seite der Bolzstraße sieht man den Königsbau mit den angrenzenden Königsbau-Passagen. Vielleicht geht man erst einmal die Bolzstraße nach links bis zum Schlossplatz und sieht sich den Königsbau von außen an. Der Königsbau wurde 1856 bis 1860 erbaut. Er rahmt den Schlossplatz auf der Nordwestseite ein.

Im Königsbau befindet sich eine lange Passage. Das sind aber nicht die sogenannten Königsbau-Passagen. Sie beginnen erst hinter dem Königsbau.

Zu den Königsbau-Passagen kommt man aus mehreren Richtungen: direkt von der Bolzstraße aus, von der Fürstenstraße aus, vom Kleinen Schlossplatz aus und über zwei Verbindungen vom Königsbau aus.

Die Königsbau-Passagen sind die zur Zeit jüngsten Passagen Stuttgarts. Sie wurden in den Jahren 2004 bis 2006 erbaut. Die Passagen sind mehrstöckig. Ein Ladenmix aus Großelektronikmarkt und Geschäften für den gehobenen Einrichtungsbedarf hat Vor- und Nachteile. Die Meinungen über diese Passagen gehen weit auseinander.
Man verlässt die Königsbau-Passagen über den Ausgang bei der Fürstenstraße und wendet sich vor dem Kunstmuseum Stuttgart in Richtung Planie. Im folgenden Post in diesem Blog wird der Spaziergang fortgesetzt.

Hier gibt es eine Übersicht über den Stadtbezirk Stuttgart-Mitte. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dem Stadtbezirk Stuttgart-Mitte befassen, verlinkt.

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