Montag, 27. Dezember 2010

Durch den winterlichen Mittleren Schlossgarten in Stuttgart


Der Mittlere Schlossgarten beginnt gleich beim Stuttgarter Hauptbahnhof und ist fast allen Stuttgarterinnen und Stuttgartern wohlvertraut. Nach den in den vergangenen Tagen gefallenen Schneemengen bietet der Mittlere Schlossgarten völlig neue Bilder. Ein kleiner Rundgang kann sich lohnen, vorausgesetzt, man ist warm angezogen. Der Rundgang ist ca. 2.2 Kilometer lang, die Wege sind geräumt.

Darüber hinaus ist der Widerstand gegen das Projekt Stuttgart 21 zur Zeit nirgendwo so präsent wie im Mittleren Schlossgarten. Es gibt also viel zu sehen in diesem mittelgroßen Parkgelände, das Teil einer viel größeren Parkverbindung von der Innenstadt bis zum Killesberg ist.

Dienstag, 21. Dezember 2010

Durch den Zettachwald östlich von S-Fasanenhof


Am 11. Dezember 2010 wurde eine neue Strecke der Stadtbahn Stuttgart eröffnet. Die von der Stadtbahnlinie U6 befahrene Neubaustrecke verläuft von S-Möhringen nach S-Fasanenhof mit vier neuen Haltestellen. Die neue Stadtbahnstrecke erleichtert einen Besuch des Zettachwalds ungemein. Von den beiden letzten Haltestellen der neuen Stadtbahnstrecke aus ist man in wenigen Minuten im Zettachwald. Ein Spaziergang durch den Zettachwald bietet sich gerade dann an, wenn man bei einer Fahrt mit der neuen Stadtbahnlinie sich auch noch ein wenig die Füße vertreten will. 

Der Zettachwald ist Naturschutzgebiet. Dieses 226 Hektar große Gebiet mit dem Namen "Weidach- und Zettachwald" umfasst ein Mosaik aus Wäldern und Streuobstwiesen sowie Bachläufen und erstreckt sich zwischen dem Stadtteil Fasanenhof im Westen und dem Stadtbezirk Plieningen im Osten.

Startpunkt des hier vorgeschlagenen 2,8 Kilometer langen Spaziergangs mit nur ganz schwachen Steigungen durch den Zettachwald ist die Stadtbahnhaltestelle EnBW City. Dies ist die vorletzte Haltestelle der neuen Stadtbahnstrecke durch den Stadtteil Fasanenhof. Der Endpunkt des Spaziergangs ist dann an der Endhaltestelle Fasanenhof Schelmenwasen.

Montag, 13. Dezember 2010

Durch die Grünanlage bei der untersten Hasenbergsteige mit dem Henry-Dunant-Denkmal in S-West


Die Hasenbergsteige, die aus dem Stuttgarter Talkessel nach Westen hinauf auf die Höhen am Kesselrand und beim Glemswald führt, beinhaltet in ihrem untersten Bereich eine kleine Grünanlage. In diesem Bereich besteht die Hasenbergsteige aus zwei Straßenfahrbahnen, die von unten nach oben in der Form eines gleichschenkligen Dreiecks auseinanderlaufen. Zwischen den beiden Fahrbahnen zwängt sich die Grünanlage ein.

Der aktuelle Anlass, diese Grünanlage zu besuchen, ist das neue Denkmal für Henry Dunant, das erst vor wenigen Wochen dort enthüllt wurde. Außer diesem Denkmal gibt es jedoch auch einige andere Dinge zu sehen.

Ein möglicher Ausgangspunkt für die unterste Hasenbergsteige ist die S-Bahnhaltestelle Feuersee. Man verlässt die unterirdische Haltestelle auf der stadtauswärtigen Seite und folgt der Rotebühlstraße stadtauswärts ca. 200 Meter. Dann biegt man nach links in die Hasenbergstraße ab. Die Hasenbergstraße geht man 250 Meter leicht aufwärts. Dann stößt man auf den Beginn der Hasenbergsteige, die halbrechts relativ steil weiter nach oben führt.

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Neckarhochwasser bei Stuttgart-Bad Cannstatt


Ein Spaziergang entlang des Neckars in Stuttgart ist natürlich dann besonders interessant, wenn der Neckar Hochwasser führt. Das war am 8. 12. 2010 der Fall. Heftige Niederschläge und gleichzeitig starkes Tauwetter im Einzugsbereich des Neckars führten dazu, dass der Neckar ein Vielfaches der normalen Wassermenge hatte. 

Dabei sind beim Neckar als kanalisiertem Fluss unterschiedliche Wasserführungen nicht so schnell sichtbar wie bei einem frei fließenden Fluss. Das gilt insbesondere bei Niedrigwasser. Die Stauwehre mit ihren Schleusen halten den Fluss stets aufgestaut, so dass auch bei Niedrigwasser die Schifffahrt stattfinden kann. Umgekehrt steigt der Wasserspiegel des Neckars bei leichtem Hochwasser noch nicht besonders stark an. Für einen sichtbar höheren Wasserspiegel muss schon mächtig Wasser fließen - wie es in diesen Tagen der Fall war und noch ist.

Der in diesem Post beschriebene Spaziergang verläuft am orographisch rechten Ufer des Neckars von der König-Karls-Brücke bis zum Münstersteg. Damit ist dies die Fortsetzung des im Post vom 21.09.09 beschriebenen Neckaruferwegs von Untertürkheim bis zur König-Karls-Brücke. Der Weg ist durchgehend asphaltiert und führt fast immer direkt am Ufer des Neckars entlang. Die Weglänge ist 3,1 Kilometer. Ausgangspunkt ist die Haltestelle Mercedesstraße der Stadtbahnlinien U1 und U2. Endpunkt ist die Haltestelle Münster Rathaus der Stadtbahnlinie U14.

Montag, 6. Dezember 2010

Aussichtspunkt Hasenbergsteige bei Stuttgart-West


Die Hasenbergsteige führt steil aus dem Stuttgarter Talkessel in Richtung Westen hinauf auf den Hasenberg und die Höhen des Glemswalds. Früher verlief die Fernstraße zwischen Stuttgart und Calw im Schwarzwald über die Hasenbergsteige.

Die Hasenbergsteige nutzt einen Bergsporn, den der Hasenberg (so nennt man diesen Teil des Kesselrands) in Richtung der Stuttgarter Innenstadt vorschiebt. Eigentlich müsste die Aussicht von der Hasenbergsteige überragend sein. Jedoch wird die Sicht auf Stuttgart-West und auf Stuttgart-Süd durch die Bebauung und den Bewuchs stark eingeschränkt. 

Eine Ausnahme bildet der Aussichtspunkt Hasenbergsteige, der sich etwa in der Mitte der Steige oberhalb von Haus Nr. 48 befindet. Der Aussichtspunkt befindet sich am nördlichen Rand der Steige. Die Aussicht geht von hier aus in Richtung Norden und Nordosten über weite Teile des Stuttgarter Stadtbezirks West und über einen Teil von Stuttgart-Mitte.

Der Aussichtspunkt Hasenbergsteige wurde auf dem Dach eines Wasserbehälters angelegt. Eine Zeitlang verhinderte ein Zaun, dass man bis zur Kante der Plattform vorgehen konnte. Erst seit kurzer Zeit ist dies wieder möglich. Es versteht sich von selbst, dass man von der Plattform keine Gegenstände nach unten in die Gärten oder die darunterliegenden Häuser werfen darf. Schilder weisen darauf extra hin.

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Durch den Ludwigsburger Barock-Weihnachtsmarkt


Letztes Jahr um diese Zeit ging es in diesem Blog um den Stuttgarter Weihnachtsmarkt (Posts vom 2.12.2009 und vom 3.12.2009) sowie um den Esslinger Mittelalter- und Weihnachtsmarkt (Post vom 4.12.2009). Heute geht es einmal in den Norden der Region Stuttgart zum Ludwigsburger Barock-Weihnachtsmarkt.

Während beim Stuttgarter Weihnachtsmarkt die Größe und die schön geschmückten Stände beeindrucken, während beim Esslinger Mittelalter- und Weihnachtsmarkt die historische Altstadt und das Freilichtmuseum des Mittelaltermarkts im Vordergrund stehen, ist beim Ludwigsburger Weihnachtsmarkt der barocke Stadtrahmen das bestimmende Motiv.

Der Ludwigsburger Weihnachtsmarkt findet in diesem Jahr vom 23. November bis zum 22. Dezember statt. Über 175 Stände verbreiten weihnachtliche Atmosphäre. Auf einer kleinen Bühne wird täglich um 15 Uhr und um 19 Uhr ein Programm geboten, an den Wochenenden auch um 17 Uhr. Der Ludwigsburger Barock-Weihnachtsmarkt konzentriert sich auf den Marktplatz. Buden befinden sich auch in der am Marktplatz nördlich anschließenden Unteren Marktstraße sowie auf der im Westen anschließenden Asperger Straße.

Donnerstag, 25. November 2010

Stuttgarts Alexanderstraße von Hohenheimer Straße bis Immenhofer Straße


In der Innenstadt von Stuttgart sind die historischen Bauwerke wegen der starken Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg und wegen der Fehler beim anschließenden Wiederaufbau nicht gerade stadtbildprägend. Anders verhält es sich in den Gebieten der Inneren Stadtteile Mitte, Süd, West, Ost und Nord, die an die Innenstadt angrenzen. Dort sind teilweise noch ganze Straßenzüge mit Architektur aus der Gründerzeit anzutreffen. 

Eines der vielen Beispiele hierfür ist die Alexanderstraße in den Bezirken Mitte und Süd. In diesem Post unternehmen wir einen kleinen Stadtspaziergang durch den südwestlichen Teil der Alexanderstraße zwischen der Hohenheimer Straße und der Immenhofer Straße. In diesem Abschnitt der Alexanderstraße befinden sich 58 als Kulturdenkmale eingetragene Gebäude. Einige wenige davon sind nachfolgend abgebildet.

Bei einer Anreise mit der Stadtbahn steigt man bei der Haltestelle Olgaeck aus (Linien U5, U6, U7 und U15). Man überquert die stadtauswärtsführende Fahrbahn der Charlottenstraße und wendet sich nach inks (bergwärts). Nur 100 Meter später biegt man nach rechts ab und ist bereits in der Alexanderstraße. Während der ersten paar hundert Meter gibt es noch nichts besonders Sehenswertes. Man kommt an Gebäuden aus den Fünfziger bis Siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts vorbei. Dieser Bereich ist wohl im Zweiten Weltkrieg vollständig zerstört worden. Bei der Kreuzung mit der Lorenzstaffel ändert sich das Bild.

Montag, 15. November 2010

Durch die Fußgängerzone von Bietigheim


Die 42.000-Einwohner-Stadt Bietigheim-Bissingen befindet sich ca. 20 Kilometer nördlich von Stuttgart im Landkreis Ludwigsburg.

Die Stadt war mit einem kleinen Filmbeitrag am 7. November 2010 in der ARD-Sendung Anne Will vertreten. Im Film wurde gezeigt, dass in den Siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts geplant war, durch die Altstadt des Stadtteils Bietigheim eine Hochstraße zu bauen. Nur durch bürgerschaftliches Engagement konnten diese Planungen verhindert und die historische Altstadt erhalten und saniert werden. Folgerichtig ist Bietigheim heute ein Fachwerkort an der Deutschen Fachwerkstraße.

Damit ist dann auch klar, was einen beim Besuch der Fußgängerzone des Stadtteils Bietigheim erwartet: Eine durchaus sehenswerte historische Altstadt, vielfach vorbildlich saniert. Zwar konnten, auch wegen der Kriegszerstörungen, nicht alle historischen Häuser erhalten werden. Es gibt teilweise auch Häuser aus den sechziger und siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Im Großen und Ganzen jedoch fühlt man sich wohl bei einem Gang durch die Fußgängerzone und es wird auch sichtbar, dass ständig weiter an der Sanierung der historischen Gebäude und an der Verschönerung des Stadtbilds gearbeitet wird.

Mittwoch, 10. November 2010

Brunnenwanderweg Oberes Hainbachtal in Esslingen


Bereits der Post vom 27.09.2010 hatte die Brunnen in Esslingen zum Thema. Damals ging es um die Brunnen in der Esslinger Altstadt innerhalb des Altstadtrings. Im heutigen Post geht es erneut um Brunnen auf der Gemarkung der Stadt Esslingen, diesmal aber um ein Gebiet am nördlichen Rand der Stadt.

Im Oberen Hainbachtal wurde ein ca. 7 Kilometer langer Rundwanderweg ausgeschildert, der an 8 Brunnen vorbeiführt. Der Weg trägt den Namen Brunnenwanderweg Oberes Hainbachtal.

Der Weg verläuft zum größeren Teil auf asphaltierten Flächen, es sind jedoch auch kürzere Erdpfade zu bewältigen ,die auch nass sein können. Das Obere Hainbachtal ist von großer landschaftlicher Schönheit. Obstbaumwiesen, Wälder, Häusergruppen und größere Stadtteile wechseln sich hier ab. Beim Blick nach Süden sieht man an klaren Tagen die Mauer der Schwäbischen Alb.

Freitag, 5. November 2010

Rundwanderung im Siebenmühlental


Das Siebenmühlental im Schönbuch zwischen Leinfelden - Echterdingen und Waldenbuch gehört zu den beliebtesten Naherholungsgebieten in der Region Stuttgart. Vor wenigen Tagen wurde das Siebenmühlental und einige angrenzende Waldgebiete als kombiniertes Natur- und Waldschutzgebiet ausgewiesen. Die Talaue mit Wiesen und dem Reichenbach steht nun unter Naturschutz. Die Talhänge sind teilweise als Schonwald ausgewiesen worden. Drei Informationstafeln wurden im Norden, im Süden und in der Mitte des Gebiets aufgestellt. Grund genug also, dem Gebiet mal wieder einen Besuch abzustatten. 

Dienstag, 2. November 2010

Aussicht vom Blauen Weg auf Stuttgart-Heslach


Dies ist kein Aussichtspunkt im Sinne von Punkt, sondern eine Aussichtsstrecke. Der Blaue Weg ist ein asphaltierter, mit dem Auto gerade noch befahrbarer, jedoch für den öffentlichen Verkehr gesperrter Weg am Südhang des Hasenbergs hoch über Stuttgart-Heslach. Der Blaue Weg führt durch Gärten hindurch immer am steilen Abhang entlang. Die Blicke hinab auf den im Tal des Nesenbachs liegenden Stuttgarter Stadtteil Heslach und auf die dahinterliegenden Hänge hinauf zum Stadtbezirk Degerloch sind beeindruckend. Bei schönem Wetter ist der Blaue Weg an den Wochenenden ein sehr beliebter Spazierweg.

Der Blaue Weg beginnt bei der Hasenbergsteige und endet am Waldrand direkt unter dem Gipfel des Hasenbergs. Der Blaue Weg ist 900 Meter lang, er steigt in Richtung Waldrand nur ganz schwach an. 

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Durch die Fußgängerzone von Stuttgart-Bad Cannstatt (Teil 2)


Im Post vom 15.10.2010 in diesem Blog ging es um den ersten Teil der Spaziergangs durch die Fußgängerzone von Stuttgart-Bad Cannstatt. Heute ist der zweite Teil an der Reihe. Dies ist der Bereich westlich und südlich der Marktstraße.

Ausgangspunkt für den Spaziergang kann der Bahnhof Bad Cannstatt sein, ein Bahnhof, dessen Schicksal gerade in diesen Wochen und Monaten völlig offen ist. Würde das Projekt Stuttgart 21 verwirklicht, würde der Bahnhof Bad Cannstatt, immerhin der Bahnhof des größten Stuttgarter Stadtbezirks, stark an Bedeutung verlieren. Viele Züge, die heute noch dort halten, würden dann an Bad Cannstatt vorbeifahren. Würde jedoch ein alternatives Konzept verwirklicht, wie der etappierbare Ausbau des Stuttgarter Kopfbahnhofs, stünde dem Bahnhof Bad Cannstatt eine große Zukunft bevor. Dann wäre dieser Bahnhof nicht nur Drehscheibe für viele Regionalzüge. Auch die neue Flughafen-Express-S-Bahn hielte dann in Bad Cannstatt, bevor sie über das Neckartal und einen Tunnel von Osten her die bestehende Flughafenstation erreichte. Ja, es wäre in einem späteren Ausbauschritt sogar möglich, dass ICE auf einer Direktverbindung zwischen dem Nordbahnhof und Bad Cannstatt im Bahnhof Bad Cannstatt anhielten. Mehr zum Ausbau des Bahnknotens Stuttgart und zu den aktuellen Entwicklungen gibt es auf meinem Blog http://s21irrtum.blogspot.com       

Montag, 25. Oktober 2010

Stuttgarter Rundwanderweg von Obertürkheim nach Fellbach


Dies ist nun schon der dritte Post in diesem Blog über eine Etappe des Stuttgarter Rundwanderwegs. Heute geht es um den Abschnitt von Stuttgart-Obertürkheim bis nach Fellbach. Dieser Abschnitt ist 6,8 Kilometer lang, im Wegverlauf ist ein Höhenunterschied von 150 Metern zu bewältigen. Der Wegabschnitt führt zum größeren Teil durch Weinberge und Gärten.

Ein wenig ist die Beschilderung des Stuttgarter Rundwanderwegs in die Jahre gekommen. Eine Auffrischung oder besser noch eine Neukonzeption der Beschilderung wäre erforderlich. Bei mancher Abzweigung hat man zur Zeit Probleme, den richtigen Weg zu finden.

Startpunkt ist beim S-Bahnhof Obertürkheim. Man folgt der Göppinger Straße nach Norden zu den Otto-Hirsch-Brücken. Dort trifft man auf den Stuttgarter Rundwanderweg, der von links von Hedelfingen her kommt. Nun geht es gerade im Verlauf der Straße Imweg weiter (auf der linken Straßenseite). Bei der Bushaltestelle Bergstaffelstraße überquert man den Imweg nach rechts und folgt der Bergstaffelstraße, bis man über eine kurze Treppe die Kirchsteige erreicht.

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Geographischer Lehrpfad Schwälblesklinge vom Nesenbach auf die Fildern


Auf einer Länge von 3,5 Kilometern und mit einem Höhenunterschied von 130 Metern führt der Geographische Lehrpfad von der Talstation der Standseilbahn in Stuttgart-Süd hinauf auf die Filderhochfläche zum Stuttgarter Stadtteil Sonnenberg.

Der Lehrpfad wurde vom Institut für Geographie der Universität Stuttgart eingerichtet. Allerdings hat das Institut zum 31.03.2010 seinen Betrieb eingestellt. Hoffen wir, dass der zur Zeit in hervorragendem Zustand befindliche Lehrpfad auch in der Zukunft instandgehalten wird - möglicherweise durch das Forstamt.

Im Verlauf des Lehrpfads befinden sich 8 große Informationstafeln. Darauf wird über die folgenden Themen informiert:
1. die Keupergesteine Süddeutschlands
2. vom Urwald zum naturnahen Wirtschaftswald
3. Wie atmet Stuttgart?
4. Schwälblesklinge
5. der Stubensandstein
6. warum sind die Bäume krumm?
7. Wasser aus dem Untergrund
8. die Filderebene -  ein Meeresboden?

Freitag, 15. Oktober 2010

Durch die Fußgängerzone von Stuttgart-Bad Cannstatt (Teil 1)


Ein Gang durch die Fußgängerzone von Bad Cannstatt vermittelt ganz andere Eindrücke als die Fußgängerzonen in der Innenstadt von Stuttgart. Bad Cannstatt wurde im Zweiten Weltkrieg weit weniger zerstört als die Stuttgarter Innenstadt. Und so findet man in der Altstadt von Bad  Cannstatt und auch in der Fußgängerzone heute noch viele historische, spätmittelalterliche Gebäude. Auch sind die Straßenverläufe selten gerade. Vielmehr geht es stets durch Kurven und um Ecken herum.

Die Fußgängerzone von Bad Cannstatt soll in zwei Posts beschrieben werden. Im heutigen ersten Post geht es um den Teil der Fußgängerzone östlich der zentralen Marktstraße.

Ausgangspunkt für einen Spaziergang durch die Fußgängerzone von Bad Cannstatt ist die Stadtbahn- und Bushaltestelle Wilhelmsplatz. Von dort geht man zum südlichen Beginn / Ende der Marktstraße. Vom S-Bahnhof Bad Cannstatt erreicht man die Marktstraße, indem man durch die Bahnhofstraße geht und den Wilhelmsplatz überquert.

Dienstag, 12. Oktober 2010

Auf dem Botnanger Kuckucksweg durch den Herbstwald


Dies ist der vierte und letzte Post der kleinen Serie in diesem Blog über den Botnanger Kuckucksweg. 

Der Botnanger Kuckucksweg ist ein Rundweg um den Stuttgarter Stadtbezirk Botnang. Botnang ist auf allen Seiten von Wald umgeben. Der Botnanger Kuckucksweg verläuft somit zum überwiegenden Teil im Wald. Es bot sich an, den Rundweg in vier Abschnitte aufzuteilen, um die vier Jahreszeiten im Wald genießen zu können.

Der Post vom 25.01.2010 beinhaltete den ersten Abschnitt des Wegs mit dem Thema Winterwald. Der Post vom 28.04.2010 war dem Frühlingswald gewidmet und der Post vom 03.08.2010 beschrieb den Sommerwald. Nun geht es um den Herbstwald und den letzten verbliebenen Abschnitt des Botnanger Kuckuckswegs von der Sommerhaldenstraße bis zur Vaihinger Landstraße.

Startpunkt ist die Endhaltestelle Botnang der Stadtbahn. Von dort sind es 800 Meter bis zum Beginn des Kuckuckswegs. Man folgt einem kleinen Bachlauf aufwärts entlang der Kauffmannstraße, der Belaustraße, des Niccolo-Jommelli-Wegs und der Sommerhaldenstraße bis zum Waldrand. Dort findet man eine Tafel zum Botnanger Kuckucksweg.

Montag, 27. September 2010

Brunnentour in Esslingens Altstadt


Acht Brunnen gibt es in der Altstadt von Esslingen innerhalb des Altstadtrings. Auf einem Spaziergang kann man alle acht Brunnen besichtigen.

Start- und Endpunkt der Brunnentour in der Altstadt von Esslingen ist der Bahnhof. Man überquert die Neckarstraße mit Hilfe der Fußgänger-Lichtsignalanlage und geht dann nach rechts der Neckarstraße entlang. Beim Pliensauturm biegt man nach links ab in die als Fußgängerzone gestaltete Pliensaustraße. Bei der Kreuzung der Pliensaustraße mit der Straße Metzgerbach befindet sich der Apothekerbrunnen.

Freitag, 24. September 2010

Auf den Uhlberg bei Filderstadt-Plattenhardt


Ganz im Osten des Schönbuchs am Rand der Filderebene erhebt sich der Uhlberg. Den bewaldeten Höhenzug kann man von verschiedenen Seiten aus angehen. Hier wird ein Spaziergang von Filderstadt-Plattenhardt, also von Norden her, auf den Uhlberg vorgeschlagen.

Auf diesem Spaziergang kommt man an einem kleinen Waldschutzgebiet vorbei. Auch befinden sich Tafeln eines Naturlehrpfads im Verlauf des Wegs. Auf dem Gipfel des Uhlbergs befindet sich ein Aussichtsturm des Schwäbischen Albvereins, der Uhlbergturm. Auch ohne den Turm zu besteigen hat man vom Plateau beim Turm eine schöne Sicht nach Süden, über das Aichtal hinweg bis zur Schwäbischen Alb.

Montag, 20. September 2010

Ludwigsburger 300-Minuten-Weg vom Marktplatz zum Bahnhof


Das ist wirklich eine originelle Idee: Nicht die Entfernung eines Wegs, sondern die benötigte Zeitdauer bestimmt den Namen beim Ludwigsburger 300-Minuten-Weg.

Der Ludwigsburger 300-Minuten-Weg wurde wie auch der viel längere Rundwanderweg Ludwigsburg vom Schwäbischen Albverein angelegt. Anlass war das dreihundertjährige Jubiläum der Stadt Ludwigsburg im Jahr 2009. Der 300-Minuten-Weg führt durch die Innenstadt sowie die angrenzenden Stadtbezirke von Ludwigsburg und ist ein Zwischending zwischen einem Stadtspaziergang und einer Wanderung. 


Man kann den 300-Minuten-Weg in mehrere Teilstrecken aufteilen. Dann hat man mehr Zeit, die verschiedenen interessanten Gebäude, Straßen, Plätze und Denkmäler der ehemaligen Residenzstadt näher zu betrachten. In diesem Post wird eine Teilstrecke des Ludwigsburger 300-Minuten-Wegs vom Marktplatz bis zum Bahnhof vorgeschlagen. Diese Teilstrecke ist 3 Kilometer lang und beinhaltet auch ein wenig Treppensteigen.

Hier gibt es eine Übersicht über die Stadt Ludwigsburg. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit Ludwigsburg befassen, verlinkt.

Mittwoch, 15. September 2010

Obst- und Waldlehrpfad Unterlenningen


Durch Streuobstwiesen und am Waldrand entlang führt der Obst- und Waldlehrpfad Unterlenningen im Lenninger Tal am Nordrand der Schwäbischen Alb. Der Pfad wurde im Jahr 2003 vom Obst- und Gartenbauverein Unterlenningen angelegt. 

Über 100 verschiedene Baumarten finden sich im Verlauf des Lehrpfads. Sie sind mit Tafeln beschrieben. Der Lehrpfad befindet sich innerhalb des Biosphärengebiets Schwäbische Alb. Neben den Hang- und Schluchtwäldern, den Magerwiesen und Wacholderheiden bilden auch die Streuobstwiesen einen Teil der Naturausstattung des Biosphärengebiets.

Am schönsten ist ein Spaziergang im Verlauf der Lehrpfads während der Baumblüte im Mai und auch jetzt im September, wenn die reifen Früchte an den Bäumen zu sehen sind.

Samstag, 11. September 2010

Jakobsweg von Weinstadt-Endersbach nach Esslingen

In den letzten Jahren hat das bereits sehr enggespannte Wanderwegenetz in Baden-Württemberg noch einmal einen gewaltigen Zuwachs bekommen. Ein Netz von Jakobswegen zieht sich inzwischen durch das Land und man könnte Monate damit verbringen, auf den Jakobswegen zu wandern, ohne das Bundesland verlassen zu müssen.

In zwei Dingen unterscheiden sich die Jakobswege von den übrigen Wanderwegen. Die Jakobswege sind nur in einer Richtung, in Richtung Santiago de Compostela markiert. Und das Zeichen der Jakobswege, die gelbe Jakobsmuschel auf blauem Grund bzw. das gelbe Strahlenbünden auf blauem Grund, zeigt gleichzeitig die Wegrichtung an.


Heute geht es um eine Etappe des Jakobswegs von Weinstadt-Endersbach nach Esslingen. Diese Etappe ist Bestandteil des Jakobswegs von Rothenburg ob der Tauber nach Rottenburg am Neckar.

Dienstag, 7. September 2010

Aussichtshügel im Leibfriedschen Gelände in Stuttgart-Nord


Das Leibfriedsche Gelände wurde zur Internationalen Gartenbauausstellung IGA 93 in Stuttgart grundlegend umgestaltet. Die Zugänglichkeit des zwischen Hauptverkehrsstraßen gelegenen Geländes wurde durch die Anlage mehrerer Fußgängerbrücken verbessert. Die Ruine der im Gelände gelegenen ehemaligen Villa Moser wurde durch Stege und Treppen begehbar gemacht. Teile des früher verwilderten Gebiets wurden als Parkanlage hergerichtet. Und an der höchsten Stelle des Geländes wurde ein kleiner Aussichtshügel geschaffen.

Vom Aussichtshügel im Leibfriedschen Gelände bietet sich ein Blick auf Teile von Stuttgart - Nord sowie einen Teil des Randes des Stuttgarter Talkessels.

Freitag, 3. September 2010

Neuer Neckarradweg und Umgestaltung Neckarufer beim Freibad Esslingen


In dieser Woche wurde in Esslingen eine 720.000 Euro teure Maßnahme im Rahmen des großen Vorhabens "Landschaftspark Neckar" fertiggestellt und ihrer Bestimmung übergeben. Beim Vorhaben Landschaftspark Neckar können Maßnahmen der Kommunen zur Verbesserung des öffentlichen Raums, zur Gewässerrenaturierung, zur Herstellung von Grünflächen und zur Verbesserung des Wegenetzes von der Region Stuttgart gefördert werden.

Bei der jetzt abgeschlossenen Maßnahme in Esslingen ging es darum, einen durchgehenden Rad- und Gehweg entlang des Neckars zu schaffen. Bisher war der Rad- und Gehweg im Bereich des Freibads auf einer Länge von 400 Metern unterbrochen, weil das Freibad bis unmittelbar an das Ufer des Neckars grenzte. Die Radfahrer und Fußgänger mussten in diesem Bereich auf eine flussfernere Straße ausweichen.

Ein zweiter wichtiger Bestandteil der Maßnahme war die Renaturierung des Neckarufers. Eine Betonwand am Ufer wurde ersetzt durch ein natürlicheres Flachufer mit Ufersteinen.

Dienstag, 31. August 2010

Fritz-Münch-Staffel und Haigststaffel in Stuttgart-Süd


Hier geht es ganz schön zur Sache. Denn diese Kette von Staffeln (Treppen) steigt an einer der steilsten Stellen des Stuttgarter Talkessels hinauf in die Halbhöhenlage beim Haigst.

Eigentlich hat man es hier mit drei Staffeln zu tun. Die unterste Staffel zwischen der Zellerstraße und dem Pfaffenweg ist namenlos. Die mittlere Staffel zwischen dem Pfaffenweg und der Alten Weinsteige heißt Fritz-Münch-Staffel. Und die oberste Staffel zwischen der Alten Weinsteige und der Straße auf dem Haigst ist die Haigststaffel.

Immer wieder hat man beim Hinaufsteigen eine Sicht auf den Stuttgarter Talkessel. Man geht jedoch fast immer durch locker bebautes Gebiet, so dass die Sicht oft von Häusern verstellt wird.

Montag, 30. August 2010

Zum Grafenberg am Westrand des Schönbuch


Der Schönbuch, eine Landschaft der sogenannten Keuperstufe im südwestdeutschen Schichtstufenland, bricht im Westen und Südwesten mit einer deutlichen Geländekante zu den anschließenden Gäuflächen ab. Das garantiert eine freie und weite Sicht von der Geländekante über die flache Gäulandschaft bis hinüber zur Schwäbischen Alb und zum Schwarzwald.

Geht man an dieser Geländekante entlang, erlebt man den Gegensatz verschiedener Landschaftstypen. Östlich des Wegs ist das geschlossene Laub-/Nadelwaldgebiet des Schönbuch. An den Hängen rechts des Wegs befinden sich Wiesen, Obstbäume und teilweise heute selten gewordene Magerrasen, die inzwischen unter Naturschutz stehen. Unten ist die fruchtbare Gäuebene mit ihren Kornfeldern. Und am Horizont locken die bewaldeten Mittelgebirge.

Hier wird eine kleine Wanderung am westlichen Schönbuchrand zwischen dem Mönchberger Sattel und dem Kayer Sattel vorgeschlagen. Der Ausgangspunkt Mönchberger Sattel ist mit dem Auto vom Herrenberger Ortsteil Mönchberg aus zu erreichen. Mönchberg befindet sich gleich östlich der Anschlussstelle Herrenberg der Autobahn A 81. Auf dem Mönchberger Sattel befinden sich Parkplätze. 

Freitag, 27. August 2010

Widerstand gegen Stuttgart 21

Wir erleben hier in Stuttgart und der Region im Moment außergewöhnliche Zeiten. Da kann auch dieser Blog nicht so weitermachen, als wäre nichts geschehen. Wie gerne würde ich heute hier einen Spaziergang durch den Schönbuch beschreiben oder einen Gang durch die wunderschöne Altstadt von Esslingen.

Aber im Moment geht es um die Zukunft von Stadt, Region und Eisenbahn für die nächsten hundert Jahre. Die Stadt ist in Aufruhr. Die Bürger wehren sich, wie man das in Stuttgart bisher kaum gesehen hat.

Dienstag, 24. August 2010

Auf dem Hauptwanderweg 10 von Freiberg nach Marbach


Der vom Schwäbischen Albverein markierte Hauptwanderweg 10 (Stromberg - Schwäbischer Wald - Weg) führt von Pforzheim-Kupferhammer bis nach Lorch im Remstal und hat eine Länge von 170 Kilometern. Der Weg verläuft auf einem Teil seiner Strecke durch den Norden der Region Stuttgart. Der Weg ist mit einem roten waagerechten Balken auf weißem Grund mit dem Zusatz HW 10 markiert.

Eine Teilstrecke des HW 10, bei der man gut öffentliche Verkehrsmittel für die An- und Abreise benutzen kann, führt von Freiberg-Beihingen nach Marbach am Neckar. Diese Teilstrecke ist 6 Kilometer lang. Sie verläuft teilweise auf asphaltierten Wegen, teilweise auf Feldwegen und Wiesenwegen. Die Wiesenwege können nass sein.

Samstag, 21. August 2010

Der Kriegsbergtunnel der Gäubahn


Der heutige Stadtspaziergang findet im Norden des Stuttgarter Talkessels statt, beim Kriegsbergtunnel der Gäubahn. Bei einem Spaziergang vom Ost- zum Westportal des Kriegsbergtunnels lernt man nicht nur vielfach kaum bekannte Gebiete im Stuttgarter Talkessel kennen. Dies ist auch eine Gelegenheit, sich ein paar Gedanken über die Gäubahn zu machen, eines der Sorgenkinder des Eisenbahnverkehrs in Baden-Württemberg und Zeugnis einer teilweise verfehlten Verkehrspolitik.

Steht man an der Trasse der Gäubahn, muss man mitunter lange warten, bis ein Zug vorbeikommt. Alle zwei Stunden fahren Intercity-Züge zwischen Stuttgart und Zürich. Dann gibt es noch einen Stundentakt mit Regionalexpresszügen, die teilweise bis Singen, teilweise bis Rottweil / Freudenstadt fahren. Zwischen der potenziellen Verkehrsbedeutung der Gäubahn und ihrer augenblicklichen tatsächlichen Verkehrsfunktion liegen Welten.

Dienstag, 17. August 2010

Die Maille - ein Park in Esslingens Altstadt


In einer Stadtinformation von Esslingen heißt es, die Maille sei bis heute der einzige Park in der Altstadt von Esslingen.

Das hört sich viel zu dramatisch an. Schließlich ist die Altstadt von Esslingen nicht so groß, dass man dort etwa mehrere Parks benötigen würde. Irgendwo müssen ja die ganzen historischen Gebäude, die Kirchen, die ehemaligen Pfleghöfe, die Fachwerkhäuser, die Gassen, Plätze und Fußgängerzonen und nicht zuletzt die beiden Neckararme auch noch ihren Platz finden. 

Zunächst fällt vielleicht der Name des Parks auf. Was bedeutet Maille? Der Name kommt vom Ballspiel Paille-Maille. Dieses Spiel kam im 17. Jahrhundert nach Deutschland. Für das Ballspiel waren längere gerade verlaufende Ballbahnen erforderlich. Der Maille-Park in Esslingen ist der einzige Park in Deutschland, der einen Teil des Namens des früher beliebten Ballspiels trägt. Indirekt hat sich der Name des Ballspiels jedoch verbreitet in die heutige Zeit hinübergerettet. Denn die vielen Malls (Einkaufszentren, Hauptstraßen) in den Städten der Welt leiten ihre Bezeichnung ebenfalls vom Ballspiel Paille-Maille ab.

Freitag, 13. August 2010

Rund um die Festung Hohenasperg


Der Asperg erhebt sich - aus allen Richtung von weitem sichtbar - über der Gäulandschaft zwischen Ludwigsburg und Bietigheim-Bissingen. Der Asperg ist ein sogenannter Zeugenberg. Denn die Schichtstufe des Schilfsandsteins, die vor Jahrmillionen noch das gesamte Gäu bedeckte, ist auf dem Gipfel des Aspergs erhalten geblieben und hat den Berg bis heute vor der Abtragung bewahrt. 

Außer wegen der Naturgeschichte ist der Asperg jedoch auch wegen der menschlichen Geschichte bekannt. Es wird vermutet, dass auf dem Berg eine mächtige Keltensiedlung gestanden hat. Die jüngere Geschichte ist durch die Festung Hohenasperg gekennzeichnet, die seit dem Jahr 1535 auf dem Berg besteht. Nach einer langen und wechselvollen Geschichte wird die Festung heute noch als Vollzugskrankenhaus genutzt.

Mittwoch, 11. August 2010

Aussicht vom Mönchberg bei S-Untertürkheim


Der Mönchberg bei Stuttgart-Untertürkheim ist ein Vorberg des ungleich bekannteren Württembergs mit der Grabkapelle. Und somit führt der Mönchberg eher ein Schattendasein, was die Zahl der Besucher betrifft. Und doch ist der Mönchberg der eigentliche Hausberg von Untertürkheim, denn er erhebt sich unmittelbar über dem Ortskern. Und der Mönchberg ist auch vom Ortskern aus immer wieder zu sehen. Das kann man vom Württemberg nicht sagen, von vielen Orten aus verdeckt der Mönchberg die Sicht auf den Württemberg.

Auf der Gipfelkuppe des Mönchbergs befindet sich die Mönchberg-Aussichtsplatte, die im Jahr 1961 mit Unterstützung des Verschönerungsvereins der Stadt Stuttgart e.V. errichtet wurde. Wegen der vorgeschobenen Lage hat man vom Mönchberg aus einen instruktiven Blick auf das Obere Stuttgarter Neckartal.

Freitag, 6. August 2010

Durch die Fußgängerzone von Marbach am Neckar


Marbach am Neckar ist international als Geburtsort des großen Dichters Friedrich Schiller bekannt. Marbach verfügt über eine sehenswerte Altstadt, ein kleiner Teil davon ist Fußgängerzone.

Die gesamte Altstadt von Marbach am Neckar steht seit 1983 unter Denkmalschutz. Die Fußgängerzone erstreckt sich über die östliche Marktstraße und den Burgplatz. Empfehlenswert ist, nach einem Gang durch die Fußgängerzone auch noch die anderen Teile der Altstadt zu besichtigen. Marbach ist ein Fachwerkort an der Deutschen Fachwerkstraße.

Marbach erreicht man mit der S-Bahnlinie S4. Vom Bahnhof geht man wenige Meter die Bahnhofstraße bis zur Schillerstraße. Leicht abwärts folgt man der stark befahrenen Schillerstraße bis zum Cottaplatz am Rand der Altstadt. Dort setzt sich die Schillerstraße halblinks als verkehrsberuhigte Straße ansteigend fort. Bald zweigt nach links steiler ansteigend die Torgasse ab. Der Torgasse folgt man bis zum Oberen Torturm am östlichen Ende der Marktstraße und der Altstadt und am Beginn der Fußgängerzone.

Dienstag, 3. August 2010

Auf dem Botnanger Kuckucksweg durch den Sommerwald


Die vier Jahreszeiten im Wald erleben, das wollen wir in diesem Jahr im Verlauf des Botnanger Kuckuckswegs tun. Und hierzu begehen wir in diesem Blog den Botnanger Kuckucksweg, einen Rundweg um den Stuttgarter Stadtbezirk Botnang, in vier Etappen.

Die erste Etappe im Post vom 25.01.2010 führte von der Vaihinger Landstraße bis zur Stadtbahnhaltestelle Beethovenstraße durch den winterlichen Wald. Die zweite Etappe im Post vom 28.04.2010 verlief von der Stadtbahnhaltestelle Beethovenstraße bis zum Gerhard-Winkler-Weg durch den frühlingshaften Wald. Und jetzt ist die sommerliche, die dritte Etappe des Botnanger Kuckuckswegs an der Reihe. Sie schließt an die zweite Etappe an und führt bis zur Sommerhaldenstraße und der Endhaltestelle Botnang der Stadtbahn.

Die dritte Etappe des Botnanger Kuckuckswegs ist ziemlich genau 5 Kilometer lang und verläuft zum größten Teil auf Forstwegen im Wald. Der zu bewältigende Höhenunterschied ist ca. 100 Meter.  

Freitag, 30. Juli 2010

Durch den Favoritepark bei Ludwigsburg



Der Favoritepark bei Ludwigsburg hat mehrere Gesichter. Einerseits ist er ein Landschaftspark, entstanden während der Monarchie in Württemberg. 

Dann ist er auch ein Naturschutzgebiet, mit einer Größe von 72 Hektar und verordnet in den Jahren 1937 und 1990. Und schließlich ist der Favoritepark auch eine Art Tierpark. 

Denn im Park wird Dam-, Axis- und Muffelwild gehalten. Und diese Tiere - "Wild" kann man unter diesen Umständen kaum mehr sagen - sind so zahm, dass sie ohne Bedenken bis zum Hauptweg im Park gehen und sage und schreibe bis auf 2 - 3 Meter an die Spaziergänger herankommen.

Und noch eine weitere Facette hat der Favoritepark seit wenigen Jahren. Das Betreten des Parkgeländes abseits des Hauptwegs ist inzwischen verboten. Denn die zum Teil alten Bäume können Äste fallen lassen oder zur Gänze umstürzen. Da soll niemand zu Schaden kommen. Und das Totholz wird am Boden liegengelassen als Lebensraum für zahlreiche auf das Totholz angewiesene Tierarten. Also auch ein kleines Stück Wildnis gleich bei der Großstadt Ludwigsburg.

Montag, 26. Juli 2010

Aussicht vom Seilergang der Esslinger Burg


Passt das zusammen: Esslingen als stolze ehemalige Freie Reichsstadt und eine Burg? Nein, natürlich nicht. 

Bei der Esslinger Burg handelt es sich in Wirklichkeit um einen imposanten, auf einer Anhöhe am Hang über der Altstadt gelegenen Teil der ehemaligen Stadtbefestigung. Zwei sogenannte Schenkelmauern führen die Stadtbefestigung auf die Anhöhe hinauf. Sie enden bei zwei Bauwerken, der Hochwacht und dem Dicken Turm. Zwischen der Hochwacht und dem Dicken Turm verläuft horizontal der Seilergang, ein überdachter Wehrgang. 

Vom Seilergang aus bietet sich ein eindrucksvoller Blick auf die Kernstadt von Esslingen mit dem Neckartal und der Schwäbischen Alb im Hintergrund.

Sonntag, 25. Juli 2010

Geologische Stationen in Stuttgart-Bad Cannstatt, Teil 3


Heute ist der dritte und letzte Teil des geologische Stationenpfads Stuttgart-Bad Cannstatt an der Reihe. Der erste Teil war Thema im Post vom 14.06.2010, der zweite Teil im Post vom 24.06.2010. Der dritte Teil des geologischen Stationenpfads kommt an den Stationen 8, 9 und 10 vorbei sowie auch noch an einigen anderen interessanten Dingen.

Was die Orientierung und die Wegbeschaffenheit betrifft, ist der dritte Teil des geologische Stationenpfads der schwierigste Teil. Für einen Wegteil beim Travertinpark sind gute Schuhe zu empfehlen. Der Weg ist nur etwas für geübte Stadtspaziergänger (was auch immer man darunter verstehen mag). Und ein Teil des Wegs läuft durch sehr einsame Gegenden. Wer damit Probleme hat, sollte den Weg keinesfalls alleine unternehmen.

Samstag, 17. Juli 2010

Zum Bannwald Mietholz


Ein Wildnisgebiet oder einen Urwald als Attraktion für die Bevölkerung und für Besucher gibt es auf dem Gebiet der Landeshauptstadt Stuttgart noch nicht. Da sind andere Großstädte bzw. Verdichtungsräume schon viel weiter.

Beispiele :
Der Naturerlebnispark Sihlwald bei Zürich, der Saarkohlenwald bei Saarbrücken, das Schöneberger Südgelände in Berlin, das Erawäldele in Bregenz, der Faberpark in Nürnberg, die Sinai-Wildnis in Frankfurt/Main, der Tyresta-Nationalpark in Stockholm, der Nationalpark Donau-Auen in Wien usw.

Alle diese Städte haben erkannt, dass ein Urwald bzw. Wildnis innerhalb des Stadtgebiets ein wichtiger Standortfaktor ist, der in der Zukunft noch stark an Bedeutung gewinnen wird. Und alle diese Städte helfen der Unesco, die Biodiversitätsstrategie, zu der ein weltumspannendes Netz von Wildnisgebieten gehört, der Großstadtbevölkerung näher zu bringen.

Den Gemeinderäten von Stuttgart kann man es eigentlich nicht verübeln, dass das Thema Wildnis in Stuttgart (noch) nicht präsent ist. Denn diese ehrenamtlich tätigen Volksvertreter müssen sich mit allzu vielen, oft sehr komplizierten Themen herumschlagen. Bei den hauptberuflich auf dem Gebiet des Forsts bzw. des Gartenbaus tätigen Beamten oder Angestellten müsste man jedoch andere Maßstäbe anlegen. Gehört es nicht zum Aufgabenspektrum dieser Staatsdiener, auch Visionen für ein Wildnisgebiet irgendwo in Stuttgart zu entwickeln? Es gibt Städte und Verdichtungsräume, in denen Privatpersonen oder Staatsdiener sich dieser Aufgabe gestellt haben oder stellen (siehe die obige Auflistung).  

Solange es in Stuttgart keine Attraktion Wildnisgebiet gibt, muss man sich im Umland von Stuttgart umsehen. Der Stuttgart nächstgelegene Bannwald im Rahmen des Waldschutzprogramms von Baden-Württemberg ist der Bannwald Mietholz. Er befindet sich nur wenige hundert Meter hinter der Stadtgrenze von Stuttgart im Landkreis Böblingen unmittelbar östlich der Autobahn A8. Der Bannwald Mietholz wurde im Jahr 2002 verordnet und hat eine Größe von 60 Hektar.

Im heutigen Post wird eine Wanderung zum Bannwald Mietholz vorgeschlagen. Ausgangspunkt ist der Katzenbacher Hof, einer der bekanntesten Biergärten von Stuttgart. Er liegt mitten im Wald, ist jedoch mit dem Auto anfahrbar. 

Donnerstag, 15. Juli 2010

Hauptwanderweg 5 des Schwäbischen Albvereins von Ehningen nach Herrenberg


Der Schwäbische Albverein hat in den Siebziger und Achziger Jahren des letzten Jahrhunderts mehrere Weitwanderwege durch Württemberg markiert. Einer dieser Weitwanderwege ist der Hauptwanderweg 5 (HW 5). Dieser Wanderweg hat auch einen Namen, er heißt Schwarzwald - Schwäbische Alb - Allgäu - Weg. Damit kann man sich bereits ein wenig vorstellen, wie dieser Weg verläuft.

Der HW 5 beginnt in Pforzheim am Nordrand des Schwarzwalds und endet auf dem Schwarzen Grat bei Isny im württembergischen Allgäu. Auf seinem insgesamt 320 Kilometer langen Verlauf führt der HW 5 auch durch einen Teil der Region Stuttgart. Im heutigen Post wird eine Etappe des HW 5 von Ehningen nach Herrenberg vorgeschlagen. Dies ist die 4. Etappe des HW 5 mit einer Länge von 16,5 Kilometer.

Beim HW 5 gibt es allenfalls einen Wehrmutstropfen. Die Markierung wurde in den vergangenen Jahren zwar immer wieder überprüft und aufgefrischt. Das ändert jedoch nichts daran, dass die Beschilderung der Wege des Schwäbischen Albvereins nicht auf dem heute wünschenswerten Stand ist. Von der Qualität der Wanderwegbeschilderung, wie man sie zum Beispiel inzwischen im Schwarzwald findet, ist der HW 5 weit entfernt. Die Qualitätslabels "Wanderweg Wanderbares Deutschland" oder "Premiumweg" wären für den HW 5 in seinem derzeitigen Zustand unerreichbar. Eine Wanderkarte sollte man dabeihaben, wenn man diesen Weg begeht. 

Montag, 12. Juli 2010

NaturFreunde-Weg Stuttgart-Süd (Teil 2)


Im Post vom 10.07.2010  in diesem Blog haben wir den ersten Teil des insgesamt knapp 7 Kilometer langen neuen Rundwegs NaturFreunde-Weg Stuttgart-Süd unter die Füße genommen. Heute ist der zweite Teil an der Reihe. Der zweite Teil des Wegs kostet weniger Kraftanstrengung. Denn nun geht es vom Haigst bei Degerloch über die Stuttgarter Halbhöhenlage wieder hinab zum Marienplatz.

Das zur Beschilderung des Wegs im Post vom 10.07.2010 Gesagte gilt auch für den zweiten Teil. Es sind immer wieder Markierungen vorhanden, jedoch reichen sie nicht aus, um den Weg ohne zusätzliche Hilfe gehen zu können. Man muss sich also entweder das Faltblatt zum Weg besorgen (lag vor Kurzem noch an der Pforte im Rathaus Stuttgart aus) oder man vertraut auf die Infos in diesem Blog.

Samstag, 10. Juli 2010

NaturFreunde-Weg Stuttgart-Süd (Teil 1)


Bereits im Post vom 12.06.2010, wo es um den Marienplatz als Ausgangspunkt verschiedener Rundwege ging, habe ich den neuen NaturFreunde-Weg Stuttgart-Süd ("Roter-Socken-Weg") angesprochen. Im Post vom 12.06.2010 habe ich auch angekündigt, dass im Juli 2010 der NaturFreunde-Weg Stuttgart-Süd Thema in diesem Blog sein wird. Der neue Rundweg soll in zwei Posts beschrieben werden.

Allerdings will ich in Zukunft etwas vorsichtiger mit Vorankündigungen sein. Denn die derzeit zu beobachtende Inflation beim Neueinrichten von Wegen führt nicht unbedingt dazu, dass die Zahl der qualitativ hochwertigen Wege zunimmt. Leider macht hier der neue NaturFreunde-Weg Stuttgart-Süd keine Ausnahme. Es gibt zwar eine Markierung und diese Markierung ist an verschiedenen Stellen vorhanden. Es gibt jedoch wichtige Wegverzweigungen, wo die Markierung fehlt. Deshalb kann man den NaturFreunde-Weg Stuttgart-Süd ohne Mitnahme des zugehörigen Faltblatts (bzw. der Beschreibung hier in diesem Blog) nicht gehen und auch nicht empfehlen. Wege jedoch, für deren Begehung man erst ein Faltblatt braucht, haben keine Zukunft, sie werden über kurz oder lang in Vergessenheit geraten.

Nun will ich am Engagement und an den ehrlichen Absichten der Verantwortlichen nicht zweifeln (in diesem Fall die Naturfreunde, Ortsgruppe Heslach), jedoch sollte sich jeder, der zukünftig irgendwelche Wege schaffen will, in der Schweiz oder im Schwarzwald oder in Vorarlberg oder sonstwo über world-class-Wanderwege und deren Beschilderung informieren. 

Nun soll in diesem Blog der NaturFreunde-Weg Stuttgart-Süd trotzdem das Thema sein, allerdings weniger wegen des Wegs als solchem, sondern wegen der Stadtlandschaften, die man im Verlauf des Wegs durchquert. Der NaturFreunde-Weg Stuttgart-Süd ist knapp 7 Kilometer lang. In der ersten Hälfte des Wegs ist ein beachtlicher Höhenunterschied von 180 m im Aufstieg zu bewältigen.

Montag, 5. Juli 2010

Tübinger Straße von S-Mitte nach S-Süd


Die Tübinger Straße verbindet die Stuttgarter Innenstadt bei der Königstraße mit dem Marienplatz in Stuttgart-Süd. Der Name der Straße deutet darauf hin, dass über diese Straße früher die direkte Verbindung zwischen Stuttgart und Tübingen verlief. Das ist heute nicht mehr der Fall. 

Will man heute mit dem Auto von Stuttgart nach Tübingen fahren, verlässt man den Stuttgarter Talkessel über die Neue Weinsteige. Der Name der Tübinger Straße bezieht sich jedoch auf die Zeiten, als es die Neue Weinsteige noch nicht gab. Damals verlief die Verbindung nach Tübingen über die Tübinger Straße bis zur heutigen Paulinenbrücke, dann nach links zum heutigen Österreichischen Platz und weiter über die Hauptstätter Straße zur Alten Weinsteige. Es gab auch ein Stadttor, das ab 1811 Tübinger Tor hieß. Es befand sich gleich am Anfang der Tübinger Straße bei der Einmündung der Kleinen Königstraße.

Die Tübinger Straße ist ca. 1100 Meter lang. Ein Spaziergang entlang der Tübinger Straße ist gerade in diesen Monaten interessant, denn städtebaulich tut sich zur Zeit einiges entlang dieser Straße.

Montag, 28. Juni 2010

Bauernhaus aus Aichelau im Freilichtmuseum Beuren


Das Freilichtmuseum Beuren ist eines der sieben großen Freilichtmuseen von Baden-Württemberg. Als Einziges der sieben befindet es sich in der Region Stuttgart.

Im Frühjahr 2010 ist zu den bereits vorhandenen 21 Gebäuden ein weiteres Gebäude fertiggestellt und für die Besucher freigegeben worden. Es handelt sich um ein Bauernhaus aus dem Ort Aichelau. Aichelau befindet sich auf der Schwäbischen Alb im Landkreis Reutlingen ca. 2 Kilometer östlich der B 312 Reutlingen - Zwiefalten.

Das Bauernhaus war von 1509 bis 2005 ununterbrochen bewohnt. In den Jahren von 2005 bis 2010 wurde das Gebäude demontiert und im Freilichtmuseum Beuren originalgetreu wiederaufgebaut. Das Gebäude zeigt heute mit Ausnahme weniger Details außen den Zustand um 1824. 

Donnerstag, 24. Juni 2010

Geologische Stationen in Stuttgart-Bad Cannstatt, Teil 2


Zehn geologische Stationen umfasst der Geologische Stationenpfad in Stuttgart-Bad Cannstatt. Im Post vom 14.06.2010 ging es um die ersten vier Stationen. Die fünfte Station beim Kursaal in Bad Cannstatt ist zur Zeit wegen einer Baustelle nicht erreichbar. Im heutigen Post geht es um die Stationen sechs und sieben sowie den Weg von der Station fünf bis zur Station sieben. Dieser Wegabschnitt ist ca. 5,3 Kilometer lang, es sind mehrere kürzere Steigungen zu bewältigen. Die Zeitdauer ist 1,5 bis 2 Stunden.

Im Gegensatz zu den ersten vier Stationen sind die Stationen fünf, sechs und sieben relativ weit auseinanderliegend. Ein Besuch dieser Stationen wird zu einer richtigen kleinen Wanderung. Die Orientierung ist nicht immer einfach. Man sollte den Prospekt des Gartenbauamts zu den geologischen Stationen dabei haben. Nachfolgend will ich versuchen, den Weg möglichst genau zu beschreiben.

Samstag, 19. Juni 2010

Durch die Fußgängerzone von Nürtingen


Die Altstadt der ca. 40.000 Einwohner zählenden Großen Kreisstadt Nürtingen befindet sich auf einer Geländeerhebung am Neckar. Das Wahrzeichen der Stadt, die evangelische Stadtkirche St. Laurentius, ragt weit über die Häuser der Altstadt hinaus und ist vom Neckarufer sowie von weither gut sichtbar.

Die Fußgängerzone von Nürtingen ist vergleichsweise klein. Sie umfasst den südöstlichen Bereich der Altstadt, in dem sich die 1455 erbaute Kreuzkirche befindet, mit der Kirchstraße und dem Schillerplatz und der abzweigenden Brunnsteige.

Die Fußgängerzone wurde im Jahr 1982 gepflastert. Aus diesem Anlass gibt es bis heute in der Konditorei Zimmermann in der Kirchstraße die sogenannten Pflastersteine zu kaufen, Pralinenwürfel aus Nussnugat und Pistazienmarzipan. Die Gesamtlänge der Fußgängerzone ist ca. 500 Meter. 

Montag, 14. Juni 2010

Geologische Stationen in Stuttgart-Bad Cannstatt, Teil 1


Der Stadtbezirk Stuttgart-Bad Cannstatt ist ein Besonderer unter den Stadtbezirken Stuttgarts. Die Siedlungsgeschichte des Cannstatter Bodens ist viel älter als die der Kernstadt Stuttgart. Auch die Natur hat Bad Cannstatt mit etwas Besonderem bedacht. Dort sprudeln die (nach Budapest) zweitstärksten Mineralwasserquellen Europas.

Auch wenn der einst weitberühmte Kurbetrieb des 19. Jahrhunderts heute in der Hektik der Großstadt schon längst verblasst ist, hat Bad Cannstatt doch immer noch alles, was zu einer Kurstadt gehört: reichlich Heilwasser, einen Kursaal, einen Kurpark und vor allem einige in aller Öffentlichkeit sprudelnde Quellen.

Diese Quellen und einige andere geologische Erscheinungen sind es dann auch, die auf dem Geologische Stationenpfad Bad Cannstatt besucht werden. Insgesamt 10 Stationen wurden eingerichtet. Bei den jeweiligen Stellen befinden sich Informationstafeln, der Weg zwischen den einzelnen Stationen ist allerdings nicht bezeichnet. Geschaffen wurden die Informationstafeln vom Garten-/ Friedhofs- und Forstamt sowie dem Staatlichen Museum für Naturkunde, dem Institut für Geographie und dem Stadtarchiv Stuttgart. Es gibt einen Informationsprospekt, in dem auch der Wegverlauf eingezeichnet ist. Dieser im Juli 2006 zum ersten Mal herausgegebene Prospekt erhielt im Mai 2010 seine zweite Auflage.

In diesem Blog wollen wir den Geologische Stationenpfad in drei Abschnitten gehen. Im heutigen Post sind die Stationen 1 bis 4 dran. Die Station 5 ist zur Zeit leider nicht zugänglich. Sie befindet sich hinter dem Kursaal, der zur Zeit umfassend renoviert wird. In der Neuausgabe des Prospekts zum Weg steht darüber leider nichts. In einem späteren Post geht es dann mit der Station 6 weiter. Und über die Station 5 wird hier berichtet, sobald die Arbeiten beendet sind und die Station wieder zugänglich ist.

Samstag, 12. Juni 2010

Marienplatz - Startpunkt von drei Rundwegen


Mit der Eröffnung des NaturFreundeWegs Stuttgart-Süd (Rote-Socken-Weg) im Mai 2010 ist der Stuttgarter Marienplatz zum Zentrum der Region Stuttgart für Rundwege geworden. Nun starten gleich drei hochinteressante Rundwege durch die Stadtlandschaft auf diesem Platz.
Den Heslacher Blaustrümpflerweg gibt es bereits seit dem Jahr 2004. Das Zeichen dieses Wegs ist ein blauer Strumpf.

Im Jahr 2009 wurde der Weinwanderweg Degerloch, einer von mehreren Weinwanderwegen in Stuttgart, eröffnet. Der Weinwanderweg Degerloch hat seinen Ausgangspunkt ebenfalls am Marienplatz.

Und die Eröffnung des NaturFreunde-Wegs Stuttgart-Süd (Rote-Socken-Weg) im Mai 2010 brachte bereits den dritten Rundwanderweg zum Marienplatz.

Mittwoch, 9. Juni 2010

Durch die Lautenschlagerstraße in der Stuttgarter Innenstadt


Die Lautenschlagerstraße verläuft in nur 170 Metern Abstand parallel zur Königstraße, der Haupteinkaufsstraße Stuttgart`s. Und doch könnten beide Straßen unterschiedlicher nicht sein. Während in der Königstraße eine der höchsten Passantenfrequenzen ganz Deutschlands herrscht, trifft man in der Lautenschlagerstraße nur wenige Menschen. Und während sich in der Königstraße Laden an Laden und Kaufhaus an Kaufhaus reiht, ist die Lautenschlagerstraße nicht gerade als Einkaufsstraße bekannt.

Die Stadtplanung hat sich jedoch der Lautenschlagerstraße angenommen. Die Lautenschlagerstraße soll in den nächsten Jahren zu einem Boulevard entwickelt werden, der ein Stück weit auch die Königstraße entlasten könnte. Hierzu wird der Straßenraum teilweise neu geordnet, die teilweise zu massiv vorhandenen Straßenbäume wurden bereits reduziert. Vor allem aber stützt sich die Revitalisierung der Lautenschlagerstraße auf die Investitionen privater Bauherren, die durch modernisierte oder neu zu bauende Gebäude mehr Urbanität in die Straße  bringen sollen.

Es wird somit Zeit für einen kleinen Spaziergang durch die Lautenschlagerstraße, bei dem das bereits Erreichte, die laufenden Maßnahmen sowie die geplanten Vorhaben Thema sein können. Die Lautenschlagerstraße ist nur 400 Meter lang. Somit braucht man beim Spaziergang nicht zu hetzen.

Samstag, 5. Juni 2010

Durch die Dürrbachklinge von S-Gablenberg nach S-Rohracker


Ein Höhenrücken trennt den Stuttgarter Talkessel im Südosten vom Neckartal. Die Gipfelpunkte des Höhenrückens bilden die Wangener Höhe und der Frauenkopf. In diesen Höhenrücken haben sich zum Neckartal hin einige Waldschluchten eingetieft. Durch die Klinge (Schlucht) des Dürrbachs, eine von mehreren Waldschluchten, führt der heutige Waldspaziergang. Der Spaziergang verbindet den Stadtteil Gablenberg, der im weiteren Sinne noch im Stuttgarter Talkessel liegt, mit dem Stadtteil Rohracker, der sich in einem Seitental des Neckartals befindet. 

Der Wald in der Dürrbachklinge ist noch überraschend ursprünglich, in Teilen sogar wild. Schade, dass noch niemand auf die Idee gekommen ist, den Wald in der Dürrbachklinge und / oder in den benachbarten Klingen offiziell als Urwald auszuweisen, als Urwald in Großstadtnähe, als positiver Standortfaktor für den Verdichtungsraum Stuttgart, mit Informationszentrum und Wegen durch den Urwald. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Andere Verdichtungsräume sind da schon weiter vorangeschritten. Beispiele für Urwälder in Großstadtnähe, die als Standortfaktor vermarktet werden, sind der Saarkohlenurwald bei Saarbrücken oder der Sihlwald bei Zürich.

Immerhin ist der Dürrbachwald Bestandteil des europäischen Schutzgebietsnetzwerks Natura 2000. Allerdings ist das so gut wie niemandem bekannt. Die Gebiete dieses Schutzgebietsnetzwerks sind vor Ort nicht ausgeschildert, auch in den Karten sind die Gebiete nicht eingetragen. Vielleicht ist dies ein Fehler von Natura 2000, denn Schutzgebiete, von denen die Bevölkerung keine Kenntnis hat, haben es schwer.

Dienstag, 1. Juni 2010

Zum Beobachtungshügel auf der Südseite des Stuttgarter Flughafens


Am Flughafen Singapur Changi, dem Standort der zur Zeit größten Airbus A 380 - Flotte der Welt, dreht kaum mehr jemand den Kopf, wenn der Super-Airbus A 380 startet oder landet. Da sind die Verhältnisse in Deutschland zur Zeit noch ganz anders. Erst vor wenigen Tagen hat die Lufthansa den ersten Airbus A 380 erhalten und vor dem planmäßigen Linieneinsatz muss dieses Flugzeug erst einmal Testflüge auf verschiedenen Flughäfen absolvieren.

Im Rahmen dieses Erprobungsprogramms kommt der A 380 der Lufthansa (getauft auf den Namen Frankfurt / Main) auch beim Flughafen Stuttgart vorbei. Allerdings wird der Stuttgarter Flughafen auf absehbare Zeit vom A 380 nicht planmäßig angeflogen werden. Allenfalls als Aufweichflughafen für die Flughäfen Frankfurt / Main und München könnte Stuttgart mit dem A 380 zukünftig zu tun haben.

Der A 380 soll am kommenden Mittwoch, den 2. Juni 2010 auf dem Stuttgarter Flughafen landen und zwei Stunden später wieder starten. Die Landung soll vergleichsweise früh um 7:25 Uhr erfolgen. Die Besucherterrasse des Stuttgarter Flughafens öffnet am 2. Juni 2010 bereits um 6 Uhr morgens. 

Rund um den Stuttgarter Flughafen gibt es zahlreiche Wege und Beobachtungspunkte, von denen aus man den Flugbetrieb auf der einzigen Start- und Landebahn verfolgen kann. Der bevorstehende Besuch des Airbus A 380 soll in diesem Blog der Anlass sein, einmal einen Spaziergang auf der Südseite des Stuttgarter Flughafens vorzustellen.

Samstag, 29. Mai 2010

Durch die Fußgängerzone von Göppingen


Die Stadt Göppingen mit ca. 57.000 Einwohnern und dem Sitz des Landrats des Landkreises Göppingen hat eine sehr besuchenswerte Fußgängerzone. Dazu trägt das Element Wasser bei, das bei der Neugestaltung der Fußgängerzone in der Marktstraße auf interessante Weise in die Straßengestaltung einbezogen wurde. Besuchenswert ist die Fußgängerzone auch wegen ihrer Größe. Denn neben der Hauptachse Marktstraße sind überraschend weitläufige Bereiche im Westen (Schillerplatz) sowie im Osten (Bleichstraße) mit in die Fußgängerzone einbezogen.

Einen ausgedehnten Besuch der Fußgängerzone startet man am Besten am Bahnhof von Göppingen. Reist man mit dem Zug an (Strecke Stuttgart-Ulm), entfallen auch die Parkplatzsorgen. Die Fußgängerzone beginnt fast direkt beim Bahnhof. Vom Bahnhofsgebäude geht man auf die rechte Seite des Bahnhofplatzes. Dort beginnt bereits die Marktstraße, der bedeutendste Teil der Fußgängerzone von Göppingen.

Donnerstag, 27. Mai 2010

Lehrpfad "Jurameer und mehr" in Eislingen/Fils


Im Juli 2002 wurden beim Bau der Umfahrung der Bundesstraße 10 von Eislingen/Fils Reste von Fischsauriern gefunden. In den folgenden drei Jahren förderten umfangreiche Ausgrabungen Überreste von Sauriern zutage, die zu den besten Saurierfunden weltweit gehören.

Dies war für die Gemeinde Eislingen/ Fils Anlass, einen Lehrpfad einzurichten, der vom Bahnhof Eislingen/Fils in einer Schleife durch das Gebiet südlich der Stadt führt und hierbei auch in der Nähe der Ausgrabungsstätte vorbeiführt.

Im Verlauf des Lehrpfads befinden sich 12 Informationstafeln, die einen ausführlichen Überblick nicht nur über die Sauerierfunde, sondern auch über andere Dinge wie zum Beispiel den Fluss Fils, die Schwäbische Alb und ihren Aufbau sowie den Bau der Bundesstraße 10 und die damit verbundene Flurbereinigung geben. Am Beginn des Lehrpfads befindet sich eine Übersicht über den Wegverlauf. Unterwegs gibt es an einigen Stellen Pfeilmarkierungen, die die Wegrichtung des Lehrpfads anzeigen. Leider ist dies jedoch nicht an allen Verzweigungen der Fall. Somit gilt für diesen Lehrpfad dieselbe Bewertung wie für viele andere Lehrpfade: nur mit Einschränkungen zu empfehlen. Man sollte am Startpunkt den Wegverlauf auf ein Stück Papier aufzeichnen. Selbst dann gibt es jedoch keine Garantie gegen Fehlgehen.

Montag, 24. Mai 2010

Durch das Städtische Lapidarium Stuttgart


Das Städtische Lapidarium Stuttgart in der Mörikestraße kann man als kleines Freilichtmuseum bezeichnen oder auch als Parkanlage oder auch als Steinsammlung. Das Wort Lapidarium leitet sich vom lateinischen Wort lapis = Stein ab. Das Wort lapidar gehört ebenfalls zu dieser Wortfamilie und heißt im Lateinischen "in Stein gehauen". Im übertragenen Sinne bedeutet lapidar im Deutschen "knapp formuliert", "ohne weitere Erläuterungen", "kurz und bündig". Unter einem Lapidarium versteht man eine Sammlung von Steindenkmalen. Das können Fassaden von Gebäuden sein, Plastiken oder auch ein Fußbodenmosaik.

Das Lapidarium in der Mörikestraße gibt es bereits seit dem Jahr 1905. Im Jahr 1950 kaufte die Stadt Stuttgart das Gelände und schuf das Städtische Lapidarium. Ein kurzer Spaziergang durch das am Hang zur Karlshöhe hin ansteigende Gelände dauert ca. 15 Minuten. Man kann jedoch auch wesentlich länger im Lapidarium verweilen und die Erläuterungen zu den einzelnen Ausstellungstücken genauer studieren. Das Lapidarium ist zur Zeit nur von unten, von der Mörikestraße her zugänglich. Einen Durchlass zur Karlshöhe gibt (noch) nicht.  

Das Städtische Lapidarium Stuttgart in der Mörikestraße 24/1 ist nur von Mai bis September geöffnet. Öffnungszeiten sind Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Samstag von 14 bis 18 Uhr und Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Die nächstgelegene Bushaltestelle ist Mörikestraße (Linien 41 und 43).

Das Städtische Lapidarium Stuttgart befindet sich am Hang der Karlshöhe.
Im Post vom 16.05.2011 in diesem Blog ist ein Spaziergang auf die Stuttgarter Karlshöhe beschrieben.

Hier gibt es eine Übersicht über den Stadtbezirk Stuttgart-Süd. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dem Stadtbezirk Stuttgart-Süd befassen, verlinkt.